Führung durchs Backhaus mit Backen wie zu früheren Zeiten

                                                                                                   26.09.2013

 

Salmendingen

Zum festen Bestandteil eines jeden Dorfes gehörte zu früheren Zeiten ein Backhaus. Vielerorts ist es aus dem Gemeindebild verschwunden. Nicht so in Burladingen-Salmendingen. Das dortige Backhaus befindet sich im Erdgeschoss eines dreigeschossigen Gebäudes, in dem auch die Bücherei und das Gemeindeschlachthaus zu finden ist. Die Besonderheit des Backhauses ist der große Backofen aus dem Jahre 1838. Er wird seit dieser Zeit benutzt und kann bis zu 40 Brote fassen.

Der LandFrauenverband Zollernalb informierte sich bei einer Besichtigung und ließ sich die Arbeitsschritte des Brotbackens erklären und schaute dabei der Bäckerin Katharina Steinhilber über die Schulter. Die Kenntnisse darüber erlernte sie von ihrem Vater, der zuvor 30 Jahre am Ofen stand. Sie selber übt diese Tätigkeit seit 23 Jahren aus. Bevor die Besucher das Backhaus betraten, hatte sie den Ofen bereits schon tüchtig mit Buchenholz angefeuert. Fast zwei Stunden loderte zuvor das Feuer. Routiniert verteilte sie die Glut mit einem Schürhaken  gleichmäßig über die Backfläche, kehrte sie anschließend mit einem nassen Ofenbesen aus und schloss die Züge, damit die Wärme im Ofen blieb. Früher wurden diese Arbeiten bis zu dreimal die Woche verrichtet, heute heizt sie den Ofen mindestens einmal wöchentlich an. Katharina Steinhilber berichtete, dass im ersten Jahr des Bestehens des Ofens,  laut den Aufschrieben eines Priesters,  21 285 Brote gebacken wurden. Heute wären es jährlich ca. 3000 Brote und Kuchen. Nach den Vorbereitungen und dem Öffnen der Züge, wurden zahlreiche fertige Brotteiglinge in länglicher und runder Form, teilweise mit Stempelaufdruck, die die Teilnehmerinnen mitgebracht hatten, in den Ofen geschoben.

Während die Laibe im Backofen zu knusprig, duftenden Holzofenbroten gebacken wurden, vermittelte Käthe Kostanzer, Beki-Fachfrau aus Bisingen bei einer Kaffeepause vor dem Haus, wissenswertes über Getreidesorten, Mehlsorten und die Entstehung des Brotes. Heute kann in Deutschland aus einer großen  Brotsorten-Vielfalt (über 300) ausgewählt werden. Das Grundnahrungsmittel wird in Baden-Württemberg  von 2 247 handwerklichen Bäckereien hergestellt. Käthe Kostanzer ging auch auf die Brotverschwendung ein, die pro Bundesbürger zwölf Kilo im Jahr beträgt. Nach den Ausführungen konnten die Besucher die von Katharina Steinhilber gebackenen Kuchen (Lauch/Schmand) probieren. Annette Riehle, LFV-Vorstand, bedankte sich bei den Referentinnen und Helferinnen für den informativen und genussreichen Nachmittag.

 


 

Besuch des genialsten Garten in Albstadt-Tailfingen

                                                                                  21.09.2013

 

Albstadt-Onstmettingen

Barbara Konzelmann, LFV-Vorstandsmitglied des LandFrauenverband Zollernalb, hatte für die Regionalveranstaltung mit dem Besuch des genialsten Gartens von Albstadt  eine besondere Veranstaltung organisiert. Für den Verband öffnete Frau Rose Weigold in Albstadt-Tailfingen ihr tolles Garten- und Pflanzenreich, das an einem großen Hang liegt und sich über mehrere Terrassen erstreckt und herrliche Ausblicke über die Stadt bietet.

Die Besitzerin begrüßte die Gäste mit einem Glas Sekt und führte danach, hinterm Haus beginnend,  durch das Gartenparadies, welches einer kleinen Parkanlage glich. Die Ebenen waren mit Wegen, Tunneln aus Pflanzen oder Brücken verbunden. Großzügige Rasenflächen, Hecken, kleine und große Teiche und immer mal wieder Sitzgelegenheiten wechselten sich ab. Dazwischen konnten kleine und große Hingucker entdeckt werden. Selbstgetöpferte Figuren, Schilder mit Sprüchen, Blumen und ineinander geschwungenen Pflanzen. Die Gartengeräte waren in selbst gemauerten Höhlen versteckt. Sogar für  Fledermäuse gab es unter einem Freisitz eine Höhle. Frau Weigold bot am Ende der Besichtigung auf einer bezaubernd schönen Aussichtsplattform noch eine kleine Stärkung in Form von Saft, Butterbrezeln und Keksen an. Von dem überaus liebevoll angelegten Garten waren alle Besucherinnen begeistert.
 



