Lehrfahrt ins Bioshärengebiet Schwäbische Alb 
         S’ leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura…                                         30.09.2015

                                                                                                        von Manfred Steger
Voll besetzt war der Bus der Landfrauen bei der Lehrfahrt ins Biosphärengebiet bei Schelklingen, auf der Schwäbischen Alb. Zunächst ging die Fahrt  in das fast 1000-jährige Kloster Blaubeuren. Hier wurden die Mitfahrenden von der Gästebegleiterin und Biosphärenbotschafterin Barbara Rüd begrüßt. Beim Gang durch den Klostergarten erzählte Frau Rüd über die Geschichte des Klosters, den bedeutendsten Abt Heinrich III Farbri (Schmid), einen engen Vertrauten des Grafen Eberhard im Bart. Im Kreuzgang gab es Hinweise auf die vielen Details, die zu sehen waren. In der Kirche erklärte Frau Rüd, mit ihren profunden Kenntnissen, unter anderem den herrlichen Altaraufsatz. Ein kleiner Spaziergang zum Blautopf schloss sich an.

Auf der Fahrt zum Mittagessen erzählte Frau Rüd die Geschichte von der Schönen Lau und vom Klötzle Blei, das bei Blaubeuren liegen soll. Gegessen wurde im „Vis á Vis“, einer Einrichtung des St. Konradihauses  in Schelklingen.

Nächster Punkt war der Besuch der Höhle „Hohle Fels“. Hier finden noch immer aktive Ausgrabungen statt. 2008 wurde in der Höhle die „Venus vom Hohle Fels“, einer Figur aus Mammutelfenbein, gefunden. Sie ist, mit etwa 40.000 Jahren, die weltweit älteste plastische Darstellung eines Menschen. Auch die Darstellung eines Pferdekopfes, eines Wasservogels und einer Flöte, 30 – 35.000 Jahre alt, wurden gefunden.

Mit dem Bus ging’s dann durchs Biosphärengebiet, unter anderem nach Justingen. Hier erfuhren die Teilnehmer/innen etwas vom berühmtesten Sohn, Johannes Stöffler, geboren 1531, Mathematiker, Astronom, Pfarrer und Professor in Tübingen. Von ihm stammt z. B. die astronomische Uhr am Tübinger Rathaus, die noch heute voll funktionsfähig ist, aber auch Berechungen die für die Kalenderreform durch Papst Gregor XIII wichtig waren.
Auch die ersten Merinoschafe in Württemberg grasten in Justingen. Sie wurden, auf abenteuerliche Weise, aus Spanien eingeführt.

Zum Abschluss der Fahrt gab es noch Kaffee und Kuchen im „Vis á Vis“.
Dankbar für eine informative und unterhaltsame Fahrt ging’s zurück nach Hechingen

________________________________________________________________________

Landfrauen auf Schottlandtour                                  23. - 28.10.2015

                                                                                       von Carola Gsell- Hodler
Nach Schottland ging die Reise der Landfrauen aus dem Zollernalbkreis.
Die Vielfältigkeit der Landschaft, düstere Moore, schwarze Seen, - die Lochs, eindrucksvolle Schlösser, majestätische Burgen, die reiche Tierwelt, der Klang der Dudelsäcke und das Geheimnis des Kilts wurden erkundigt.
Eine Führung durch Edinburgh, Abstecher nach Pitlochry und Oban, eine Fahrt durch die Highlands und die Borders begeisterten.
Der Besuch der kleinsten Whisky Destillerie Edradour und die Fahrt mit der
Autofähre auf die Insel Mull waren Höhepunkte der Bildungsreise.
Die Geschichten, Myten und Legenden über die freiheitsliebenden Schotten gefielen ebenso,
wie der Besuch in den Pubs mit ihrer mitreißenden Musik und leckerem Bier.

