Backe, backe ... lecker Brot

Betriebsbesichtigung beim "Sternenbäck" in Hechingen

                                                                                                   30.10.2014

 

Hechingen

Unter dem Motto „Backe, backe … lecker Brot“ erhielt der LandFrauenverband Zollernalb bei einer Abendveranstaltung ein weiteres mal Einblicke in die Großbäckerei „Sternenbäck“ in Hechingen. Diesmal konnte „live“ miterlebt werden, wie Brote und Brötchen in großen Stückzahlen produziert werden. Vor dem Rundgang wurde die vorgeschriebene Hygienebekleidung angezogen und Betriebsleiter Dirk Ernst zeigte den interessierten Besuchern zuerst das Warenlager. In den Fertigungsräumen für Feingebäcke (Plunder- und Blätterteigstücke) und Laugenwaren, wie auch in der Konditorei war bereits Arbeitsschluss. Dirk Ernst vermittelte aber gekonnt die jeweiligen Herstellungsprozesse mit dem dazugehörenden Maschinenpark. Zum Rundgang gehörte auch der Blick ins Tiefkühllager. Dann traf man in den großen Produktionsräumen für Brot & Co auf angenehm warme Temperaturen und sah vielen flinken Arbeitern über die Schulter. Sie formten Teig zu runden Brotlaiben, der zuvor von großen Rühr- und Knetmaschinen gefertigt und vom Teigabwieger in entsprechende Portionen auf das Band gelangte. Große Mengen an Backblechen und Backformen voll Brotteiglingen wurden in die Etagenbacköfen geschoben. An diesem Tag waren es  12000 Brote, so Dirk Ernst. Allen Backwaren müssten bis 01:00 Uhr gebacken sein, denn um 02:00 Uhr verließen die Liefer-LKW`s  das Betriebsgelände. Beim Rundgang erhielten die Besucher auch Infos zu Zwischengärschränken, Stikkenöfen und einem großen Holzbackofen.

Den informativen Abend ließen die Gäste bei gesponserten Butterbrezeln, Pizzastücken, süßen Stückle und Getränke ausklingen. 

 


 

Schrauben und Mehr

HEMA-Betriebsbesichtigung                                                        28.10.2014

 

Schömberg-Schörzingen

Der LandFrauenverband Zollernalb erkundete die Schraubenwelt der Firma HEMA in Schömberg-Schörzingen und staunte über das große, regionale Industrieunternehmen am Fuße des Oberhohenberg.

Vielen Landfrauen und auch einigen Landmännern war zuvor nicht bekannt, was der Betrieb alles herstellt. Der Firmeninhaber Erwin Hermann, der den Besuch ermöglichte, begrüßte die Anwesenden und stellte zu Beginn die Firmengeschichte und Entwicklung vor. 1949 gründete Hans Hermann - Vater des jetzigen Chefs - das Unternehmen. Damals wurden nur Formteile produziert. Heute werden Verschlussschrauben, Fließpressteile, Spannschrauben und Gewindeteile hergestellt. Die Produktpallette des seit 2004 zertifizierten Betriebes umfasst Kaltformteile, Befestigungselemente und Sonderteile aus Stahl, Kupfer, Messing und Alu. Ein Info-Film präsentierte die Schrauben-Vielfalt von HEMA. Sie sind weltweit in der Kraftfahrzeugindustrie, Elektrotechnik, Raumfahrt und dem Maschinenbau zu finden. Nach dem virtuellen Rundgang durch die Firma folgten die Einblicke in die Produktion. Die Besucher starteten in drei Gruppen mit Hartmut Korn (Leiter der Arbeitsvorbereitung),  Siegmar Riede (Qualitätsmanagement) und Erwin Hermann. Im Warenlager ließen sich die Gäste unter anderem die Funktion eines Hochregallagers erklären, das in einem 14 Meter hohen Turm mit drei Paternoster-Aufzügen untergebracht ist und 210 Tonnen Material fasst.

