Seminar für Kommunalpolitikerinnen

Rechte, Pflichten und Aufgaben von Ortschafts- Gemeinde- und Stadträtinnen.

Annette Riehle, selbst Ortschafts-und Stadträtin, stellte bei dem Seminar, des Landfrauenverbandes  Zollernalb, in der „Harmonie“ in Geislingen, den Verband kurz vor.

Schwerpunkte der Landfrauenarbeit sind die Qualifizierung und  Förderung von Frauen in beruflicher und persönlicher Hinsicht außerdem Frauen für das Ehrenamtes motivieren und die Förderung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bei der anschließenden Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass die meisten der anwesenden Damen erst seit diesem Jahr im Amt sind.

Danach ging Oliver Schmid, der Bürgermeister von Geislingen, kurz auf die Geschichte der „Harmonie“ ein, einem imposanten Gebäude, das nach gelungenem Umbau nun seit einem Jahr als Bürger-und Vereinsheim rege genutzt wird.

Kommunalrecht für Landfrauen im Gemeinde- und Ortschaftsrat

Mit Heinz Pflumm, dem früheren Leiter des Kommunalamtes und jetzigen Kreiskämmerer, hatten die Landfrauen einen sehr kompetenten Fachmann für dieses Thema gewonnen.

Bei den letzten Kommunalwahlen lag der Frauenanteil in den Gemeinde- und Ortschaftsräten bei knapp über 20%, im Kreistag bei 25%, insgesamt sind somit 222 Frauen in die entsprechenden Gremien im Zollernalbkreis gewählt.

Herr Pflumm ging in seinem Vortrag darauf ein welche Aufgaben die Gemeinden haben, z. B. freiwillige Aufgaben wie ein Schwimmbad oder eine Bücherei und welche sie übernehmen müssen z. B. Feuerwehr oder Standesamt.
Er erklärte außerdem welche Rechte und Pflichten der ehrenamtlich Tätige hat z.B. Verschwiegenheitspflicht, Befangenheit und Entschädigung.
Des Weiteren erläuterte er wie Gemeinderatssitzungen geregelt sind, angefangen von der Zusammensetzung des Gemeinderates, dessen Aufgaben über die Vorbereitung und Einberufung der Sitzungen.
Grundsätzlich sind Gemeinderatssitzungen öffentlich, es sei denn es sind berechtigte Interessen Einzelner oder das öffentliche Wohl beeinträchtigt.
Über die Sitzungsleitung, die Tagesordnung, Aussprache und Anträge bis hin zu der Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung und der Niederschrift  informierte Herr Pflumm und beantwortete alle Fragen der interessierten Teilnehmerinnen umfassend.

Deshalb waren sich zum Schluss alle einig, dass solche Seminare zu weiteren Themen geplant werden sollen.

 

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I R L A N D -Eine wunderbare Insel mit Seen, Moore, Meer und Klippen
                                                                                                  15.11.2014
 

                                                                                                              

Unter diesem Motto stand am Samstagabend die Veranstaltung der Landfrauen im ev. Gemeindezentrum in Truchtelfingen. Der Referent, Eckhard Ladner, Studien- und Programmleiter des Europäischen Bildungs- und Begegnungszentrums (EBZ) Irland, und die Musikband Booghk de Doo aus Bad Urach, stellten die grüne Insel im äußersten Westen Europas mittels Worten und Musik vor.

Schön, wie viele dem Ruf Irlands gefolgt waren. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, der Saal voll. Die Landfrauen verwöhnten ihre Gäste mit Irish Stew, Sandwiches, Whiskey (Wasser des Lebens) Irish Coffee, irischem Bier und viel guter Laune.

Von Dublin mit Bildern der berühmten bunten Dublin Doors, der Bücherei im Trinity College dem sogenannten  Long Room, über den berühmten Schriftsteller James Joyce alias JJ, der Vorstellung des Bloomsday am 16.6.  und auch der St. Patricks Cathedral mit seinem ehemaligen Dekan Jonathan Swift (er schrieb das Buch „Gullivers Reisen“), ging es weiter entlang der Ostküste in den Süden Irlands. Wir kamen zur „Akropolis von Irland“. Dem Rock of Cashel. Eine mächtige und wichtige Burg in der damaligen Zeit. Heute sind noch viele Mauern und die Kapelle zu besichtigen. Rundum ein gigantischer Blick in die Ferne.