__________________________________________________________

Brotherstellung, handwerklich oder industriell - was ist der Unterschied?
                                                                                                      22.09.2015

                                                                                                        von Manfred Steger
Der Obermeister der Bäckerinnung Zollernalb, Alfred Schweizer, war Gast bei den Landfrauen in Hechingen. Der Saal voll besetzt, als Bäckermeister Schweizer, mit einem Rückblick auf die Geschichte des Brotes, seinen Vortrag begann. Feines Brot war bei den Römern noch ein Festtags – ein Herrenessen. Heute gehört Brot zu den Grundnahrungsmitteln. In Deutschland versorgen rund 6500 Betriebe die Bevölkerung mit etwa 300 Brotsorten und 1200 Arten von Kleingebäck.

Im Wesentlichen sind es drei Vertriebswege, wie das Brot zu den Verbrauchern kommt: Lebensmittelhandel, Discounter und das Bäckerhandwerk. Für die selbständigen Bäckereien sind nur noch 50 % des Umsatzes übrig geblieben, mit fallender Tendenz.

Neben den höheren Preisen, die Handwerksbetriebe fordern müssen, ist auch der Nachwuchs ein gewisses Problem. „Lustig ist das Bäckerleben, Gott hat’s uns gebracht – nur das Backen in der Nacht hat der Teufel uns gemacht.“ charakterisiert einen Teil des Problems.
Seit fünf Jahren kämpft die Bäckerinnung um die Begrifflichkeit „Backen – Nachbräunen“. Bei Discountern wird im Laden nachgebräunt – gebacken wird irgendwo auf der Welt. Die Sinne, Optik und vor allem Geruch, des Verbrauchers wird bewusst angesprochen, um Kunden in den Laden zu bringen. Oft sind die billigen Backwaren vor allem Lockmittel, Menschen erst mal in den Laden zu bringen.

„Woran erkennt man gutes Brot?“ war ein erfolgreicher Werbespruch eines Discounters. Der Bäckermeister betont: Der Teig braucht Zeit zum Reifen, oft eine ganze Nacht. Man muss mit Vorteigen und mit extra angesetzten Sauerteigen arbeiten. Wenigstes am Schluss sollte der Teig mit Hand geknetet werden. Das gibt Qualität, erhöht aber auch die Kosten und damit den Preis. Die Rohstoffe kommen, bei unseren örtlichen Bäckern, aus der Region. Bei Discountern soll es extrem lange Transportwege, mit bis zu einem Jahr langen Kühlketten, geben. Dort müssen um 18.00 Uhr noch 50 % der Regale bestückt sein. Das kann nicht mehr alles verkauft werden. Der Rest wird oft vernichtet. Bei der Selbstbedienung ist niemand sicher, wer ein Brot vorher, mit welchen verschmutzten Händen angefasst hat. Beim Bäcker gibt es Fachpersonal, das auch mal Auskunft geben kann.

Alfred Schweizer brachte handwerklich hergestellte Ware und solche vom Discounter mit. Drei Damen durften probieren. Das Ergebnis dieser Proben sprach für sich. Oft schon bei Ansehen, spätestens beim Aufschneiden, riechen und probieren war der Unterschied klar zu bemerken.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger, bedankte sich bei Bäckermeister Schweizer für den informativen Vortag, mit einem kleinen Geschenk, bevor die zahlreichen Zuhörer mit Kaffee und Kuchen den Nachmittag ausklingen ließen.

____________________________________________________________

Fazinierende Lampenschirme - selbst gemacht                  12.09.2015

                                                                                        von Barbara Konzelmann
Ein wahres Schmuckstück gestalteten die Landfrauen am Samstagnachmittag.
Man hatte sich getroffen, um faszinierende Lampenschirme zu basteln.
Zuerst mussten 30 vorgefertigte Schablonen auf dickerem Papier ausgeschnitten werden,
genaues schneiden war sehr wichtig.
Nach einer Stärkungspause mit Kaffee und Zwetschgenkuchen wurden in der zweiten Phase
des Nachmittags die ausgeschnittenen Papierstücke zusammengesteckt-
eine äußerst komplizierte Angelegenheit.
Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Wunderschöne Lampenschirme in verschiendenen Größen und Farben waren das Ergebnis,
das alle Teilnehmer begeisterte. 

