„Zimt und Zucker“                                                                 25.11.2016


                                                                                     von Carola Gsell-Hodler
Betriebsbesichtigung bei Südzucker in Offenau und Besuch des Weihnachtsmarktes
in Bad Wimpfen

Zur Lehrfahrt " Zimt und Zucker",  luden die Landfrauen des Zollernalbkreises ein. Mit dem Bus ging es zu Südzucker nach Offenau und zum Weihnachtsmarkt nach Bad Wimpfen. Das riesige Gelände der Firma Südzucker beeindruckte die Landfrauen. Zuerst zeigte man den Frauen einen Film. Während der Kampagne von September bis Dezember/ Januar arbeitet die Fabrik ohne Unterbrechung im 24 Stunden Betrieb. Pro Tag werden circa 12500 Tonnen Rüben angeliefert und zu Dicksaft und Zucker verarbeitet. Ein Teil des täglich erzeugten Dicksaftes wird zwischengelagert und in seperaten Dicksaftkampagnen in den Monaten Mai und Juni des Folgejahres zu Weißzucker verarbeitet. Die gesamte Zuckerproduktion des Werkes in Offenau reicht aus, den Bedarf von knapp 6 Millionen Verbrauchern zu decken. In den zwei Zuckersilos des Werkes können insgesamt 70000 Tonnen  Zucker gelagert werden. Da die Zuckerrübe aus rund 75% Wasser besteht, werden so aus 7 kg Rüben, etwa 1kg Zucker. Die Energie kommt aus Heißdampferzeugern, die mit Erdgas, Heizöl und eigenem Biogas betrieben werden. Das Wasser aus den Zuckerrüben wird in der Fabrik in interne Kreisläufe geführt und z.B. als Waschwasser für die angelieferten Rüben verwendet. Das Schmutzwasser wird in einem eigenen Klärbecken gereinigt und der Jagst zugeführt. Ca. 200 Mitarbeiter, meist qualifizierte Facharbeiter sind im Werk Offenau beschäftigt. Den Landfrauen viel auf, wie wenige Mitarbeiter auf dem Gelände zu sehen waren.  Ohne die Zuckerrübenbauern, gäbe es keinen Zucker. DasEinzugsgebiet erstreckt sich von Tübingen im Süden, Wertheim/ Tauberbischofsheim im Norden und vom Rhein im Westen, bis vor Crailsheim im Osten. Nur beste Qualität wird angenommen, aus jedem anfahrenden Lastwagen werden Proben entnommen. Geerntet wird mit Vollerntern, die von Feld zu Feld fahren. Die Landfrauen waren sehr interessiert und stellten viele Fragen. Südzucker hat viele eigene Firmen, die von Fruchtzubereitung, Fruchsaftkonzentrate, tiefgekühlte Pizzen, bis Bioethanol im Angebot haben. Nach Abschluss der dreistündigen Führung, gab es noch einen Imbiss in der Kantine und für jede Landfrau ein Paket Glückszuckerwürfel.

Danach ging es auf den Altdeutschen Bad Wimpfener Weihnachtsmarkt. Die wunderschön, dekorierten Stände, die alten Fachwerkhäuser und die historischen Gässchen in der geschmückten Altstadt, luden zum bummeln ein. Der Glühwein war lecker und man war sich wiedereinmal einig, dass es ein schöner Tag mit den Landfrauen war. 

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Linsenanbau auf der Schwäbischen Alb - früher und heute     16.11.2016

                                                                                            von Manfred Steger
Wolfgang Pfister von Bio Pfister in Ringingen, informierte die Landfrauen über das Thema  professioneller Linsenanbau.

Linsen werden seit den Anfängen des Ackerbaus angebaut. Sie waren und  sind ein wichtiger Eiweißlieferant in der menschlichen Ernährung. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in
Deutschland noch 40.000 Hektar der Hülsenfrüchte angebaut. Dies hatte sich, bis zum Jahr 1900, mehr als halbiert. In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind in Deutschland praktisch gar keine Linsen mehr angebaut worden. Erst seit Mitte der 1980er Jahre gibt es, im Zuge der Biobewegung, wieder Versuche bei uns Linsen anzubauen. Trotz des jetzigen Anbaus wird etwa 98% des deutschen Bedarfs importiert, vor allem aus Kanada und der Türkei.