Es folgten im Werkzeugbau und in den Fertigungsräumen Erläuterungen zum jeweiligen Maschineneinsatz. Alle Herstellungsschritte der Kaltumformtechnik des im 3-Schichtbetrieb (3. Schicht nachts ohne Bedienpersonal) arbeitenden Unternehmens, wurden aufmerksam verfolgt. Ein positiver, umweltfreundlicher Nebeneffekt beim Kaltpressen wäre, so Erwin Hermann, dass sie mit der frei werdenden Energie, alle Firmenräume heizen könnten. In der Qualitätssicherung beeindruckte die Besucher der Blick mittels Endoskop in das Innere einer Schraube.

Nach dem Rundgang gab es noch Infos zum Ausbildungsbetrieb. HEMA steht in Kooperation mit der Werkrealschule Schömberg und unterstützt junge Leute, die ein zweiwöchiges Praktikum machen möchten. Ebenso könnten Industriemechaniker in verschiedenen Fachrichtungen ausgebildet werden. „Wer arbeiten will, kann alles lernen“, betonte Erwin Hermann. Er beantwortete anschließend noch Fragen und lud zu einem Imbiss und Getränken ein.

 


 

Töpfern - altes Handwerk neu entdeckt

                                                                                                   25.10.2014

Haigerloch-Trillfingen

Der LandFrauenverband Zollernalb hatte jüngst zur Veranstaltung „Töpfern- altes Handwerk neu entdeckt“ nach Haigerloch-Trillfingen in die Galerie & Keramikwerkstatt Forum Creativ eingeladen und ließ sich von Ingrid Seiffer-Schulz, in die Technik des kreativen Hobbys einweisen.  

Im großen, gut ausgestatteten Atelier der freischaffenden Künstlerin und Pädagogin vermittelten Tonfiguren, Tonbilder und funktionelle Tongegenstände, die große Bandbreite, die das Töpfern bietet. Ingrid Seiffer-Schulz erläuterte den Teilnehmerinnen zuerst den Werkstoff und die sukzessiven Arbeitsschritte, dann zeigte sie, wie der Ton geformt wird. Die Frauen konnten anschließend  an ihren Arbeitsplätzen aus den vorbereiteten Tonplatten ihren Töpfer-Gegenstand entstehen lassen. Aus feuchtem Ton (weiß und rot) wurden mittels kleinem Messer und Spatel die benötigten Flächen für formgebende Formen und Deko-Gegenstände entnommen und dann mit verschiedenen Hilfsmitteln strukturiert. Nun mussten nur noch die Kanten abgegratet und abgerundet werden. Die Hobby-Töpferinnen übergaben danach ihre hergestellten Ton-Kunstwerke der Referentin, die sie in den großen Brennofen gab. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt noch bemalt.

Käthe Kostanzer (LFV-Ortsvorsitzende von Bisingen) überreichte Ingrid Seiffer-Schulz für den kreativen Nachmittag ein Geschenk.

 


 

Wildfrüchte: Die kleinen Wilden vom Wegesrand - für die Küche gezähmt

                                                                                                  24.10.2014

 

Burladingen-Melchingen

Mit einem interessanten Vortrag über Wildfrüchte informierte Gudrun Voelkel, Inhaberin der Firma „Lichtensteiner-Wildfrüchte“ aus Engstingen-Kohlstetten über die gesundheitlich wertvollen und bekömmlichen „Schätze der Natur“ beim LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthof „Lauchertquelle“.

