Herbstwanderung - "Weite Blicke auf die Zollernalb"

                                                                                                    28.09.2014

Zollernalbkreis

Einen herrlichen Herbsttag mit weiten Blicken auf die Zollernalb erlebten  Wanderfreudige des LandFrauenverband Zollernalb. Sie ließen sich von Elsbeth Bosch aus Albstadt-Truchtelfingen (Wander-Guide des LFV) die Schönheit der Natur von Beuren bei Schlatt aus, bei einer Rundweg-Wanderung zeigen. Vom Wanderparkplatz des höchstgelegensten Teilorts von Hechingen (684 m) ging es auf den Dreifürstenstein. Der Aufstieg auf den 854 m hohen Berg wurde mit fantastischer Fernsicht und einem Vesper vor der Hütte belohnt. Der weitere Weg führte zum Mössinger Erdrutsch am Hirschkopf. Im April 1983 rutschten nach lang anhaltendem Regenwetter sehr große Teile des Berghangs ab und nahmen 50 Hektar Waldfläche mit in die Tiefe. Nach den Ausblicken auf das beeindruckende Naturgeschehen machten sich die Wanderer auf den Rückweg. Er erfolgte entlang der Abbruchkante durch den Wald und dann bergab durch das Naturschutzgebiet Beurener Heide zum Ausgangspunkt. Den erlebnisreichen Wandertag ließ die Wandergruppe im Hofgut Domäne in Hechingen ausklingen.

 


 

Pilze aus heimischen Wäldern - Exkursion zu heimischen Speisepilzen

                                                                                                   26./27.09.2014

 

Burladingen/Burladingen Hausen i. K.

Die Herbst-Pilzsaison hat begonnen. Wer sich in Wäldern auf die Suche macht, benötigt ein fundiertes Pilzwissen. Eine Verwechslung mit giftigen und hochgiftigen Pilzen kann ansonsten zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen und zum Tode führen.

Der LandFrauenverband Zollernalb in der Region Burladingen befasste sich bei einer 2-tägigen Veranstaltung unter dem Motto „Pilze aus heimischen Wäldern“  mit den Sporen-Gewächsen, von denen es viele tausend verschiedene Arten gibt. Als fachkompetenten Referenten konnte Annette Riehle (LFV-Vorstandsmitglied) dazu den Pilzberater Horst Wolff aus Balingen-Weilstetten begrüßen. Im Burladinger Gasthaus „Kleineschle“ startete der Fachmann mit einem großen Pilz-Diavortrag, der die enorme Vielfalt zeigte. Der Einblick in das faszinierende Reich der Pilze, besonders der heimischen Pilze,  begeisterte die Teilnehmer. Horst Wolff erläuterte deren Aufbau, bei der das Augenmerk auf den wichtigen Bestimmungsmerkmalen: Form, Farbe, Schirm, Hut, Lamellen, Röhren und Stiel lag. Die Einteilung erfolgte in den Kategorien Ständer- und Schlauchpilze. Essbare Speisepilze können zum Kochen, Schmoren, Braten, Pannieren, Einlegen, Einfrieren und Trocknen verwendet werden. Als einen besonders wohlschmeckenden Edelpilz nannte der Referent den Schmerling. Außerdem sollten Pilze nie alleine, sondern immer in Verbindung mit einer Sättigungsbeilage (Nudeln, Reis) gegessen werden. Die Lagerung darf nicht mehr als zwei Tage erfolgen.

Im Wald um den Sportplatz in Hausen i. K. konnte am zweiten Tag dann das Theoriewissen praktisch angewendet werden. Der Pilzexperte stellte vor dem Rundgang verschiedene hilfreiche Pilz-Bestimmungsbücher vor. Er gab zu bedenken, dass es allein 68 Arten von Champignons gibt. Wer nur ein bis zweimal im Jahr zum Pilze-Suchen geht, sollte sich ein Buch mit nicht zu kleinen Bildern zulegen. Besonders empfehlenswert wären Pilzbücher mit Aquarell-Abbildungen. Alle Eigenschaften sind detailgetreu dargestellt und bilden dadurch ein hervorragendes Kontrollbild. Pilzgänger sollten sich auch immer mit Gummistiefeln in den Wald begeben, denn damit könne die Zeckengefahr minimiert werden. Fast zwei Stunden suchten die Teilnehmer in kleinen Gruppen im Nadelwald nach essbaren Pilzen und fanden: Trompetenpfifferlinge, Eselsohren, Semmelstoppelpilze, honiggelbe Hallimasche, Stockschwämmchen, semmelgelbe Schleimköpfe, kleine Waldchampignons,  violette Lacktrichterlinge und einen ausgewachsenen Riesenschirmling. Zwischen dem Unterholz konnten auch vereinzelt leuchtend rote, aber giftige Fliegenpilze entdeckt werden. Horst Wolff untersuchte abschließend jeden einzelnen gesammelten Pilz, den die Teilnehmer in ihren Körben hatten und bestimmte ihn.  Aus den gesamten Exkursions-Funden mussten fast 75 Prozent entsorgt werden, da sie alt, vergammelt und nicht essbar waren.