Der Anbau ist sehr gut geeignet auf Grenzertragsböden und auf trockenen Standorten. Allerdings brauchen Linsen eine Stützpflanze an der sie sich hochranken können, dafür sind Hafer, Gerste, Buchweizen und Senf möglich. Linsen und Stützpflanze werden zusammen mit einem Mähdrescher, mit speziellen Siebeinstellungen und einem Schneidetisch mit Rapsvorsatz, geerntet. Der Schnitt muss nah am Boden erfolgen. Das bedeutet aber eine langsame Fahrgeschwindigkeit und damit erhöhten Ernteaufwand.

Nach der Ernte auf dem Feld werden die Linsen und die Stützpflanzen getrennt und jede Pflanze verwertet. Die Linsen werden getrocknet und über mehrere Reinigungsgänge aufbereitet, verpackt und über verschiedene Vertriebswege, nicht zuletzt auch in Hofläden, vermarktet.

Die Nachfrage nach Biolinsen sei hoch berichtete der Referent. Beim Verbraucher sei ein Umdenken in Richtung Förderung der heimischen Landwirtschaft zu beobachten. Der Linsenanbau helfe mit zur Auflockerung der Fruchtfolge und sei ein Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger, bedankte sich bei Wolfgang Pfister für seinen interessanten Vortrag, bevor es mit dem Kaffeetrinken, zum gemütlichen Teil der Veranstaltung überging. 

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Milchzauber – gerührt, geschüttelt oder gemixt                        08.11.2016

                                                                                       von Regine Erb
Unter diesem Motto luden am 08.11.2016 die Kreislandfrauen zu einem sehr informativen
und abwechslungsreichen Vortrag in das Landjugendheim in Balingen ein.

Die zahlreichen interessierten Landfrauen, die der Einladung folgten,
erfuhren nicht nur in der Theorie die Vorzüge von Milch und Milchprodukten und das Milch
und Milchprodukte die beste Kalziumquelle zum Aufbau und Erhalt unserer Knochen ist,
sondern auch die verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten, Endprodukte, Ablauf der Verarbeitungsschritte, Kennzeichnung und Prüfung von Milch und Milchprodukten wurden vorgestellt.
Auf lockere Art und Weise, unterbrochen vom Genuss kleiner "Probiererle",gelang es der engagierten Referentin Frau Monika Schnez vom Milchwirtschaftlichen Verein
Baden-Württemberg e.V. Theorie und Praxis miteinander zu verschmelzen und keine
Langeweile aufkommen zu lassen.

Fazit: Milch ist in jedem Alter gesund und
Milchmischgetränke sind nicht nur etwas für Kinder sondern auch für Erwachsene.
Genuss auf gesunde Art im Sommer und Winter.

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Frühstückstreff: Top-Tipps für Energiesparendes Heizen           07.11.2016

Aaaaah statt brrrh                                                        von Carola Gsell-Hodler              
Wie heize ich clever und spare dabei Energie und Geld? Lohnt es sich eine alte Heizung auszutauschen? Wie man seine Heizung optimiert, erklärte Reiner Baumgärtner,
Geschäftsführer der Fa. Baumgärtner & Hirsch den interessierten Landfrauen des Zollernalbkreises. Das Frauenfrühstück stand unter dem Thema "Energiesparendes Heizen".
Die verschiedenen Heizungssysteme wie Öl-Gas-Holz Brennwerttechnik, Pelletheizung,
Solar, Wärmepumpe und wie wichtig ein Pufferspeicher ist, wurde kompetent erklärt.
Heutzutage erwartet man effiziente Heizungssysteme, die dazu sparsam sind,
komfortable Wärme und einen niedrigen Energieverbrauch haben.
Katharina Stauss überreichte noch ein kleines Geschenk und bedankte sich für den Vortrag.


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