Sie berichtete, dass ihre erste Wildfruchtverarbeitung mit dem Holunder begann. Nun wären daraus, schon über 20 Jahre geworden und das umfangreiche Sortiment Bio-Wild kann auf Märkten oder im Ladengeschäft erworben werden. Mit ihrem Team sammelt und verarbeitet sie von Hand nur regionale Wildfrüchte. Damit dieses Wissen um „die kleinen Wilden vom Wegesrand“ nicht in Vergessenheit gerät, stellte sie den Zuhörerinnen anhand umfangreichen Bildmaterials, eine Vielzahl von wildwachsenden Pflanzen vor. Zu den Beeren der Eberesche berichtete sie, dass sie sich für Leber- und Galleprobleme eigneten. Giftig, wie vielerorts angenommen, wären die aromatisch, bitteren Beeren aber nicht. Aus ihnen könnte Marmelade, Gelee und Sirup hergestellt werden. Wegen ihrem sehr hohen Vitamin C-Gehalt gelte sie als „Zitrone des Nordens“. Wer seiner Galle etwas Gutes tun wolle, könnte es mit einer Ebereschen-Saftkur über drei Wochen versuchen. Bei der Verarbeitung müssten die Stiele immer entfernt werden. Nach der Vorstellung von Mehlbeeren und Elsbeeren folgten die Früchte der Heckenrose, die Hagebutten. Sie würden bei der Verarbeitung  viel Arbeit machen. Der Ertrag wäre gering, aber gerade dadurch stelle dies eine Kostbarkeit dar. Sie empfahl aus diesen Wildfrüchten Gelee herzustellen. Diabetikern würde der daraus gewonnene „Kernlestee“ guttun. Gudrun Voelkel stellte danach den Holunder vor, der im Frühjahr duftende, weiße Blüten und im Spätsommer schwarze Beeren trägt. Vom schwarzen Holunder könnten alle Teile (Rinde, Blätter, Stiele, Beeren) verarbeitet werden. Sie enthielten viel Kalzium, Kalium, Farbstoffe und Eisen, welches das Blut aufwerte. Die Wildfrucht aktiviere das Immunsystem, wirke entzündungshemmend und wäre ein gutes Vorbeugungsmittel gegen Erkältung. Neben Gelee und Sirup ließe sich natürlich auch der beliebte Holunderblütensekt herstellen. Die Wildfrüchte-Fachfrau stellte auch den roten Holunder vor, auf den viele Sammler schwören. Zum „Attich“ betonte sie, dass die Beeren der Holunder ähnlichen, großwüchsigen Staudenpflanze nicht gegessen werden dürften. Sie seien sehr giftig. Allgemein gelte: Holunder sollte man nie roh essen. Erbrechen und Durchfall wären die Folgen. Die Giftstoffe würden erst beim Kochen zerstört.  Für einen schöneren Ertrag sollte man einen alten Holunder-Busch (oder Baum) von Zeit zu Zeit grob herunter schneiden. Weitere vorgestellte Wildfrüchte waren: Schlehe, Kornelkirsche, Weichsel, Sanddorn und Eibe. Nach dem Vortrag lud ein großes Sortiment von essbaren Bio-Wildfrüchten zum Kennenlernen ein.

Für den unterhaltsamen, informativen Vortrag mit Kostproben bedankte sich Marlies Freudemann aus Stetten u.H. (stellvertretende Ortsvorsitzende der Region Burladingen) bei Gudrun Voelkel mit einem Geschenk.

 


 

Organspende - Heute noch notwendig?

                                                                                                   23.10.2014

 

Hechingen-Boll

Dr. med. Ingo Pufke aus Hechingen hielt beim LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthaus „Kaiser“  einen engagierten Vortrag über „Organspende - heute noch notwendig?“.

Nach den Transplantations-Skandalen ist es ruhig um die Organspende geworden. Es wurde fast schon zum Tabuthema. Es ist aber nach wie vor so, dass sehr kranke Menschen auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Die Zahl derer, die es ihnen ermöglichen könnten, ist drastisch zurückgegangen. Nur mit Aufklärung kann dem Rückgang der Organspende entgegengetreten werden. Der Allgemeinmediziner, der sich schon viele Jahre mit der Thematik befasst, stellte sein Referat unter die Hauptpunkte: Welches Organ kann man spenden- wer braucht ein Organ und wie läuft eine Organspende ab?