Lehrfahrt mit Führung durch einen Kräutergarten     18.09.2013

                                                                                                  

Zollernalbkreis

Eine spätsommerliche Lehrfahrt des LandFrauenverband Zollernalb aus der Region Hechingen führte in den Linzgau.  Ziel war der 838 Meter hohe Aussichtsberg „Höchsten“ mit  Duft- und Kräutergarten.  Vor der Besichtigung führte Pater Gerhard Seidler von der Filatur der Abtei Severin (Orden von Port Royal) im Berggasthof „Höchsten“, in die Welt der Heilkräuter ein. Seine Ausführungen gaben einen Überblick, wie die Kräutergeheimnisse den Weg aus den Klöstern in die weite Welt fanden. Als bekannteste Vertreterin der Kenntnisse gilt bis heute Hildegard von Bingen. Pater Gerhard Seidler ging auf ihre Heilweisen ein. Dazugehörig gab er Kräuter-Tipps für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten und empfahl als beste Form, die Kräuter frisch zu essen. Die Präsentation von zwei wiederentdeckten Heilpflanzen wurde interessiert verfolgt. Der Jiaogulan, ein Rank-Gewächs aus China und Japan mit stark Ginseng ähnlicher Wirkung, das als „Kraut der Unsterblichkeit“ gilt, sowie die „Amazonas-Kalanchoe“, die als „Pflanze der Tausend Wunder“ unter anderem bei Fersensporn und Arthritis ihre Wirkung zeigt. Im Kräutergarten stellte Pater Gerhard Seidler anschließend eine Vielzahl von Pflanzen vor, deren Verzehr bei mancherlei Beschwerden Linderung bringt und dazu auch köstliche Gewürze für die Küche sind. Nach dem informativen und unterhaltsamen Rundgang mit dem Kräuterexperten und dem Mittagessen im Berggasthof, ging es nach Überlingen.

Als erstes wurde ein Blick in den spätgotischen Rathaussaal, der heute noch Sitzungssaal ist, geworfen. Die Sehenswürdigkeit im ersten Obergeschoss erklärte Herr Uwe Stett. Der repräsentative Raum mit getafelten Wänden, geschnitzten Balken mit Ornamenten, sowie 41 Lindenholz-Skulpturen (geistliche und weltliche Kurfürsten, Markgrafen, Grafen, Ritter, Freiherren, Städte und Bauern) entstand 1490/94 durch den Ravensburger Bildhauer Jakob Ruß. Hier ließ sich die glanzvolle Zeit der ehemals freien Reichsstadt erkennen.

Mit Herrn Manfred Steger konnte anschließend die Stadtpfarrkirche, das Münster St. Nikolaus besichtigt werden. Er erklärte im Mittelschiff die Baugeschichte und die Ausstattung der fünfschiffigen Basilika (1350/1576) bei der besonders der geschnitzte Hochaltar von Jörg Zürn mit 23 lebensgroßen sowie über 50 kleine Figuren aus unbemaltem Lindenholz beeindruckte. Die kunstgeschichtliche Bedeutung der Kirche war auch am Chorgestühl aus Eichenholz, dem Sakramentshaus, der Kanzel und den Seitenaltären zu erkennen. Vor der Rückfahrt lud ein Bummel am Bodenseeufer ein.

 


 

Herbstschätze: Kräuter und Früchte am Wegesrand

                                                                                                    12.09.2013

 

Burladingen-Stetten u. H.

