Lehrfahrt nach Stuttgart

Blick hinter die Kulissen des Deutschen Wetterdienstes

                                                                                                     29.05.2013

 

Zollernalbkreis

Wetter und Klima beeinflussen alle Bereiche unseres Lebens. Mehr über die Meteorologie konnte bei einer Lehrfahrt des LandFrauenverband Zollernalb, die zum Deutschen Wetterdienst nach Stuttgart führte, in Erfahrung gebracht werden. Mit einem Oldtimerbus ging es auf den Schnarrenberg. Den Blick hinter die Kulissen gewährten Uwe Schickedanz und Michael Gutwein. Ausführliche Erläuterungen zu Wetterlagen, Luftdruck, Strömungsverlauf, Klimadaten, Messwerte, allgemeinen Wettergefahren - auch im regionalen Bereich - und die Klimaauswirkungen auf die Landwirtschaft bezogen, zeigten die vielseitigen Aufgabenbereiche des meteorologischen Dienstes. Auf dem Mess-Feld konnten die Teilnehmerinnen hautnah den Aufstieg eines Wetterballons verfolgen.

 


Alles was Recht ist - Humor in der Rechtsprechung    

                                                                                            28.05.2013

Hechingen-Boll

Wer glaubt, Gerichtsurteile sind immer ernst, der irrt. Normalerweise geht man davon aus, dass Recht und Humor nicht zusammenpassen würden, aber beim LandFrauenverband Zollernalb wurde man eines Besseren belehrt.

Brigitte Steger, LFV-Ortsvorsitzende von Hechingen hatte für den  amüsanten und informativen Vortrag „Alles was Recht ist - Humor in der Rechtsprechung“  Herrn Dr. Joachim Müller ins Landgasthaus „Kaiser“ eingeladen. Der Referent des Justizministeriums in Stuttgart und Richter am Landgericht verstand es hervorragend, mit Fallbeispielen den Paragraphendschungel zu lichten und skurrile Begebenheiten zu erläutern. Kopfschütteln und Schmunzeln der Zuhörer lösten sich dabei ab. Der Referent sagte zu Beginn,  dass bei  Erhalt eines Schreibens einer Rechtsprechenden Behörde, für viele Menschen  der sprichwörtliche Spaß aufhören würde. Das liege an der juristischen Ausdrucksweise, die sich vielfach unverständlich gäbe. Die Juristen wiederum müssten sich mit Legaldefinitionen beschäftigen, deren Rechtsvorschrift zu „unfreiwilligem Humor“ führe. Hier ließe sich festmachen, dass dem Recht der Humor nicht verloren gegangen wäre. Kuriose Urteile im Arbeits- und Reiserecht, juristische Stilblüten  und Paragraphenbeispiele vermittelten die Unzulänglichkeiten im Alltag. Im Themenabschnitt Recht und Irrtum wurde das gängige  „juristische Halbwissen“  mit  Beispielen aus dem Straf- und Straßenrecht widerlegt.

Brigitte Steger bedankte sich bei Dr. Müller für den unterhaltsamen Vortrag.
 



Der Bewegungsapparat - Das Gerüst von unserem Körper

Mit Wahlen für die neue Region Rangendingen                          23.05.2013

 

Rangendingen

Der LandFrauenverband im  Zollernalbkreis hat eine neue Ortsregion. Rangendingen ist der zehnte Bereich im Kreis. Im Gasthaus „Rössle“ fanden hierzu die Wahlen für die Vertrauensfrauen statt. Adelheid Kalbacher vom LFV-Vorstandsteam leitete die Wahlen. Einstimmig wurden von den LFV-Mitgliedern Heidrun Wannenmacher zur Ortsvorsitzenden und Maja Raisch als Stellvertreterin für die Region gewählt.