Niere, Pankreas/Inselzellen, Leber, Herz/Lunge, Dünndarm, Gewebe, Hornhaut, Extremitäten und Knorpelentnahme  ließen sich von Fachärzten transplantieren. Bei schweren Krankheiten könnte eine Organverpflanzung für den Patienten ein „zweites Leben“ bedeuten. Die einfachste Transplantation für die Operateure wäre die Herz-Verpflanzung. Sie müsste allerdings sehr schnell, in vier Stunden erfolgen. Schwieriger und mit Alterseinschränkungen stellten sich Lungentransplantationen dar. Neue Hoffnung erhielten Dünndarm-Erkrankte durch Professor Königsrainer, der als einziger Arzt in der BRD am Tübinger Universitäts-Klinikum operiert. Nach der detaillierten Vorstellung der Geschichte der Transplantation (1883 erstmalig Verpflanzung von Schilddrüsengewebe bis zur Gründung der Deutschen Stiftung Organspende - DSO), folgten die Ausführungen zur Organentnahme. Nur einzig und allein auf einer Intensivstation wird festgestellt, ob der Patient hirntot ist“, so der Referent. Dies würde von zwei unabhängigen Ärzten und einem Staatsanwalt nach Protokollen überprüft und festgestellt. Personen also,  die z. B. bei Autounfällen am Unfallort zu Tode kommen, wären keine Organspender. Nur einer von hundert Personen käme auf die Intensivstation. Es würde dann die DSO eingeschaltet. In Baden-Württemberg gibt es Stützpunkte in Ulm, Freiburg und Heidelberg. Im Stuttgarter Zentrum der DOS erfolgt die Koordination. Es werde dann mit Angehörigen gesprochen und Kontakt mit Eurotransplant in Leiden (Niederlande) aufgenommen. Die technischen, namenlosen Daten des Patienten würden übermittelt. Die Suche nach einem passenden Empfänger beginne. Es folgte dann der Organtransport - auch über Ländergrenzen hinweg - der eine enorme Logistik erfordere. Für die Explantation gäbe es keine Altersbeschränkung. Immer mehr ältere Menschen erhielten aus dem „Old for Old-Programm“ ein neues, gleichaltes Organ eingesetzt. Neu ist, dass es eine Prüfkommission unter dem Dach der Bundesärztekammer für die Transplantation-Zentren gibt. Dr. Pufke stellte den Zuhörern einen Organspende-Ausweis und die gesetzlichen Regelungen für die Organentnahme in Europa vor. Dafür kämen 3 Lösungen (Entscheidung, Widerspruch, Zustimmung) in Betracht. In der BRD dürfte darüber entschieden werden. Wer sich für Widerspruch entschiede, spreche sich gegen eine Organspende aus. Bei keiner Angabe im Ausweis wäre man Spender. Für deutsche Urlauber in verschiedenen Urlaubsländern gelte: Wenn man nicht vorher ausdrücklich widersprochen hat, ist man automatisch Organspender. Über 82 Prozent der Deutschen hätten keinen Organspende-Ausweis, gab der Mediziner zu bedenken und betonte dazu, dass auch alle großen Kirchen bei der Organspende an einem Strang ziehen und sich dem Credo der DOS: „Wir tun etwas Gutes“ anschlossen.

Brigitte Steger (LFV-Ortsvorsitzende) überreichte dem Referenten ein kleines Geschenk.


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KreislandFrauentag 2014

"Nein sagen und Grenzen setzen"                                               22.10.2014

 

 

Balingen-Roßwangen

Rückblicke auf ein prall gefülltes Veranstaltungsjahr, Grußworte von Ehrengästen, Dank an zwei sehr engagierte Vereinsmitglieder und ein informatives Referat zum Thema „Nein sagen und Grenzen ziehen“  kennzeichneten den diesjährigen KreislandFrauentag des LandFrauenverband Zollernalb.

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"In der Konditorei gibt`s so manche Leckerei"

Betriebsführung beim "Sternenbäck"                                          16.10.2014

 

Hechingen

Unter dem Motto „In der Konditorei gibt`s so manche Leckerei“ hatte der LandFrauenverband Zollernalb zu einer Betriebsführung in die Großbäckerei „Sternenbäck“ ins Hechinger Hauptunternehmen eingeladen.

