Führung in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA)     23.10.2015
 

von Carola Gsell- Hodler
Etwas Besonderes für die Landfrauen des Zollernalbkreises, war die Führung durch die LEA in Meßstetten.
Nachdem man die Security am Eingang passiert hatte, wurden die Landfrauen, von Herrn Frank Maier, Leiter der LEA und seiner Kollegin, Frau Patricia Hirt begrüßt. Da die Anmeldungen für diese Führung so zahlreich waren, wurden die Frauen in 2 Gruppen aufgeteilt, damit alles reibungslos gezeigt werden konnte.

Alles Wissenswerte wurde erzählt und sehr viele Fragen konnten beantwortet werden. Im Oktober2014 kamen die ersten Flüchtlinge nach Meßstetten. Von anfangs 33 Flüchtlingen, sind es jetzt  ca. 3500, die in der LEA registriert werden. Die meisten Flüchtlinge kommen zur Zeit aus den Kriegsgebieten Syrien und Afghanistan. 2/3 davon sind männlich, unter 30 Jahren und muslimischen Glaubens.
Im Kindergarten wurden die Frauen mit Händeschütteln und einem freundlichen "Hallo" von den vielen Kleinkindern begrüßt. Im Raum daneben wurde Deutschunterricht gegeben. Hier waren Männer, Frauen und Kinder jeden Alters anwesend. An der Krankenstation wurde erklärt, daß alle Neuzugänge ab 14 Jahren geröntgt und untersucht werden. Viele haben traumatische Folgen ihrer Flucht. Die Kleiderkammer ist durch Spenden gut gefüllt, hier kann sich jeder etwas zum Anziehen holen. Interessant war der Gang durch die Informationsräume. Hier werden auf großen Tafeln alle wichtigen Informationen in verschiedenen Sprachen weitergegeben. Dabei fiel allen Landfrauen auf, dass das Handy der wichtigste Begleiter ist. Nur so können sie den Kontakt mit ihren Familienangehörigen aufrecht erhalten. In der Kantine gab es bereits lange Warteschlangen für den Nachmittagsimbiss. Ein Caterer- Service aus Thüringen, liefert garantiert Schweinefleischfreies Essen. Gegessen wird normale deutsche Hausmannskost.

Ein großes Thema war, wieviel Geld die Flüchtlinge bekommen. Jeder alleinstehende Flüchtling erhält , neben Kost und Logie 143€, zusammenlebende Paare jeder 129€ und die Kinder sind gestaffelt nach Alter. Will man einen Angehörigen nachkommen lassen, braucht man zuerst eine Aufenthaltsgenehmigung, es muß vorausgesetzt sein, daß der Lebensunterhalt gesichert und ausreichend Wohnraum vorhanden ist. Der nachziehende Ehegatte muss zudem in der Regel genügend Grundkenntnisse der Sprache nachweisen.
Da die Flüchtlinge nur ca. 4 bis 6 Wochen in Meßstetten sind, bevor sie weiter müssen, können nur Arbeiten wie Putzen, Kleiderkammer, Wäscherei, Hilfe im Kindergarten, usw., aber auch Abfall direkt in Meßstetten aufsammeln, an die meist männlichen Flüchtlinge vergeben werden. Für diese Tätigkeiten erhalten sie 1.05€ pro Stunde. Die Zimmer durften wegen der Privatsphäre nicht besichtigt werden. Familien leben gemeinsam, die jungen Männer in Mehrbettzimmern.

Viele Fragen zur Flüchtlingsthematik konnten beantwortet werden. Die Landfrauen waren sich einig, daß hier alles getan wird, um die hohe Zahl der Flüchtlinge unterzubringen und gut zu versorgen. Die vielen Ehrenamtlichen engagieren sich Woche für Woche. Es ist eine große Herausforderung, die nur durch große Toleranz und Respekt voreinander, gemeinsam gestemmt werden kann.

Als kleines Dankeschön überreichte Angela Mauch, je einen Honig an Herrn Maier und Frau Hirt.

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Sägen-Bohren-Schleifen - Ein kleiner handwerklicher Grundkurs
                                                                                                     16.10.2015

 

                                                                                                  von Carola Gsell- Hodler
Dieser Workshop stand bei den Landfrauen aus dem Zollernalbkreis auf dem Programm.
Richtig mit Werkzeug umgehen, wurde von der Firma maximum aus Bisingen vermittelt.
Alexander Klotz und Achim Bartz hießen die interessierten Landfrauen in ihrem Geschäft
in der Heidelbergstrasse willkommen, informierten über die Firmengeschichte und übernahmen
die Einführung in den Handwerksbereich.
Gemeinsam gings im Anschluss ins Werk 2 der Kress Elektrik.
Kress Geschäftsführer Marc Gareis spendierte erst einmal einen Sektempfang,
bevor es an die Maschinen ging .
Alles war bestens vorbereitet. Mit Unterstützung der beiden Firmenmitarbeiter Michael Kanz
und Michael Grom, wurden die wissbegierigen Frauen mit dem Umgang der Elektrowerkzeuge vertraut gemacht. Nach detaillierter Einführung und Beantwortung der vielen Fragen,
konnte selbst gebohrt, gesägt und geschraubt werden.
Zwischendurch gab es Kaffee, Getränke und Kuchen.
Jede Teilnehmerin fertigte eine Werkzeugkiste aus Holz, die sie mit nach Hause nehmen durfte. 

