Herbstwanderung der Landfrauen                                 22.10.2017

                                                                                                   von Elsbeth Bosch
Bei teilweise sehr frischen Temperaturen machte sich kürzlich die Wandergruppe der Landfrauen aus dem Zollernalbkreis auf zu ihrer Herbstwanderung.

Vom Treffpunkt Oberdigisheimer Stausee verlief der Weg erst am See entlang, durch das Tal des Kohlstattbrunnenbaches langsam hinauf zum Weiler Geyerbad.

Dort hatte unsere Wanderführerin Elsbeth Bosch schon einen Zwischenstopp organisiert.
Landfrau Simone Hartmann überraschte die Gruppe mit Gebäck, Tee und Glühwein, was bei dieser Kälte sehr gut ankam.

Danach führte der Weg über den Sommerhaldenfelsen mit Blick auf Obernheim, weiter hinauf auf den Hohlen Felsen, von wo man einen sagenhaften Ausblick hatte.

Zum Ausgangspunkt zurück führte der Weg über den Steig wo ehemals, für die Alb typisch, die bohnenförmigen eisenreichen Steine,das sogenannte Bohnererz abgebaut wurde.
Der Ausklang fand im Glöckle auf dem Geyerbad statt

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Betriebsbesichtigung – Tutto -feinste Wolle von deutschen Schafen         19.10.2017

                                                                                                  Von Carola Gsell-Hodler
Das Strickerherz der Landfrauen schlug höher     
Neben allen erdenklichen Farben, kann man Sockenwolle auch mit Musterfärbung bekommen.
Die Wolle ist unterschiedlich eingefärbt und ergibt beim Stricken automatisch ein Muster,
das sich je nach Nadelstärke, Strickbild und Sockengröße individuell entwickelt.
Wie diese Strickwolle hergestellt wird, zeigte Herr Zwerger von der Firma Tutto den
Landfrauen aus dem Zollernalbkreis.
In 3 Gruppen aufgeteilt, durften die Landfrauen die Maschinen die zur Herstellung der Wolle benötigt werden besichtigen. Man erklärte wie die Farben aufgetragen, die Wolle zu Strängen aufgewickelt und mit heißem Dampf fixiert, getrocknet und dann auf Kegel gewickelt wird. Gesehen werden konnte, wie die Wolle nach mehreren Arbeitsschritten, weich und flauschig zu Knäuel verarbeitet und so dann zum Verkauf kommen. Forschung, Entwicklung, die gesamte Produktion, inklusive Vertrieb und Vermarktung liegt am Standort Hechingen.
Tutto Wolle ist nicht nur bei den Strickerinnen im Zollernalbkreis beliebt, sondern wird in die ganze Welt geliefert. 

Die Strickerinnen bei den Landfrauen freuen sich bereits auf die nächsten Workshops,
die wieder in Rangendingen und Burladingen angeboten werden.

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Aus der Praxis eines Richters                                                      18.10.2017

                                                                                     von Mandfred Steger
Was macht ein Richter den ganzen Tag – in seinem Büro sitzen, hin und wieder eine Unterschrift leisten und zwischendurch mal ein Urteil sprechen. Ganz so einfach ist der Richteralltag aber nicht, berichtete der Direktor des Amtsgerichts Horb, Albrecht Trick, bei den Landfrauen.

Als Amtsvorstand ist er in Verwaltungstätigkeit eingebunden. Das bedeutet, viele Gespräche zu führen und an Sitzungen teilnehmen. Auch  ein Amtsgerichtsdirektor  muss seine Fälle bearbeiten, die erst mal vorbereitet werden müssen. Nach jeder Verhandlung muss das Urteil schriftlich begründet werden. Das können viele Seiten werden. Somit ist das Aktenstudium eines der Haupttätigkeiten eines Richters. Nur ein kleiner Teil seiner Arbeit spielt sich in der Öffentlichkeit ab.

In Deutschland wird nach positivem, normativem Recht gerichtet. Das ist Recht, das vom Gesetzgeber verabschiedet wurde, im Gegensatz zu Gewohnheitsrecht, das sich zum Beispiel, bei alten Wegerechten noch finden lässt. Albrecht Trick betonte, wie stark das Recht und das Rechtsempfinden, einem zeitlichen Wandel unterworfen ist. So hat sich zum Beispiel, in der letzten Zeit, die Beurteilung der Homosexualität  sehr stark geändert, sowohl in der öffentlichen Meinung, als auch in der Gesetzgebung.

Am Beispiel eines Vorstandsmitglieds, der seine Firma um eine Million Euro bestiehlt und einer Kassiererin, die einen Pfandbon „mitgehen“ lässt, erläuterte der Richter, dass es sich rechtlich um den gleichen Tatbestand handelt. Das Gesetz ist abstrakt formuliert und enthält nicht alle Einzelfälle, die möglich sind. Hier ist der Richter gefordert.

Eine wichtige Aufgabe von Albrecht Trick ist das Betreuungsrecht. Hier kamen von den Zuhörern auch die meisten Fragen, die er exakt, aber immer mit Humor, beantwortete.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger bedankte sich bei Albrecht Trick für den interessanten und unterhaltsamen Vortrag.


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