Weiter Richtung Westen dann, in der Bantry Bucht, eine kleine mediterrane Insel, Garnish Island, bekannt auch durch die deutsche TV-Reihe, „Unsere Farm in Irland". Von einem amerikanischen Besitzer wunderbar bepflanzt mit Palmen und Gebäuden und einem italienischen Garten. Mittlerweile gehört die Insel dem Staat und ist ein beliebtes Ziel für Besucher. Weiter im Westen liegt das County Kerry, mit seinem Nationalpark, seinen Seen und dem bekannten Ring of Kerry mit beeindruckenden Klippen. Hier vorgelagert sind zwei Felseninseln. Die Skelligs. Die kleinere , bevölkert von einer Kolonie Basstölpel, die andere größere, Skellig Michael wurde im 7.JH von Mönchen bewohnt. Über 600 Stufen ohne Geländer gelangt man auf den Gipfel. Hier sind Steinhütten in Form von Bienenkörben in Trockenbauweise von den Mönchen errichtet worden. Sie beteten hier in der Einsamkeit, um Unheil von der Insel abzuhalten.

Die Trockenbauweise von Steinhütten sehen wir u.a. auch beim Gallarusbethaus auf der Dingle Halbinsel, das ca. 1300 Jahre alt ist und die Form eines umgekehrten Schiffes hat.  Erklärt bekommen wir auch den Aufbau der früheren Forts der Kelten zum Schutz vor Angreifern. Reste eines solchen sind auch in Kerry zu finden, das Staigue Fort. Ganz wichtige Monumente und Erkennungszeichen für Irland sind auch die Hochkreuze und hier vor allem die Bibelkreuze. Bei den letzteren wurden die Bibelszenen in den Stein gehauen um den Menschen die Bibelgeschichte näher zu bringen. Lesen und Schreiben konnten zu der Zeit nur die Mönche und priviligierte Menschen. Markant für Irland ist der Ring im Hochkreuz.

Ein Abend voller Irlandeindrücke und toller Musik (u.a. Whiskey in the Jar, The fields of Athenry, The Land of Green) ging zu Ende.
 

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Christoph 11: Führung in der Rettungshubschrauberstation

                                                                                                            08.11.2014

- schnelle Hilfe garantiert Fahrzeit zirka 50 Minuten - Flugzeit zirka 8-10 Minuten-

Die Landfrauen Zollernalb besuchten am Samstag den 08.11.2014 den in Villingen- Schwenningen am Stützpunkt der DRF stationierten Rettungshubschrauber Christoph 11. Enttäuschte Gesichter bei der Ankunft als der Platz an dem der Rettungshubschrauber normalerweise steht leer war. Es war wunderschönes Herbstwetter und Arbeiten rund um das Haus standen an und da im Haushalt die meisten Unfälle passieren, war der Rettungshubschrauber wohl im Einsatz. Am Vorplatz des gegenüberliegenden Schwarzwald-Baar-Klinikums wurde auf die restlichen Landfrauen gewartet, als man von weitem die Rotoren des Hubschraubers wahrnehmen konnte und tatsächlich er flog ein. Aus der Entfernung konnte man beobachten wie ein Patient auf einer Trage aus dem Heck des Rettungshubschraubers ausgeladen wurde und auf einem Wagen direkt durch einen Tunnel in die gegenüberliegende Notaufnahme gebracht wurde. Als die Crew bestehend aus einem Piloten, einem Rettungsassistenten und einer Notärztin wieder zurück waren und den Rettungshubschrauber für den nächsten Einsatz startklar gemacht hatten begann die Besichtigung. Dabei erfuhren die Landfrauen, dass dieser Rettungshubschrauber durchschnittlich etwa 5 Einsätze pro Tag, oder auf das Jahr gerechnet etwa 1600 Einsätze zu bewältigen hat. Der Pilot gab zur Auskunft, dass der Preis von einem Rettungshubschrauber bei ca. 4 Millionen Euro liegt. Ca. 500.000,00 Euro kostet allein die Ausstattung, hier war von einer kleineren Intensivstation die Rede, welche sich im Hubschrauber befindet. Wenn man allerdings bedenkt, dass dieses Rettungsmittel eine enorme Zeitersparnis ist und schnelle Hilfe garantiert, ist es notwendig dieses Geld zu investieren. Ein Beispiel der Zeitersparnis ist, dass manche Landfrauen von Rangendingen aus etwa 50 Minuten Fahrzeit hatten, der Rettungshubschrauber fliegt diese Strecke in 8 bis 10 Minuten (inklusiv Startzeit). Von der Notärztin wurden viele Ausrüstungsgegenstände erläutert und gezeigt, die ein oder andere Landfrau durfte sogar im Hubschrauber auf dem Sitz der Notärztin Platz nehmen. Nach etwa einer Stunde waren die meisten Fragen geklärt, die Dämmerung setzte ein und somit auch der Feierabend für die Crew, die nur tagsüber fliegen darf. Hier gelten verschiedene Zeitregeln, die je nach Jahreszeit und Witterung variieren. Die Landfrauen bedankten sich bei der Crew mit einem kleinen Vesperkorb und machten sich auf den Nachhauseweg, mit der Gewissheit schnelle Hilfe auch auf dem Land zu bekommen.

