Verrücktes Deutschland – gesellschaftliche Entwicklungen  26.10.2016

                                                                                                     von Manfred Steger
„Gesellschaftliche Entwicklungen aus der Sicht eines Hausarztes“ war der Vortrag überschreiben, den der Hechinger Arzt Dr. Ingo Pufke bei den Landfrauen hielt. Gleich zu Beginn war ihm wichtig, festzustellen, dass er niemand persönlich angreifen wolle sondern nur über alltägliche Beobachtungen, aus seiner Tätigkeit als Hausarzt, berichten würde.

Am Beispiel von Schwangerschaft und Geburt stellte er die krassen Unterschiede zwischen früher und heute vor. Während dies früher ein ganz natürlicher Vorgang war, wird er heute von einer großen Anzahl von Aktionen begleitet.

Wird das Kind älter, kommt es in den Kindergarten, in dem viel Bewegung angesagt ist. Für viele Kinder ist es dann geradezu ein Schock, wenn sie in der Schule stillsitzen müssen. Hier plädierte er für mehr Bewegung im Verlauf der Unterrichtszeit. Die Folgen von Bewegungsmangel, vor allem im Verbund mit falscher Ernährung, würde er häufig in seiner Praxis sehen: übergewichtige Kinder mit der Veranlagung zu Krankheiten.

Am Beispiel der Diskussion über das 8- bzw. 9-jähige Gymnasium kritisierte er die mitunter falschen Erwartungen mancher Eltern an ihre Kinder. Oft mit der Folge, dass die Kinder im Dauerstress leben und schon in so jungen Jahren mit Depressionen und Schlafstörungen kämpfen müssten. Am Beispiel einiger erfolgreicher Sportler zeigte er, dass es nicht nur auf den reinen Wissenserwerb ankomme, sondern auch Hobbys gepflegt werden sollten. Die nehmen zwar auch Zeit in Anspruch, vermindern trotzdem den Stress und dienen der Persönlichkeitsentwicklung.

Beim Start ins Berufsleben empfinden viele junge Menschen die, im Vergleich zur Schule, langen Arbeitszeiten, die nicht so oft durch Ferien unterbrochen werden, als sehr belastend. Oft führen aber Arbeitszeitverkürzungen zu Arbeitsverdichtungen: mehr Arbeit müsse nun in kürzerer Zeit erledigt werden. Wichtig sei die Stärkung eines „Wir-Gefühls“ im Betrieb. Schließlich wollte er auch die Lebensarbeitszeit, im Ruhestand, wertgeschätzt wissen. Das heißt jeder/m, mit entsprechender Lebensarbeitzeit, sollte eine auskömmliche Rente zur Verfügung stehen.

Lokalpolitisch kritisierte er den oft langen Stillstand bei geplanten Projekten, wie zum Beispiel beim Obertorplatz.

Am Ende des Vortrags bedankte sich die Ortsvorsitzende der Landfrauen, Brigitte Steger, bei Dr. Pufke für seinen ehrlichen und persönlichen Vortrag.

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Weihrauch – ein altes Arzneimittel neu entdeckt       19.10.2016

                                                                                                    von Manfred Steger
Johannes Ertelt, Apotheker aus Bisingen, war bei den Hechinger Landfrauen zu Gast. Er berichtete sehr kompetent über ein uraltes Heilmittel, den Weihrauch. Es gibt Berichte, dass schon vor 5000 Jahren Weihrauch im Gebrauch war. Nicht zuletzt kommt Weihrauch als eines der Geschenke der Drei Könige an den neugeborenen Jesus von Nazaret vor. In der katholischen Kirche wird Weihrauch, bis heute, im Gottesdienst verwendet.

Im Altertum waren, vor allem Magen-Darm-Erkrankungen und Hauterkrankungen, die medizinischen Einsatzgebiete. Aus dem Mittelalter gibt es Beschreibungen z. B. von Hildegard von Bingen und von Paracelsus über die medizinische Anwendung von Weihrauch. Mit verschiedenen Darreichungsformen (innerlich und äußerlich) hatte man insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen Erfolge.

In der heutigen Zeit ist der Indische Weihrauch (Boswellia serrata) der Arznei-Weihrauch schlechthin. Die anderen circa 20 Weihrauchsorten spielen keine therapeutische Rolle.

Die Weihrauchforschung in Deutschland wurde begründet vom Prof. Dr. H.P.T. Ammon (Tübingen). Inspiriert von dessen Ergebnissen entwickelte Apotheker Winfried Ertelt eigene Weihrauch-Extrakte mit dem Ziel, die Wirkstoffe und Wirkmechanismen zu identifizieren und Weihrauch als apothekenpflichtiges Arzneimittel verfügbar zu machen. Auch die Nebenwirkungen sollten, wie bei allen Arzneimitteln, beschrieben werden. Diese Forschungen wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt.

Die Einsatzgebiete, des als Arzneimittel aufgearbeiteten Weihrauchs, sind: Rückbildung bzw. Vermeidung von Ödemen, im Bereich der Rheumaerkrankungen, bei Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien, entzündliche Hauterkrankungen. Wegen dieser zahlreichen Einsatzgebiete ist eine gründliche Beratung nötig, bemerkte der Referent.

Johannes Ertelt betonte in seinem spannend und mit großem Engagement vorgetragenen Referat, dass Weihrauch kein Wundermittel sei und, wie alle Heilmittel, seine Grenzen hätte. Er zog eine deutliche Grenze zwischen den pharmazeutisch aufgearbeiteten Weihraucharzneimitteln und den nicht pharmazeutisch aufgearbeiteten Produkten und der Nahrungsergänzungsmittel mit Weihrauch.