___________________________________________________________

Tafeln am Mittag: "Salz der Erde"                                       10.09.2015

                                                                                                  von Manfred Steger
Festlich waren die Tische geschmückt zum Mittagessen von „Tafeln am Mittag“. Gespannt erwarteten die Besucher den ersten Gang des vom Team „Tafeln & Mehr“ zubereiteten Essens.

Die erste Tischrede wurde von Kirchengemeinderätin Rose Schenk aus Hechingen gehalten. Sie begann mit einer Geschichte über eine depressive Baronin, die vom berühmten Maler Gustav Klimt gemalt wurde. Klimt stellte sie als fröhliche junge Frau dar. Ein gutes Bild, denn es zeigte Wirkung. Je öfter die Baronin an dem Bild vorbeiging, desto mehr hellte sich ihre Stimmung auf. Ähnlich wie dieses gute Bild, das schöner ist als das Selbstbild, ist uns von Jesus gesagt: „Ihr seit das Salz der Erde" Ihr seit, auch in geringer Zahl, wichtig für die Welt.

Nach dem zweiten Gang sprach Christiane Straßer vom Sozialwerk Hechingen. Sie teilte aus zwei Körbchen kleine Gebäckstücke aus, mit und ohne Salz gebacken. Unmittelbar war die Wirkung von Salz zu spüren. Wir Christen, als Salz der Erde sind kostbar, wichtig und besonders. Salz konserviert – der Glaube an Gott erzeugt Verlässlichkeit. Salz zieht (Wasser) an – wir alle sollen anziehend sein. Salz gibt Halt (im Winter), Salz macht durstig – durstig auf…Salz der Erde sein lohnt sich für jeden.

Nach den Salat sprach die Bisinger Pfarrerin Gudrun Ehmann. Jesus auf einem Berg – einer herausgehobenen Stelle. Die Seligpreisungen der Bergpredigt sind den Zuhörern noch im Ohr. Und dann: „Ihr (alle) seit das Salz der Erde“. Nicht ihr sollt Salz der Erde sein – ihr seit es! Macht dort weiter wo ihr steht im Beruf, im Ehrenamt usw. Wir alle haben als „Salz“ eine wichtige Aufgabe in der Welt. Gudrun Ehmann schloss mit eine kleine Urlaubsgeschichte: Nach einem Unwetter am Meer liegen viele Seesterne am Strand. Ein keines Mädchen wirft sie zurück ins Meer. Ein alter Mann beobachtet und meint, „Was Du tust ist nutzlos.“ Das Mädchen nimmt den nächsten Seestern und wirft ihn ins Meer zurück mit den Worten: „Für ihn hat sich etwas geändert.“

Der Hauptgang des Essens wurde am Büffet angeboten und fand regen Zuspruch.

Vor dem Dessert sprach noch einmal Rose Schenk. Sie las das Märchen von der Salzprinzessin vor. Ein König fragte seine Töchter wie sehr sie ihn liebten. Eine sagte: „Wie Salz.“ Der König war enttäuscht und verbannte die Tochter vom Hof. Erst als in seinem Reich das Salz ausging erkannte er die Wichtigkeit von Salz und damit die tiefe Liebe seiner Tochter.

Kaffee und Kuchen schlossen das Essen ab.