Vor dem Rundgang informierte Dirk Ernst, der Betriebsleiter, Lebensmitteltechniker und Bäckermeister ist, über die Firmengeschichte des seit 1766 existierenden Familienunternehmens, das neben Hechingen noch weitere Produktionsbetriebe in Ostdeutschland (Thüringen - Gera, Sachsen -Spremberg) besitzt. Seine Ausführungen über den in der 9. Generation befindlichen Betrieb wurden aufmerksam verfolgt.

Mit Haarnetzen und Einweg-Kitteln ausgestattet, startete die Besuchergruppe die Besichtigungstour als erstes im großen Warenlager.  „Der zertifizierte Betrieb verwendet genau die gleichen Zutaten zum Backen, wie sie zuhause“, versicherte Dirk Ernst den Zuhörerinnen. Die „First in - First out“- Vorratshaltung hat dabei oberste Priorität. Was zu Hause halt in Päckchen im Vorratsschrank steht, lagert hier in übergroßen Säcken und Behältnissen. Solch ein immenses Equipment ist nötig, denn aus sieben bis zehn Tonnen Mehl stellt der Betrieb täglich verschiedenste Backwaren her. Im Produktionsbereich konnte den einzelnen Arbeitsschritten zugeschaut werden. Dabei reichte die Produktionspalette von A wie Apfeltaschen bis Z (Zwiebelkuchen). Die Einblicke in die TK-Produktion oder dem Teig-Laminieren, bei dem lange Teigbahnen immer wieder gestreckt und gefaltet werden, beeindruckten. Aus den Teigen lassen sich Tiefkühl-Teiglinge für Plunder- und Blätterteiggebäcke herstellen, die hauptsächlich im Werk Hechingen gefertigt werden. Auch Laugenwaren gehen von hieraus, in die Filialen. Was man bei der Brezel-Herstellung nicht vermutete, überraschte die Besucher. Brezeln werden beim „Sternenbäck“ noch von Hand geschlungen. Der Bäckermeister Ernst zeigte den Besuchern dazu,  wie aus den Teigsträngen  Brezeln und Zöpfe geformt werden. Wer wollte, konnte es auch einmal versuchen. Danach folgte ein Blick ins minus 18 bis 20 Grad kühle Tiefkühllager. Lange wollte sich dort niemand aufhalten. Richtig angenehm warm war es dann in der Bäckerei. Dort konnte einem Team über die Schulter geschaut werden, das „Frankfurter-Creme-Torten“  herstellte. Alles in Handarbeit - also „handmade“ durch Fachpersonal. Im großen Produktionsbereich für Brot, Brötchen und Co. gab es gewaltige Knetmaschinen, übergroße Teigschüsseln (Fassungsinhalt 250 bis 300 Kilogramm Teig), verschiedene Öfen und ein Berliner-Fettbackgerät zu sehen. Dirk Ernst berichtete, dass nachts 5000 bis 7000 Brote gebacken werden (an Feiertagen das Doppelte). Berliner gibt es ab Mitte September bis Mai. An Faschingstagen läuft die Maschine rund um die Uhr und über 15 000 Stück laufen dann über das Band. Der Rundgang führte danach durch die Kistenwaschanlage und als letztes in den Computerraum, in dem die Bestellaufträge eingehen.

Für die sehr interessante Betriebsführung  bedankte sich Inge Lorch (LFV-Vorstandsmitglied) bei Dirk Ernst mit einem kleinen Geschenk.

 

** Hinweis: Am 30.10.2014 besichtigt der LandFrauenverband Zollernalb nochmals den „Sternenbäck“. Für den Termin um 20:00 Uhr sind noch wenige Plätze frei. Es kann live beobachtet werden wie Brote und Brötchen hergestellt werden.

 


 

"Berlin erleben"-Politische Bildungsreise  

                                                                                                   15.-18.10.2014           

                                                                                                        

Einige Landfrauen, die sich ehrenamtlich engagieren und sich politisch interessieren begaben sich auf Einladung hin im von dem Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (CDU) auf die Fahrt nach Berlin. Schon früh am Morgen ging die Fahrt los.

Mit dabei waren auch die Landfrauen aus Sigmaringen, weshalb während der Fahrt auch gleich viele Gespräche aufkamen und die Anreise somit zeitweise recht lustig war.  Nach dem Check-In im Hotel ließen die Landfrauen den Abend noch gemütlich ausklingen, manche zog es auch gleich in die Stadt.