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Vorurteil oder Wahrheiten: Strahlen, Spinat und anderes       15.10.2015

                                                                                                            von Manfred Steger
Immer wieder hört man von Wahrheiten, die nur scheinbare Wahrheiten sind.  Einige diese scheinbaren Wahrheiten hat Dr. Ingo Pufke, in seinem Vortrag bei den Landfrauen in Hechingen,
als reine Vorurteile aufgedeckt.

In seiner unnachahmlichen Art, zwischen wissenschaftlicher Korrektheit und lockerem Redestil,
hat er zum Beispiel den angeblich hohen Eisengehalt von Spinat entlarvt. Hier hat sich bei der Messung, durch Trocknung, ein Fehler eingeschlichen, der einen zehnfach höheren Eisengehalt vorgetäuscht hat.  Auch das Essen von Eiern und Butter trägt nicht wesentlich zur Erhöhung des schlechten Cholesterins bei. Hier ist einfach die Menge, die bei normalem Verzehr, dazukommt, zu gering.
Bei alkoholischen Getränken, wie Wein und Bier, hat er auf die Grenze zwischen gesundheitlich nützlichem Gebrauch und Missbrauch hingewiesen. Auch die allseits gelobten Vollkornprodukte
sah er kritisch. Schließlich enthält der Schalenanteil  des Getreidekorns u. a. eine Reihe von Frassgiften, die die Pflanzen gegen das Gefressenwerden entwickelt haben.

Acrylamid, das in stärkehaltigen und stark erhitzen Lebensmitteln vorkommt, war lange Zeit als extrem krebserregend verschrienen. Inzwischen sagt die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO), dass es nicht genügend Ansatzpunkte gibt, um allgemeine Empfehlungen zur Vermeidung bestimmter Lebensmittel, wegen des Gehaltes an Acylamid, zu geben.

Die gesundheitlich positiven Wirkungen des Sports können, bei extremem Leistungssport,
durchaus ins Negative umschlagen. Dies erläuterte Dr. Pufke am Beispiel des Marathonlaufs.
Schließlich waren Nutzen und Gefahren des Handys ein Thema.

Dr. Pufke forderte dazu auf, nicht alles zu glauben, was behauptet wird und kritisch zu bleiben.
Man sollte immer beide Seiten betrachten, bevor man sich eine Meinung bildet.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger bedankte sich bei Dr. Pufke für den informativen,
aber auch unterhaltsamen Vortrag.

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Gedichte und G’sichtle übers Leben                                        13.10.2015
 

                                                                                                      von Manfred Steger
Hillu Stoll ist kurzfristig bei den Landfrauen, für den erkranken Referenten, eingesprungen.
Mit Gedichten und G’schichten aus am Läba  hat sie die Landfrauen zum Nachdenken,
aber auch zum Lachen gebracht.
Ein Brunnen fließt immer weiter, aber er ist nicht die Quelle, er gibt nur weiter was er
empfangen hat – wie jeder von uns. Diese Weisheit stellte sie in einem Gedicht dar.

Eine Geschichte, wie das Leben so ist, spielt in einer Apotheke, in der es sehr leicht zu Peinlichkeiten kommen kann: Wenn man ganz leise den Apotheker nach einem Mittel gegen ein Wärzle fragt und der, zur Sicherheit, ganz laut wiederholt: „Sie wollen ein Mittel gegen Warzen?“ Nun wissen alle, zufällig anwesende Bekannte, Bescheid über das eigene Leiden, das man doch so gerne verheimlichen wollte.

Hillu Stoll hat ein Liederbuch herausgebracht, aus dem noch kräftig gesungen wurde. Wer wollte, durfte sich ein Lied auswählen. Davon wurde kräftig Gebrauch gemacht.
Brigitte Steger bedankte sich bei Hillu Stoll für den schönen Nachmittag und das kurzfristige Einspringen, mit einem kleinen Geschenk.

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Wie entsteht unsere Tageszeitung – Hechingen, VS- Villingen und zurück                                                                                                              09.10.2015

Bei einer Lehrfahrt zu später Stunde erkundeten die Nachtschwärmerinnen von uns Villingen und erlebten wie unsere Tageszeitung verlegt und gedruckt wird.

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Frühstückstreff:                                                                        05.10.2015
Von der Weide auf die Schulter, vom Kuhfell zur Ledertasche 

                                                                                             von Carola Gsell- Hodler
Als Referentin war diesesmal Frau Gudrun Sinz, Lederdesignerin aus Wessingen, eingeladen.
Thema war an diesem Morgen:" Von der Weide auf die Schulter, vom Kuhfell zur Ledertasche."

Deutschland ist das 3. größte Lederherstellungsland in Europa. Von der Herstellung bis zur Verarbeitung, wurden den Landfrauen die verschiedenen Arbeitsgänge erläutert. Es gibt unendlich viele Lederarten und Ledersorten. Lederarten unterscheiden sich nach der Tierart, die das Leder liefert und dem Verwendungszweck, als Fahrzeug-, Möbel-, oder Bekleidungsleder, nach Gerbart oder Färbung. Rinds-, Lamm- oder Schweineleder sind die häufigsten, aber auch aus Pferden, Krokodilen, Fischen und Schlangen werden verschiedene Gebrauchsartikel hergestellt. Mitgebrachte Lederproben wurden gefühlt und begutachtet, insbesonders das Rochenleder wurde von allen Landfrauen bestaunt.

Die selbstgenähten Handtaschen und andere Utensilien, die unter dem Label "Mari-Si" verkauft werden, wurden ausgiebig ausprobiert und getestet.


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