Der Wettergott zeigte sich bei der dritten und letzten Kräuterwanderung  des LandFrauenverband Zollernalb in diesem Jahr, nicht von seiner besten Seite. Trotzdem fanden sich viele Teilnehmer  bei der Festhalle ein, die zusammen mit Ingrid Herr aus Bisingen, die Herbstschätze - Kräuter und Früchte am Wegesrand -  im Tal der Lauchert erkundeten. Die Kräuterfachfrau und Heilpraktikerin begeisterte mit ihrem Wissen. Sie animierte dazu, aufmerksam durch die Natur zu gehen.  Denn keine Pflanze wachse nur einfach so, sie hätte einen Sinn und auch der Platz dazu wäre stimmig. Wegen ihren heilkräftigen Wirkungen werden die gesunden  Wildkräuter, Wildpflanzen und Wildfrüchte von Kräutersammlern geschätzt. Auch in der Küche finden die kostenlosen aromatischen, vitamin- und mineralstoffreichen Naturgeschenke reiche, abwechslungsreiche Verwendung. Gleich zu der ersten Pflanze am Wegesrand, dem Johanniskraut, gab es viel Wissenswertes zu erfahren. Ingrid Herr zeigte, wo sich an den Blätterrändern die kleinen schwarzen Öl-Drüsen befinden, aus dem sich später das Rot-Öl für Einreibungen herstellen lässt. Die Pflanze, die das Sinnbild des materialisierten Lichts ist, eignet sich bestens als beruhigender Abend-Tee.  Zum Trocknen der Kräuter gab die Kräuterfachfrau die Tipps:  Blätter immer vom Stängel zu trennen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gingen und für eine schonende Trocknung im Backofen (40 Grad), die Ofentür ein wenig geöffnet zu lassen. Der Geschmack von frischen Brennnessel-Blättern konnte anschließend getestet werden. Die Pflanze, die sehr eisenhaltig ist und stickstoffhaltige Eiweiße und Kieselsäure enthält,  findet reichliche Verwendungsmöglichkeiten in Suppen, Gemüse, Säften und Tees. Ingrid Herr verwies bei dieser Pflanze auch auf das pflanzliche Hormon, das im Brennnessel-Samen zu finden ist. Weitere heimische Wildschätze am Wegesrand waren: Dost, Großer Sauer-Ampfer, Baldrian, Goldmelisse, Löwenzahn, Wiesenklee, Wegwarte und Huflattich. Die Wild-Früchte des Herbsts von Holunder, Schlehe und Weißdorn stellte Ingrid Herr unterhalb eines kleinen Waldstückes vor. Die Beeren vom Holunder dürfen nicht roh gegessen werden, da sie leicht giftig sind. Wenn sie aber erhitzt werden, sind sie wahre Vitamin-C-Bomben. Aus ihnen lassen sich köstliche Säfte, Sirups (im beliebten Getränk „Hugo“ enthalten) und Marmeladen zubereiten. Aus den Schlehenbeeren können Liköre und Gelees, aus Weißdorn Tees, Herzwein und köstliche Marmeladen herstellt werden. Nach der Kräuterwanderung gab es von Ingrid Herr herzhafte und süße „Versucherle“. LFV-Frau Magdalena Schäfer aus Stetten u. H.  hatte dafür wieder leckeres Brot gebacken. Das Geschmackserlebnis Wildkräuter konnte in Form einer Wildkräuterbutter, einem Haselnuss-Aufstrich, einem Felsenbirnen-Nusskuchen und  zweierlei Kräutertees probiert werden.

Für die interessante, unterhaltsame und informative Kräuterwanderung bedankte sich Annette Riehle aus Burladingen-Hausen i. K. (Vorstandsmitglied des LFV) bei  Ingrid Herr, wie auch bei Magdalena Schäfer mit einem Geschenk.

 


 

Patientenverfügung - Praktische Tipps aus ärztlicher Sicht

                                                                                                   10.09.2013

Hechingen-Boll

Mit der Info-Veranstaltung „Patientenverfügung - Praktische Tipps aus ärztlicher Sicht“ mit Herrn Dr. med. Dietmar Grimshandl, Ärztlicher Leiter der Geriatrie-Abteilung am Zollernalb Klinikum Balingen, konnte der LandFrauenverband Zollernalb in der Region Hechingen einen weiteren Besucherrekord  verbuchen. Weit über 100 Zuhörer im vollbesetzten Saal des Landgasthauses „Kaiser“ sprach dieses Thema an, die der Einladung von Brigitte Steger, LFV-Ortsvorsitzenden von Hechingen gefolgt waren.  

Dr. med. Grimshandl stellte zu Beginn des Referates das medizinische Spezialgebiet der Geriatrie (Altersheilkunde) mit Therapie- und Diagnostikmöglichkeiten vor. Dazu gehörend sind die Palliativmedizin und die Ethik, die ein wesentlicher Teil der Geriatrie ist. „Sie gehört zum Thema“, so der Vorsitzende des Ethikkomitees.

Ein Viertel der Gesamtbevölkerung besäße eine Patientenverfügung. Bei den über 65-Jährigen hätten bereits 50 Prozent die schriftliche Vorsorge getroffen. Dr. med. Grimshandl warb dafür, sich verstärkt mit der Vorausverfügung zu beschäftigen. Wer dazu z.B.  im Internet nachschaue, erhielte eine Vielzahl (60 000 Treffer bei einer Suchmaschine) an Informationen zum Thema und Muster-Formulare zum Ausdrucken.

