Familien-Fahrradtour 2014

                                                                                                     29.05.2014

 

Zollernalbkreis

Von Burladingen bis Hettingen und zurück durch das schöne Lauchert- und Fehlatal führte die zweite Familien-Fahrradtour, die der LandFrauenverband Zollernalb für alle Radlfans anbot. Bis Ringingen musste kräftiger in die Pedale getreten werden. Nach dem Anstieg ging es für die Fahrer wieder abwärts durch die abwechslungsreiche Alblandschaft nach Stetten u. H. . In der Nähe des Dorfangers wurde bei einer Widderanlage (frühere Wasserversorgung)  Halt gemacht. Die Radfahrer wurden von Hans Locher erwartet, der auch ein Initiator für die Erhaltung der Anlage ist. Er erklärte deren Funktionsweise, bei der eine hydraulische Pumpe das Wasser in einen Hochbehälter pumpt. Bei der Besichtigung traf der Ortsvorsteher auf ein verständiges Publikum, denn einer der Männer hatte bereits vor vierzig Jahren auf seinem Lehrbetrieb in Oberschwaben sogar noch mit einer Widderanlage gearbeitet. Bei der interessanten Führung erfuhren die Besucher auch, dass bis heute,  die Burg Hohenzollern ausschließlich von einer Widderanlage mit Wasser versorgt wird. Nach den Informationen führte der Radweg am Mägerkinger See vorbei bis Bronnen, wo eine erste Vesperpause eingelegt wurde. Einen weiteren Halt gab es in Hettingen. Auf der Rückfahrt konnte die herrliche Landschaft um Gammertingen, Neufra, Gauselfingen bis Burladingen genossen werden.

 


 

Sich durch ein langes Leben beißen: Zahnpflege - und Probleme

                                                                                                     20.05.2014

 

Hechingen-Boll

Ein schönes, gepflegtes Gebiss mit weißen Zähnen gehört heutzutage zum selbstverständlichen Anspruch an das eigene Erscheinungsbild. Wie man sich diese erhält, konnte bei der Infoveranstaltung „Sich durch ein langes Leben beißen: Zahnpflege- und Probleme“ mit Zahnärztin Dr. Barbara Vees-Höflsauer aus Hechingen im Landgasthaus „Kaiser“ beim LandFrauenverband Zollernalb in Erfahrung gebracht werden.

Der Vortrag mit verschiedenem Bildmaterial zeigte zuerst, wie sich die Zahngeschichte im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Besonders an einem Bild von Albrecht Dürer, der seine Mutter Barbara 1514 im Alter von 63 Jahren ohne Zähne porträtierte, zeigte sich dies ausdrucksvoll. Das Fehlen der Zähne vermittelte einen insgesamt eingefallenen Gesichtsausdruck. Dr. Vees-Höflsauer gab zu bedenken, dass die Mangelernährung damals eine große Rolle spielte. Als Vergleich zu heute präsentierte Dr. Höflsauer das Foto der 67-jährigen Filmschauspielerin Susan Sarandon mit einem strahlenden Lächeln.

Das Referat gab Auskunft, wie uns die Zähne im Leben begleiten. Bei der Geburt noch zahnlos, aber mit Zahnkeimen für bleibende Zähne bereits angelegt. Danach zeigen sich  Milchzähne, die mit zwei Jahren zu einem vollen Milchgebiss ausgebildet sind. Es folgt der Zahnwechsel und die Spuren des Lebens zeichnen sich ab, „durch das man sich gewissermaßen beißt“. War die Farbe des Zahnschmelzes in jungen Jahren noch weiß, verfärbt er sich nun leicht dunkler. Besondere Arten des Lebensmittelgenuss ließen sich erkennen. Das Referat zeigte den Aufbau eines Zahnes und die Problematik bei Karies, die bereits im jugendlichen Alter beginnt. Von der Kaufläche breitet sich die Zahnkaries aus und verläuft besonders heimtückisch in den Zwischenräumen, weil dort die Zahnbürste nicht hinkommt. Bei den schematisch vorgestellten Erkrankungen, erfuhren die Zuhörer welche Auswirkungen der Zahnbelag (Plaque) hat. Es kommt zu Parodonditis, bei der ein aktiver Prozess des Faseraufbruchs stattfindet. Weil die Zahnwurzeloberfläche frei liegt, kann es zu Konkrementen (harte, dunkle Ablagerungen) kommen, die eine chronische Entzündung zur Folge hat. Dr. Vees-Höflsauer empfahl für die Zahn- und Mundpflege die manuelle Reinigung. Sie wäre immer die beste Wahl und könnte mit einer weichen oder mittelharten Zahnbürste mit kleinem Bürsten-Kopf ausgeführt werden. Hiermit ließen sich auch einzelne Zähne gut reinigen. Die Borstenreihen-Anzahl wäre nicht entscheidend. Auch für die zweiten Zähne wären Zahnbürste und Zahnpasta ratsam. 53 Prozent der Deutschen putzten ihre Zahnzwischenräume nicht, obwohl es dafür Interdentalbürstchen und Zahnseide gäbe. Wer seine Zähne richtig säubere und die Kontrolle durch den Zahnarzt nicht vergesse, könnte sie bis ins hohe Alter erhalten.