Am nächsten Tag ging es schon sehr früh mit dem Bus wieder los, denn um 9.00 Uhr fand die Führung im Bundeskanzleramt statt, von wo aus die Regierungsgeschäfte geleitet werden. Zuvor fand noch ein  Sicherheitscheck statt, der ab und zu recht aufregend war. Im Bundeskanzleramt erfuhren die Landfrauen erste Eindrücke von der Politik aus Berlin. Das Gebäude wurde als sehr imposant empfunden. Bei der Führung wurde auf viele Besonderheiten  in diesem markanten Gebäude aufmerksam gemacht.

Ein Besuch bei der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin war gleichfalls selbstverständlich, wo die Landfrauen herzlich empfangen worden sind. Hier gab es ein echt „Berlinerisches Mittagessen“. Anschließend fand ein Informationsgespräch im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend statt. Der nächste Tag hatte es in sich, denn dann ging es Schlag auf Schlag. Um 9.00 Uhr stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm die an politischen Gesichtspunkten orientiert war. Anschließend war wieder Sicherheits-Check, diesmal  vor dem Bundestag, bevor es dann zu einer Plenarsitzung ging. Hiervon waren manche sehr beeindruckt was auch in der Diskussion danach mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß zum Ausdruck gebracht wurde. Er stand mit Rat und Tat den Landfrauen zur Seite, denn sie hatten einige Fragen an ihn. Nach der Diskussion ließ er es sich nicht nehmen noch mit auf die Glaskuppel zu gehen, was wiederum sehr eindrucksvoll war. Am Nachmittag war noch eine Führung  mit Informationsgespräch in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehem. Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi). Am nächsten Tag stand schon wieder die Heimreise auf dem Programm. Davor jedoch wurde noch ein Abstecher nach Potsdam gemacht um das Schloss „Sans Souci“ zu besichtigen. Die Führung faszinierte sehr, auch die Grabstelle von Friedrich des Großen. Der „Alte Fritz“ war vorher auf der Burg Hohenzollern begraben und erst nach der Wiedervereinigung sollte der Wunsch von ihm in Erfüllung gehen, nämlich bei seinem Schloss "Sans Souci" begraben zu sein. Am 17.08.1991 war es soweit. Er kehrte in sein geliebtes Schloss zurück wo er jetzt mit seinen treuen Gefährten, den Hunden, die Ruhe gefunden hat.

Nach diesem Besuch wurde die Heimreise angetreten. Die Reisegruppe kehrte mit unvergesslichen Eindrücken somit aus Berlin zurück. Während der Busfahrt wurden noch verschiedenen Aktivistinnen der Reise gedankt, allen voran dem Busfahrer, der eine sehr souveräne Leistung über die Tage erbracht hatte.

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WEISSER RING - die Opferschutzorganisation stellt sich vor

                                                                                                    14.10.2014

Hechingen-Boll

Wie die Opferschutzorganisation WEISSER RING Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen hilft, stellten Karl Maier, Außendienstleiter des Zollernalbkreis und der ehrenamtliche Mitarbeiter Hermann Muth beim LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthaus „Kaiser“ vor.

Meist steht bei einem Delikt der Täter im Mittelpunkt und das Opfer bleibt alleine gelassen zurück. Damit dies nicht der Fall ist, hat sich der deutsche, gemeinnützige Verein mit seinen über 3000 ehrenamtlichen Helfern an 420 Außenstellen zum Ziel gesetzt, diesen Menschen Schutz und praktische Hilfe zukommen zu lassen. Die Referenten berichteten von Straftaten, unter denen die Opfer fast lebenslänglich leiden würden. Diese belastenden Vergehen hinterließen Narben auf deren Seelen, die meist nicht mehr weg zu bekommen wären. Zahlen belegten, dass die körperliche Gewalt im häuslichen Bereich enorm hoch ist und die Täter vom normalen Arbeiter bis zum  Akademiker reichen. Obwohl Frauen und Kinder an oberster Stelle der Geschädigten stünden, würden auch vermehrt Männer Opfer von Gewalttaten. Als schlimmstes Delikt nannte Karl Maier die sexuellen Übergriffe an Kindern. Jährlich würden in der Bundesrepublik 20 000 Fälle bekannt, aber die Dunkelziffer liege weit höher. Aus Scham würden viele Straftaten nicht angezeigt. Der WEISSE RING bietet diesen betroffenen Personen und ihren Angehörigen eine vielfältige Hilfe an.

