Lehrfahrt in die Fauststadt Knittlingen                      29.05.2017

                                                                                                von Manfred Steger
Gut gelaunt stiegen die Landfrauen und die Frauen vom „Treffpunkt Frauen“, bei, fast idealem, aber etwas zu heißem Wetter, in den Bus, der sie zuerst nach Knittlingen bringen sollte, ein.

Zunächst wurde das Faustmuseum besucht. Hier wird das Leben des historischen Dr. Faust, der in Knittlingen geboren worden sein soll, gezeigt. Auch die zahlreichen Bearbeitungen seines Lebens in der Literatur, vom Volksbuch, dem Puppenspiel über Goethes Faust, bis zu Bearbeitungen des Fauststoffes in neuerer Zeit, etwa „Mephisto“ von Klaus Mann und „Dr. Faustus“ von seinem Vater Thomas Mann, sind im Museum thematisiert. Danach wurde die Gruppe schon erwartet, um im Steinhaus, eine Ausstellung mit Egli Figuren über Stationen im Leben von Martin Luther zu sehen. Beeindruckend waren die Vielzahl der aufgebauten Szenen aus dem Leben Luthers. Jeder konnte sich, mit dem, gleich am Eingang überreichten Audioguide, über dargestellte Sachverhalte informieren. Auch boten Texttafeln Informationen an, die mitunter provokativ kurz zusammengefasst wurden, wie z. B. im Zusammenhang mit der Bibelübersetzung und dem Buchdruck: „Lesen gefährdet die Dummheit“. Im nebenan gelegenen Faustarchiv konnte eine Ausstellung von Bibeln aus sieben Jahrhunderten besichtigt werden. Hier war auch noch eine kleine Ausstellung über Martin Luther zu sehen, dieses Mal mit Playmobilfiguren.

Nach so viel geistiger Nahrung, war es Zeit, zum Mittagessen zu fahren, und zwar nach Sachsenheim – Ochsenbach, auf einen Bauernhof. Das Buffet war reichlich, mit gutem Essen, bestückt. Alle haben es genossen. Nach dem Essen hat die Chefin den Betrieb ihrer Familie, bei einem Hofrundgang, vorgestellt. Neben der Besenwirtschaft, in der auch Feste gefeiert werden können, sind im Gelände auch verschiedene Stationen, wie ein umgebauter Bauwagen oder eine „Burg“ aus großen Strohballen für Feste mit Kindern vorhanden. Es gibt Fremdenzimmer und Weinbau wird betrieben. Ein wichtiger Zweig sind die Pferde des „Schülke-Hofes“. Neben der Möglichkeit, sein eigenes Pferd einzustellen, wird auch therapeutischer Reitunterricht geboten, für den sogar eine Reithalle zur Verfügung steht.

Die nächste Station war das Kaffeemühlenmuseum in Wiernsheim. Zunächst wurde Kaffee und Kuchen genossen. Danach gab es eine Führung durch die Ausstellung, die in einem umgebauten ehemaligen Pfarrhaus untergebracht ist. Über 1000 Kaffeemühlen, aus allen Zeiten und Regionen der Welt, gab es zu bestaunen. Verblüffend, welche unterschiedlichen Formen für Geräte entwickelt wurden, die doch alle nur einem Zweck dienen, Kaffeebohnen zu mahlen.

Verschwitzt, aber zufrieden kam die muntere Schar wieder in Hechingen an.

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Wissenswertes rund um den grünen Spargel                   25.05.2017

                                                                              von Carola Gsell-Hodler
Spargel und Sonne satt bei den Landfrauen
Wissenswertes rund um den grünen Spargel erfuhren die Landfrauen des Zollernalbkreises, bei einer Führung über die Felder der Familie Steimle in Dormettingen. Ulrich Steimle erklärte ausführlich, über den Anbau und beantwortete alle Fragen rund um die edlen Stangen. Jetzt ist Erntezeit des leckeren Gemüses und auf dem Lindenhof ist Hochsaison. Trotzdem nahm sich Karin Steimle, selbst Landfrau, die Zeit, um zusammen mit ihrer Familie und Freunden, ein leckeres Spargelmenü zu kochen. Selbst im Eis war Spargel. Bei Kaffee und Kuchen saßen die Landfrauen noch lange zusammen und freuten sich über diesen schönen "Vatertag".

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Autofahren im Alter                                                                    17.05.2017

                                                                                           von Manfred Steger
Groß war das Interesse am Vortrag von Dr. med. Ingo Pufke und von Jochen Baur von der Fahrschule „Wieder sicher fahren“, den die Landfrauen angeboten haben.

Leider hört man immer wieder  von leichten und schweren Unfällen, die von älteren Fahrerinnen oder Fahrern verschuldet werden. Deshalb gibt es auch bei uns die Diskussion um verpflichtende Untersuchungen für Menschen ab einem bestimmten Alter. Dr. Pufke betonte gleich zu Beginn, dass es das in Deutschland nicht gäbe, wohl aber in einigen Nachbarländern. So sind etwa in der Schweiz und in Frankreich, ab dem 70. Lebensjahr, jährliche Kontrollen vorgeschrieben. Bei uns wird die Fahrerlaubnis „auf Lebenszeit“ ausgestellt. Wenn sich aber Verkehrsverstöße häufen, dann können die Behörden durchaus den Führerschein entziehen bzw. eine ärztliche Untersuchung anordnen.

Dr. Pufke zählte in der Folge Krankheiten auf, bei deren Vorliegen das weitere Fahren mit dem Auto problematisch werden kann. Er wies darauf hin, dass bei leichten Formen oder in Fällen, in denen die Krankheit, durch Medikamente, gut eingestellt ist, weiterhin gefahren werden darf. Wenn z.B. bei einem Diabetes mellitus, durch die medikamentöse Behandlung, keine schwerwiegenden Stoffwechselentgleisungen (Unterzucker) drohen, ist weiterhin Autofahren möglich.

Kein Arzt ist verpflichtet der Polizei eine Krankheit zu melden. Dies würde gegen seine Schweigepflicht verstoßen. Dr. Pufke appellierte an den gesunden Menschenverstand: Sich nicht überfordern, gegebenenfalls nur bekannte Strecken fahren, Nachtfahrten vermeiden, für längere Strecken, Bus oder Bahn benutzen, sich regelmäßig untersuchen zu lassen und seinen Hausarzt um Rat fragen.

Die Fahrtüchtigkeit ist keine Frage des Alters, sondern eine der gesundheitlichen Einschränkungen, die in jedem Alter auftreten können. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten körperlicher Einschränkungen mit fortschreitendem Alter immer größer.

An dieser Stelle übernahmen Fahrlehrer Jochen Baur und sein Vater Friedrich Baur den Vortrag. Sie betonten, dass man im Alter Verkehrsituationen oft nicht mehr schnell genug richtig einschätzen könne. Dies könne man mit einem „FahrKometenz-Check“ feststellen und gegebenenfalls mit „FahrCoaching“ trainieren. Sie sprachen sich dafür aus, ähnlich wie das Fahrzeug regelmäßig zum TÜV muss, auch die Fahrerin oder den  Fahrer regelmäßig einem Test zu unterziehen.

Die Ortsvorsitzende der Hechinger Landfrauen, Brigitte Steger, bedankte sich bei den Referenten für ihre interessanten und fachkundigen Vorträge.


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