____________________________________________________________

SWR 1 Pfännle: Familienfrühstück in Zusammenarbeit mit der AOK-Balingen
                                                                                               06.09.2015

                                                                                                    von Inge Lorch
Im Rahmen der Veranstaltung SWR 1 Pfännle in Albstadt-Ebingen fanden sich am Sonntagmorgen fünfzehn Landfrauen und Frau Ute-Streicher, Ernährungsberaterin der AOK-Balingen, um sieben Uhr auf dem Marktplatz ein. Draußen war es nasskalt und kühl und auch im Zelt war es nicht warm, trotzdem waren die Frauen bester Stimmung und  bald war ein reichhaltiges Frühstücksbüffet aufgebaut.

Angeboten wurden regionale Köstlichkeiten angefangen mit Knuspermüsli, Obstsalat mit Beeren und Früchten der Saison, Ziegenkäse, Gemüse- und Obstspieße. Außerdem durften Wurst, Brot, Brötchen, Marmelade, Honig, Eier  und Brotaufstriche, wie Radieschencreme und ein Frischkäseaufstrich mit Salami nicht fehlen.

Trotz der kühlen Temperaturen fanden über 100 Gäste den Weg zum Zelt der Landfrauen und ließen sich ein reichhaltiges Frühstück schmecken, das allgemeine Zustimmung und viel Lob einheimste.

__________________________________________________________________________

Lehrfahrt nach Baden- Baden mit Führungen im SWR - Studio "Die Fallers" und im Spielcasinos                                                             05.09.2015

                                                                                                           von Inge Lorch
"Schont den Geldbeutel eurer Männer“ war die Devise, die den Landfrauen mit auf den Weg gegeben wurde, als sie zu der Lehrfahrt starteten.

Im Spielcasino wurden sie bereits zu einer Führung erwartet. Das schönste Spielhaus Europas, nach Vorbildern französischer Schlössern erbaut, mit seinen prunkvollen Räumlichkeiten mit antiken Kronleuchtern und Möbeln in rot und gold und seiner inzwischen 150 jährigen Geschichte beeindruckte die Landfrauen sichtlich.
In diesen Räumen wird amerikanisches und französisches Roulette, Black Jack und Poker gespielt und im Raum darunter wird an Automaten gespielt. Zum Bedauern der Landfrauen beginnt der Spielbetrieb erst ab 14.00 Uhr, ansonsten hätte bestimmt die eine oder andere ihr Glück versucht.

Beim SWR angekommen, erhielten die Landfrauen im Medienraum eine kurze Einführung. Rund ein Sechstel aller Fernsehsendungen des Ersten werden von hier verantwortet, außerdem werden Sendungen wie z. B. Tatorte oder das  ARD-Büffet koordiniert. Ebenso kommen die Hörfunkprogrammen SWR 2 und SWR 3, DASDING und das digitale Informationsprogramm SWRinfo aus Baden-Baden.
Bei der anschließenden Besichtigung der Studios kamen die“ Fallers Fans“ voll auf ihre Kosten, denn sie konnten die Kulissen erkunden, in denen  ein Teil der Fernsehserie aufgenommen wird. Aus einem Tag Fernsehaufnahmen entstehen im besten Fall elf Minuten Sendezeit.
Die Menge an Technik in den Studios, in denen Sendungen wie „Kaffee oder Tee?“ oder „Sag die Wahrheit“ aufgenommen werden, faszinierte die Damen ebenso wie die Werkstätten, wo die Ausstattung der Studios gefertigt wird und zum Schluss der Fundus mit seinen reichhaltigen Schätzen.

Mit vielen neuen Eindrücken machten sie sich auf die Heimreise. Dabei wurden sie von Heidrun Wannenmacher, die die Lehrfahrt perfekt organisiert hatte, noch mit einem Quiz überrascht und mit selbstgemachten Nudeln für diejenigen, die die Fragen richtig beantwortet hatten.

 


Aktuell   Kontakt   Sitemap   Impressum   Datenschutzerklärung  
(c) 2013 - 2018 KreislandFrauenverband Zollernalb e.V. - Alle Rechte vorbehalten .