Das kann durch menschlichen Beistand, persönliche Betreuung  und die Begleitung zur Polizei erfolgen, mit der die Organisation eng zusammen arbeitet, sowie dem Gang zum Gerichtstermin sein. Mit dem WEISSER RING-Beratungsscheck bekommt man zudem eine kostenfreie anwaltliche Erstberatung. Auch finanzielle Unterstützung zur Überbrückung einer tatbedingten Notlage ist möglich. Die individuelle, vielseitige Hilfe soll den Opfern neuen Lebensmut geben.

Ein weiteres Anliegen des Vereins ist es, vor Straftaten zu schützen und damit Präventionsarbeit zu leisten. Besonders Senioren würden stark an Verbrechenstaten leiden. Sie sollten die Handtaschen von der Straßenseite abwendend tragen, in die Einkaufstasche nur den Geldbeutel mit dem benötigten Geld geben (keine weiteren Wertsachen mitnehmen), Distanz zu Personen wahren, die Geldspenden auf offener Straße möchten. Ein entsprechendes Misstrauen wäre wichtig, denn dann würde es für den Kriminellen schwierig, an sein Ziel zu kommen. Ältere Menschen sollten auch dunkle und einsame Orte meiden. Im Infovortrag folgten Ratschläge für die eigene Haussicherung. Wenn es gut gesichert ist, so Karl Maier (ehemaliger Polizist), gäbe der Täter in der Regel schnell auf. Es sollten keine Fremden ins Haus gelassen werden. Nur wenn man beauftragt ist, etwas entgegen zu nehmen, stellt dies eine Ausnahme dar. Immer wieder fielen Senioren/innen auf den „Enkel-Trick“ herein. Der Referent bat, sich bei Anrufen auf keine Diskussion einzulassen, konsequent zu bleiben und als Hilfe die Polizei anzurufen. Bei Haustür-Verträgen müsste man sich alles genau durchlesen und auf das Datum zu achten, denn allzu oft würden vordatierte Verträge vorgelegt. Diese sind unzulässig und es wäre besser, nichts zu unterschreiben. Zum Opferentschädigungsgesetz erfuhren die Zuhörer, dass ca. 60 - 70 Personen im Jahr, körperliche und posttraumatische Verletzungen durch vorsätzliche Gewalttaten erlitten.

Brigitte Steger - LFV-Ortsvorsitzende - bedankte sich bei den Referenten, die anschließend noch Fragen beantworteten.

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Der irische Südwesten – eine Reise ins Paradies …
Landschaften, Geschichte(n) und Kultur im südwestlichen Irland

                                                                                                     07. -12.10.2014

                                                                              Die Landfrauen vor dem Bethaus von Gallarus                                                          

Eine wunderschöne Reise in den Südwesten Irlands erlebten die Landfrauen des Zollernalbkreises. Auf dem Programm standen der Rock of Cashel, die sog.irische Akropolis, eine Bootsfahrt über die Seenplatte von Killarney. Auch die Dingle-Halbinsel wurde erkundet. Abenteuerlich war die Überfahrt per Fischerboot zur Atlantikinsel "Skellig Michael", einer Weltkulturerbstätte. Hier, auf dieser winzigen,einsamen und kargen Insel lebten einst Mönche in Bienenkorbhütten aus Stein. Ein Besuch auf einer Apple-Farm und der "Old Jameson Whiskey Distillery" mit anschließender Whiskey-Probe waren auch Höhepunkte der eindrucksvollen Bildungsreise. Den Abschluss bildete eine Stadtrundfahrt in Dublin.


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