Am Ende seines Vortrages musste Johannes Ertelt zahlreiche Fragen beantworten, was er mit großer Ausdauer auch tat.

Die Ortsvorsitzende Brigitte Steger bedankte sich beim Referenten, für die spannend vorgetragenen Informationen zum Thema Weihrauch als Heilmittel, mit einem kleinen Geschenk.


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Tipps für gelungene Presseberichte                              10.10.2016



                                                                                                        von Carola Gsell- Hodler
Wer? Wann? Was? Wie? und Wo?
Damit eine Nachricht die Öffentlichkeit erreicht, müssen diese Fragen beantwortet werden. Die Kunst einen Pressetext zu schreiben, zeigte Karina Eyrich von der Lokalredaktion Albstadt des Schwarzwälder Boten, Landfrauen die öfters Meldungen und Ankündigungen an die Zeitung schreiben. Erklärt wurde was relevant für einen Nachbericht ist und was eine gute Schlagzeile abgibt. Es wurde auch über den Textaufbau gesprochen, der wichtige, aktuelle Informationen enthalten muß, damit der Leser aufmerksam bleibt und den Bericht bis zu Ende liest. Annette Riehle überreichte ein Geschenk.

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Frühstückstreff: Top - Tipps zur Aufbereitung unseres Trinkwassers mit Führung im Wasserhochbehälter Bismarckhöhe                10.10.2016

                                                                                           von Carola Gsell- Hodler
Stille Wasser sind tief, das sahen die Landfrauen des Zollernalbkreises bei einer Führung im Wasserhochbehälter Bismarkhöhe in Wessingen.
Nach dem gemeinsamen Frühstück im Sternenbäck in Bisingen, war die meistgestellte Frage, wie sauber ist unser Trinkwasser? Marc Dannecker, Betriebsstellenleiter der Bodensee Wasserversorgung in Thanheim, konnte die Frage sofort beantworten.
"Auf beste Trinkqualität können wir uns hundertprozentig verlassen!" Vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg bekommen jedes Jahr bis zu 130 Millionen Kubikmeter Trinkwasser ins Haus geliefert. Nur wenig aufbereitet tritt das Wasser aus dem Bodensee als Trinkwasser seine Reise vom Sipplinger Berg durch ganz Baden-Württemberg an. Katharina Stauss bedankte sich mit einem Geschenk, für den interessanten Vormittag.

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Lehrfahrt nach Stuttgart:
Führungen im Flughafen und Landwirtschaftsmuseum der Uni Hohenheim mit flanieren im Botanischen Garten                                    04.10.2016

                                                                                                    von Carola Gsell- Hodler
Wie ein Flughafen funktioniert, erfuhren die Landfrauen des Zollernalbkreises, bei einer Lehrfahrt zum Stuttgarter Flughafen. Hier erlebten Sie einen Blick hinter die spannenden Kulissen eines Flughafenbetriebes. Nach einem Infofilm, zeigte man die Abläufe und erfuhr viel Wissenswertes. Durch die Sicherheitskontrollen wurden die Landfrauen genauso wie alle anderen Fluggäste kontrolliert, nur hier gab es auf die vielen Fragen auch Antworten. Während einer Vorfeldrundfahrt wurden wichtige Einrichtungen und Gebäude gezeigt und alle waren begeistert, als ein Pilot einer gelandeten Maschine aus London, bis auf wenige Meter auf die winkenden Landfrauen am Rande zurollte und Ihnen zurückwinkte. Danach wurde auf die Flugzeugabfertigung hingewiesen, die Feuerwehrhalle mit ihren riesigen Feuerwehreinsatzautos besichtigt und zum Schluß ging es zum Gepäckverteiler. 

Im Wirtshaus "Garbe" auf den Gelände der Uni Hohenheim wurde zu Mittaggegessen, bevor Herr Emmerich durch das Landwirtschaftsmuseum führte. Den interessierten Landfrauen wurde eine einzigartige Sammlung landwirtschaftlicher Geräte, landwirtschaftliche Motorisierung, Ackerbau, Tierhaltung und Hofwirtschaft gezeigt. Die Hohenheimische Modelsammlung ist das Kernstück der Präsentation und gilt weltweit als Größte seiner Art.  Eine aktuelle Apfel- und Birnensammlung, zeigte die Vielfallt  an Sorten. Auf dem Campus gab es noch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, die Studenten/innen rund um Daniel Riehle vorbereitet hatten.
Vor der Heimfahrt konnte man noch rund um das Schloß und im Botanischen Garten flanieren.

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Landfrauenwanderung: Im Auf und Ab zu den Sehenswürdigkeiten
zwischen Oberhohenberg und Lemberg                        03.10.2016

                                                                                     von Elsbeth Bosch
Kürzlich waren die Landfrauen des ZAK, mit ihren Partnern im Schlepptau, unter der Führung ihres LF-Guide zu einer Wanderung unterwegs.
Vom Treffpunkt Parkplatz Oberhohenberg ging es rasch bergauf. Der weitere Weg führte die Gruppe über eine Hängebrücke, auf der die Männer ihre Frauen dann ins wackeln brachten. Weiter ging es hoch auf den Lemberg.
Vesper und gute Sicht auf dem Lembergturm belohnte für den Aufstieg.
Nach der Rast ging es wieder hinunter, vorbei an der Wunderfichte, eine durch den Sturm zerstörte fünfarmige Fichte. Danach wurde erst mal traditionell mit selbstgemachtem Likör angestoßen. Über eine Walfahrtskapelle führte der Weg zurück zum Ausgangspunkt wo man
an der Albvereinshütte mit Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen ließ. 

 


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