Vorsicht wäre daher bei dieser Flut an Angeboten geboten. Anhand eines vorgestellten juristischen Falls erläuterte der Arzt, was in der Patientenverfügung stehen sollte und müsste. Die rechtliche Seite der Verfügung stärkt das Recht des Einzelnen, bei der jeder über sich selber bestimmen kann. Der Arzt darf nach einer Einwilligung handeln. Seit dem 1.9.2009 besteht die gesetzliche Regelung, dass einwilligungsfähig ist, wer das 18. Lebensjahr erreicht hat. Eine Generalvollmacht sollte beim Notar gemacht werden, so lange man noch „Herr seines Verstandes“ ist. Die Patientenverfügung, in der die Wünsche eines Betroffenen für seine gesundheitliche Behandlung festgehalten werden, kann vom Hausarzt erstellt werden. Ungenaue Formulierungen dagegen können zu Schwierigkeiten führen. Am besten wäre es, Situationen, in welcher Form man sein Lebensende erleben möchte, vorher durchzuspielen und durchzudenken. Doch was gehört in eine solche Verfügung? Anhand einer vertrauenswürdigen Internetadresse (www.esslinger-initiative.de) erklärte der Referent das richtige Ausfüllen der Patientenverfügung. Angehörigen, oder einer Vertrauensperson sollte man mitteilen, wo die Vorsorgepapiere deponiert sind. Sinnvoll wäre es auch, sie alle zwei Jahre zu überprüfen.

Dr. med. Grimshandl beantwortete während und nach dem Vortrag zahlreiche Fragen aus dem großen Zuhörerkreis.


 

Führung durch die Sigmaringer Gartenschau                      07.09.2013

 

Zollernalbkreis

Duftende Blütenpracht und farbenfrohe spätsommerliche Pflanzen in Hülle und Fülle, Erlebnisgärten und dazu immer ein schöner Ausblick auf die Donau und das Schloss Sigmaringen faszinierten die Besucherinnen, die der Einladung des LandFrauenverband Zollernalb gefolgt waren.

Der LFV verband das Sterntreffen des LFV-Württemberg-Hohenzollern mit einer Führung durch die Gartenschau. Vom Treffpunkt der Stadthalle aus, ging es mit dem Gästeführer Herrn Reinhold Raps über das Gelände. Er erläuterte das ansprechende Gartenschaukonzept, das nach den Plänen des Potsdamer Landschaftsarchitekten Marcel Adam entstanden ist. Blühende Anregungen ließen sich auf den Wegen bis unterhalb des Schlosses überall finden. Der Schwäbische Küchengarten auf dem Festplatz wurde als erstes in Augenschein genommen. Als Besonderheit zeigte er unter anderem alle Küchenkräuter, die für drei schwäbische Gerichte benötigt werden. Es folgte der Containergarten. Hier wurde ausdrücklich auf das Anfassen von Pflanzen und Kräutern in Hochbeeten aus Kisten hingewiesen. Auf dem Weg bis zur neuen Hängebrücke über die Donau gab es Tipps zum Gartenlabor, dem Mehrgenerationengarten, dem Mariaberger Sinnesgarten, sowie dem Treffpunkt Grün. Nach den Pocket-Gärten konnten in den Kies- und Gräsergärten Kunstgegenstände im Auenwald betrachtet werden. Zwischen Daueranlagen luden Ruheplätze zum Verweilen ein. Die „Lebendige Landkarte“  vermittelte den Donau-Weg vom Zusammenschluss von Brigach und Breg bis zum Schwarzen Meer und 99 Hirsche, die von 12 Schulen angefertigt wurden, präsentierten symbolisch die Schulstadt Sigmaringen. Im Bereich Gärten am Schloss gab es im Donaublickgarten herrliche Ausblicke auf die gegenüberliegende Donaubühne und das Flussufer. Unterhalb des Schlosses lohnte das Hinsehen in den SWR-Grünzeuggarten, Romeos Garten, den Herrschaftlichen Garten und den Garten der Sehnsucht. Nach der Überquerung der Burgstraßen-Brücke erklärte  Reinhold Raps den Ausstellungsbereich Forst, die Partnerstadtgärten (Feldkirch - Thann - Boxmeer), den Gorheimer Bach, der auf dem Gelände in die Donau mündet, sowie das „Bootshaus“. Dort endete die erlebnisreiche Führung auf dem Dach des Restaurants mit einem schönen Panoramablick.


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