 

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Medikamente im Alter - was muss beachtet werden?

                                                                                                    04.11.2014

Hechingen-Boll

Auf großes Interesse stieß die Info-Veranstaltung „Medikamente im Alter - was muss beachtet werden“, die der LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthaus „Kaiser“ abhielt. Über 80 Personen konnte Brigitte Steger - LFV-Ortsvorsitzende - dazu begrüßen. Der Referent Dr. Werner Hageloch war für viele Zuhörerinnen kein Fremder, arbeitete er doch viele Jahre im Hechinger Krankenhaus in der Inneren Abteilung. Heute ist er Chefarzt der Rehabilitationsklinik in Bad Sebastiansweiler.

Zu Beginn seines Referates gab er vergnüglich zu verstehen, dass er die Anwesenden enttäuschen müsste, dass er ihnen keine Tabletten zum Älterwerden wüsste. Obwohl „Anti-Aging-Produkte“ in vielerlei Varianten angeboten würden, müsste man ganz einfach verstehen, dass man nicht jung bleibt. Mit dem Älterwerden ließen sich  Krankheiten und verschiedene „Zipperlein“ nicht vermeiden. Dann müssten Medikamente eingenommen werden. Der Arzt berichtete, dass es  in der BRD circa 46000 zugelassene Präparate gäbe. Meist würden die Untersuchungen zur Wirksamkeit an Personen unter 60 Jahren durchgeführt. Sind sie dann auch für Ältere gut? Der Referent gab zu verstehen, dass dies für den Arzt und den Patient fraglich wäre. Zu den Nebenwirkungen stellte er fest, dass sie im Alter anders und häufiger auftreten würden. Diese möglichen Nebenwirkungen wären im „fachchinesischen“ Beipackzettel zwar aufgelistet, aber die wenigsten Menschen würden sie lesen. Bei auftretenden Beschwerden sollte Kontakt mit dem Arzt aufgenommen werden, der das Medikament verschrieben hat. Auch Wechselwirkungen bei der Einnahme von mehreren Arzneimitteln ließen sich ausmachen. Vielfach wüsste der Arzt nicht, was der Patient alles einnähme.  Sehr sinnvoll wäre es aus diesem Grund, wenn der Patient eine Liste seiner Präparate anfertige. Erstaunt zeigten sich die Besucherinnen, als Dr. Hageloch die Zahl der Medikamente nannte, die ein 75-jähriger Mensch durchschnittlich in der BRD einnimmt. 2007 waren es 6,4 und aktuell 9,1. Immer mehr Krankheiten würden mit mehr Präparaten behandelt. An einem alltäglichen Verordnungsbeispiel mit mehreren Medikamenten, erklärte der Arzt die gesundheitlichen Folgen. Überlegungen, ob man etwas von der Menge weglassen könnte -  auch versuchsweise - sollten stattfinden. „Je mehr Medikamente, umso mehr Fehler können auftreten“, stellte Dr. Hageloch fest. Diese würden bei den über 60-Jährigen 60 Prozent betragen. Die anderen 40 Prozent wären möglicherweise gefährlich für die Patienten. Billigprodukte mit unterschiedlichen Dosisangaben und Namen bereiteten auch immer öfters Probleme, weil der Nachweis der Gleichwertigkeit fehle. Auf ein Präparat kämen 10 identische. Weil die Apotheken das preisgünstigste abgeben müssen, könnte es auch dazu kommen, dass der Patient von einem Medikament dreierlei Verpackungen in seinem Schrank stehen hätte.  Verwirrung und Verwechslungen wären möglich. „Selbstgekaufte Medikamente sind nicht harmlos“, betonte Dr. Hagelloch. Dazu zählten auch pflanzliche. Bei homöopathischen käme es auf die Verdünnung an. Ansonsten wären sie relativ problemarm. Weitere aufklärende Themenpunkte waren: altersbedingte Ursachen, Arzneiverpackungen und Behältnisse, Darreichungsform, sowie die altersgerechte medikamentöse Behandlung.

Nach der Infoveranstaltung beantwortete der Chefarzt noch zahlreiche Fragen.

 


 


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