Nach dem Vortrag beantwortete Dr. Barbara Vees-Höflsauer noch zahlreiche Fragen zum Thema. Brigitte Steger (Hechinger LFV-Ortsvorsitzende)  bedankte sich abschließend bei der Referentin und ihrem Sohn Sebastian, der für die Technik zuständig war.

 


 

Grüne Kraft: Wilde Frühlingskräuter im Schnittlauchtäle

                                                                                                     17.05.2014

 

Burladingen-Ringingen

Was Kräuterfachfrau Frida Baisch, ein „Urgestein aus Erpfingen“ - (wie sich selbst bezeichnet)- von ihren Vorfahren an Kräuterwissen überliefert bekam, gibt sie gerne an Interessierte weiter. Nach ihren erfolgreichen Kräuterführungen beim LandFrauenverband Zollernalb im Jahre 2013 im Bereich Burladingen, vermittelt sie auch diesjährig bei Wanderungen allerlei Wissenswertes über verschiedene Kräuterpflanzen am Wiesen-, Feld-, und Waldesrand.

Die erste LFV-Kräuterwanderung  2014  unter dem Motto: „Grüne Kraft: Wilde Frühlingskräuter im Schnittlauchtäle“ startete ab der Ringinger Biogasanlage Dieter. Auf der mehrstündigen Strecke erklärte Frida Baisch, wie essbare Wildpflanzen zubereitet werden und sich die Kraft der „gesunden Kräutlein“ für das Wohlbefinden oder zur Gesundung auswirken. Die vielseitige Kräuterwelt am Rande der Albhochfläche hält aber auch Kräuter parat, die man nicht verwechseln sollte. So z. B. den Bärlauch mit dem Maiglöckchen, dessen Pflanzenteile giftig sind. Frida Baisch wies beim Bärlauch darauf hin, dass auch die Blüten gegessen werden können. Aus dem  Gundermann (Gundelrebe, oder schwäbisch: „Rotzkächele) ließe sich Tee für Halsbeschwerden herstellen und die Vogelmiere eigne sich zu einer wertvollen Suppe oder Pesto. Bei der Verarbeitung des Wiesenbärenklaus sollten nur die glänzenden Blätter verwendet werden. Wer unter Darmstörungen leide, könne einen Tee aus weißen Taubnesseln machen. Gelbe Taubnesseln dagegen, linderten Nieren- und Blasen-Probleme. Rotklee sollte in seiner Urform nur von der Wiese gesammelt werden. Die beste Sammelzeit dafür wäre das Frühjahr. Aus Breitwegerich macht Frida Baisch Spinat und empfiehlt  bei Darmträgheit den enthaltenen Flohsamen, der zusammen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden sollte. Auch zur Hustensaft-Herstellung wäre er empfehlenswert. Für alle Tees gelte: die Kräuter nicht waschen, nur abschütteln und trocknen. Die Sammelzeit wäre variabel. Auch sollte der gleiche Tee nie länger als drei Wochen getrunken werden. Tee wäre Arznei, und auch so zu behandeln. Im Schnittlauchtäle überraschte die Vielzahl der lauchartigen Pflanze. Daneben gesellten sich Mädesüß, Bachrollen und Sauerampfer. Für die Vermehrung des Schnittlauchs hatte die Kräuterexpertin den Tipp: die reife Pflanze mit der ganzen Blüte, wenn sie fast aufgeht,  ca. drei bis fünf Zentimeter in die Erde zu stecken. Sie sät sich so selber weiter. Außerdem ließen sich aus Schnittlauch schöne „Körble“ anfertigen, die dann als Dekoration die Speisen verzieren. „Das Auge isst schließlich mit“, gab Frida Baisch zu verstehen. Genauso einfach ginge es mit Petersilie. Im Herbst einfach ein paar Stängel davon auf die Erde legen und im Frühjahr könne man das „grüne Wunder“ erleben. Nach der Wanderung lud die Referentin zu Kräuterkostproben ein. Die Wanderer ließen sich kleingeschnittene Frühlings-Wiesenkräuter auf selbstgebackenem Brot mit Butter und „Erpfinger-Salz“ bestreut, sowie einen aromatischen Kräutertee munden. Annette Riehle bedankte sich bei Frida Baisch für die informative Führung und verwies darauf, dass die nächste Kräuterwanderung am 12.07.14 stattfindet.


Aktuell   Kontakt   Sitemap   Impressum   Datenschutzerklärung  
(c) 2013 - 2018 KreislandFrauenverband Zollernalb e.V. - Alle Rechte vorbehalten .