Annette Riehle bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei Horst Wolff für das sehr interessante, informative und lehrreiche Pilzseminar.
 


Lehrfahrt nach Stuttgart

"Zu Schweinen und Wettermachern"                                        24.09.2014

 

Die Lehrfahrt der Hechinger Landfrauen führte zunächst auf den Schnarrenberg nach Stuttgart. Dort befindet sich eine Station des Deutschen Wetterdienstes. Nach der Stärkung, mit einem zweiten Frühstück im Gasthaus „Neuer Pfefferer“, ging es zurFührung beim Deutschen Wetterdienst. Michael Gutwein begrüßte die Teilnehmer auf dem Messfeld des Wetteramtes. Zunächst gab er einen geschichtlichen Rückblick über die Wetterbeobachtungen. Der deutsche Wetterdienst ist eine Bundesbehörde und ist dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstellt. Die Zentrale ist in Offenbach am Main. Michael Gutwein stellte die einzelnen Messgeräte in ihrer Aufgabe und ihrer Funktion vor. Alle Messungen sind, um vergleichbar zu sein, standardisiert und heutzutage auch automatisiert. Gemessen werden Temperatur (in 5 cm und 2 m Höhe), Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und – geschwindigkeit, die Sichtweite (Nebel, Luftverschmutzung), Niederschlagsmenge und Art (Regen, Hagel, Schnee), die Wolkenhöhe, die Sonneneinstrahlung und gegebenenfalls die Schneehöhe. Höhepunkt war der automatische Start eines heliumgefüllten Wetterballons. Die angehängte Radiosonde misst bei ihrem Aufstieg bis in die Stratosphäre (15 – 50 km) Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Der Flug wird über GPS überwacht. Die Flughäfen müssen die Flugbahn des Ballons sperren, um Kollisionen mit Flugzeugen zu vermeiden.

Nach dem Wetteramt ging’s zum alten Schlachthaus in Stuttgart zum Mittagessen und, im gleichen Haus, zum Besuch des Schweinemuseums. Es ist erstaunlich was es über das Schwein von der Wissenschaft (Organverpflanzung auf den Menschen) über Kunst bis Kitsch zu sehen gibt. So auch Sprüche wie: „Schläft das Schwein, wächst das Fleisch, schläft der Mensch, wachsen seine Schulden“ (aus China). Nach Kaffee und Kuchen ging die Fahrt wieder zurück nach Hechingen.

* Bericht von Manfred Steger

 



"Tafeln am Mittag"

                                                                                                  11.09.2014

 

Was der Mensch sät, wird er ernten

 

Unter diesem Motto stand die Veranstaltung „Tafeln am Mittag“ des Förderkreises Johanneskirche und der Landfrauen. Geboten wurde ein  mehrgängiges Mittagessen mit vier Tischreden zum Thema. Die Gäste nahmen Platz im schön dekorierten Saal und waren gespannt auf das Menü und die Tischreden.

Nach der Vorspeise, belegte Brottaler, hielt Barbara von Einem die erste Tischrede. „Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand“ Mit diesem Gedicht von Matthias Claudius stieg sie ein. Sie berichtete, welchen Samen, im übertragenen Sinn, sie in ihrem Leben gestreut hat und welche Saat daraus hervorgegangen ist. Wie sie, als sie nach Hechingen kam, Menschen gefunden hat, die ihr Türen geöffnet haben und wie sie später selbst zum Türöffner wurde.

Nach dem zweiten Gang, einer bunten Gemüsesuppe, sprach Gisela Steck. Auch sie sprach über eigene Erfahrungen, in denen sie Vertrauen und Verständnis gesät hat und über „die Ernten“ die sie, bei jungen Menschen, aber auch beim Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen, erlebt hat. Und nicht zuletzt, als sie, in nicht mehr ganz jungen Jahren, wieder in ihren erlernten Beruf als Krankenschwester einstieg und dabei auf ernste Probleme stieß, zu deren Lösung sie Entscheidendes beitragen durfte.

Nach dem Salatteller sprach Hella Jetter. Sie sprach über ihre Erfahrungen im Sähen und Ernten im übertragenen Sinn: über Probleme in Schule und Beruf. Immer wieder gibt es gute und schlechte Phasen. Nicht zuletzt für die Kindererziehung stelle sie fest, dass die „Vegetationsperioden des Menschen“ viel länger sind, als ein Gartenjahr und man oft erst nach vielen Jahren „die Ernte“ sehen könnte.

Dann kam das Hauptgericht: Sauerbraten mit zahlreichen Beilangen. Danach sprach Pfarrerin Ilse Hornäcker. Sie legte vor allem auf den biblischen Bezug des Themas, aus dem Galaterbrief, wert. Säen drückt Hoffnung aus, auch wenn ein sichtbarer Erfolg nicht immer auszumachen ist. Übertragen auf die Landwirtschaft: Ein Bauer sät auf Hoffnung – was er erntet hat er nicht in seiner Hand.

Das Dessert beendete das Menü. Helga Pooch und Rose Schenk gefielen noch mit einem Sketch über Probleme bei Kaffeeeinladungen.

Die Veranstaltung schloss mit Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen.

Das Vorbereitungsteam freute sich sehr darüber, dass die Veranstaltung so gut angenommen wurde.

* Bericht von Manfred Steger
 



Fleisch aus heimischer Erzeugung

                                                                                                   02.09.2014

 

Hechingen-Boll

Einen Veranstaltungs-Auftakt nach Maß erlebte der LandFrauenverband Zollernalb in der Region Hechingen  nach den Sommerferien im Landgasthaus „Kaiser“ mit der Infoveranstaltung: „Fleisch aus heimischer Erzeugung“. Sehr viele Zuhörer erhielten vom Obermeister der Fleischerinnung Zollernalb, Günter Weiler aus Hechingen, einen kompetenten, umfangreichen Überblick über das Lebensmittel. Seinen Vortrag leitete er mit der Vorstellung des Stellenwertes des Fleisches ein, das es im Laufe der Jahre hatte. Der historische Rückblick reichte bis ins Jahr 4000 v. Chr. zurück und vermittelte den Fleischgenuss  verschiedenster Kulturen. Über den Fleischkonsum berichtete Günter Weiler, dass er im 15. Jahrhundert bei 125 Kilogramm pro Kopf und Jahr lag und auf 14 Kilogramm im 19. Jahrhundert zurückging. Ein Anstieg des Fleischverbrauchs auf 64 Kilogramm wurde erst 1961 verzeichnet. Heute liegt er bei etwa 90 Kilogramm. Ausführlich erläuterte der Metzgermeister die Qualitätsmerkmale des Fleisches  und die Einflussfaktoren in Bezug auf die Qualität. Miteinbezogen zur Beurteilung nannte er die Züchtung, Rasse und Geschlecht der Tiere. Das letztere Kriterium entscheidet, für welche Bratenstücke sie sich eignen. Zum Kuhfleisch berichtete er, dass es heutzutage zur Wurstverarbeitung verwendet wird und dabei vorwiegend, optimal für die Herstellung von Salami wäre. Über die Ladentheke käme es als Fleisch aber nicht mehr. Er gab zu bedenken, dass die Qualität des Fleisches mit jedem Lebensjahr der Kuh abnehme. Das Fleisch einer 5 Jahre alten Kuh z. B. bräuchte dementsprechend auch  4 bis 5 Stunden Garzeit und wäre damit nicht in jedermann Küchenzeitplan drin. Ausführlich erläuterte Günter Weiler auch den „Rinderpass“. Heimische Bauern garantieren dem Metzger, dass die Tiere  artgerecht gehalten und aufgezogen wurden. Lückenlos kann dies im Pass nachvollzogen werden. Wie eine solch umfangreiche, vorgeschriebene Dokumentation aussieht, zeigte ein vom Referenten ausgeteilter Pass, den die Zuhörer in Augenschein nehmen konnten. Nicht älter als zwei Jahre darf die gezielte Mast sein. Im Wachstum ist dann die Schlachtreifung erreicht. Weitere Ausführungen dazu zeigten die Gegebenheiten der zurückliegenden Jahre. Die heutige Tierschutz-Schlachtverordnung, sowie der Transport der Tiere in den Schlachthof, der stressfrei sein muss, wurden vorgestellt. Tiere von heimischen Erzeugern müssen keine großen Transportwege auf sich nehmen. Davon wieder profitiert der Verbraucher, denn der Metzger seines Vertrauens kann ihm hochwertige Fleischqualität aus der Region anbieten. Die Haltbarmachung von Fleisch und Fleischerzeugnissen (über 1500 Wurstsorten mit den Unterteilungen in Koch-, Roh-, und Brühwurst) wurden vom Fachmann ausführlich erläutert. Als neueste Mitteilung konnte der Metzgermeister vermelden: „Fleischesser leben gesünder“. Das belegten fundierte, wissenschaftliche Daten. Eine Auswertung mit Vegetariern, Veganern und Fleischessern kam zu diesem Ergebnis. Auch wäre seit Juli japanisches Fleisch auf dem Markt (Wagyu-Rind - Kobe-Rind), das wie in Frankreich der Champagner, als Status angesehen werden könnte. Kostenpunkt pro Rind:  70 000 bis 80 000 Euro. In Deutschland liegt der Preis für 1 Rind bei 1200 bis 1800 Euro. Günter Weilers Fazit zu der Infoveranstaltung lautete: Wir können nach wie vor gutes Fleisch und schmackhafte Wurst bei uns hier essen.

Für das interessante und aufschlussreiche Referat bedankte sich Brigitte Steger - Hechingens-LFV-Vorsitzende beim Referenten und überreichte ein Geschenk.

 


 


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