Nach den Abstimmungen referierte Dr. Peter Rojek von Berg, Facharzt für physikalische Therapie und Rehabilitationsmaßnahmen von der Sana-Klinik Zollernalb zum Thema „Der Bewegungsapparat - das Gerüst von unserem Körper“. Der Arzt erläuterte zu Beginn die Ursachen von Rückenschmerzen. Durch akuten Bewegungsmangel würden ausgeprägte Defizite entstehen.  Besonders bei jüngeren Menschen ließe sich diese Problematik beobachten. Ohne körperliche Anstrengung sitze man vor dem Computer. Heute lässt man „hüpfen“, so der Arzt. PC-Spiele würden bequem vom Stuhl aus gespielt. Außer Acht gelassen würde, dass der Mensch genauso konstruiert ist, wie vor 2000 Jahren. Etwa 70 Prozent der Deutschen kennt Rückschmerzen. Sie leiden gelegentlich oder täglich daran. In den letzten 8 Jahren ist die Zahl der Betroffenen um 30 Prozent gestiegen. Die Krankheit schlägt sich auch in den Zahlen der Arbeitsunfähigkeit (20 Prozent) und Frühberentungen (18 Prozent) nieder. Dr. von Berg stellte anschließend die Anatomie der Wirbelsäule vor. Bandscheiben, Nervenkanäle, Dornvorsätze und Facettengelenke wurden von ihm ausführlich erläutert. Für die Beurteilung der Wirbelsäule könnten sowohl Röntgenbilder als auch die Schmerzaussage des Patienten zur Etagendiagnostik hilfreich sein. Bandscheibenvorfall, Bandscheibenvorwölbung und Körperhaltung waren weitere Hauptteile des Referates. Wichtigster Ansatz zur Verbesserung der Schmerz-Problematik wäre, aus der Passivität zu kommen. Wer täglich eine halbe Stunde für die körperliche Ertüchtigung aufbringen würde, könnte dem Anspruch auf eine gesunde Lebensweise gerecht werden. Als Möglichkeit bieten sich isometrische Übungen an, bei denen entgegengesetzte Muskeln angesprochen werden und zu einer An- und Entspannung führen. 90 Prozent der unspezifischen Rückenschmerzen würden innerhalb von 6 Wochen mit und ohne Therapie wieder vergehen. Zum Korrigieren sollte man seinen Körper, so der Referent,  aber auch gut kennenlernen. Operationen würden nichts bringen, wenn der Betroffene danach sein bisheriges, passives Leben weiter führe. Wer den Rückenschmerz wieder loswerden möchte, für den kämen medikamentöse Behandlungen, Spritzen, Physiotherapie, Motivation zum eigenen Sportverhalten, Krankengymnastik, Rehabilitation (ambulant, stationär, geriatrisch) in Betracht.

Dr. von Berg beantwortete anschließend noch zahlreiche Fragen.

Für den informativen Vortrag bedankte sich Heidrun Wannenmacher beim Referenten mit einem kleinen Geschenk.

 


Kräuterwanderung

Wir erkunden die Kräuter und Heilpflanzen unserer Heimat    
                                                                                           
              18.05.2013
Burladingen-Stetten u.H.

Altbewährte, natürliche Hausmittel gegen allerlei Unpässlichkeiten des täglichen Lebens sind gefragter denn je. Unter dem Motto „Wir erkunden die Kräuter und Heilpflanzen unserer Heimat“ hatte der LandFrauenverband Zollernalb in der Region Burladingen zu einer Kräuterwanderung eingeladen. Bei bestem Frühlingswetter begaben sich viele Teilnehmer ab der Festhalle in Stetten u.H. mit der Kräuterexpertin Frida Baisch aus Erpfingen auf den Weg. Am Wiesenrand des Dorfangers konnten beim genauen Hinsehen, die ersten kleinen Kräutlein erkannt werden. Nur wer mit offenen Augen durch die Natur geht, kann diese Schätze nutzen, so die Kräuterfachfrau. Beeindruckend war auch ihr Wissen zu einer Aronstab-Pflanze. Sie öffnete die Blätter der giftigen Pflanze und erläuterte den obersten Teil des sichtbaren Kolbens. Er galt früher als Erntevoraussage für Getreide, Obst, Kartoffeln, Öhmd und Heu. Ein paar Schritte weiter konnte die kaliumreichste Pflanze Deutschlands, der Giersch, in Augenschein genommen werden. Er kann als Gemüse zubereitet werden. Ob weißblühender  Waldmeister am Waldrand, Vergissmeinnicht oder Veilchen, auch dafür gab es reichlich Tipps für deren Verwendung. Als wahren Leckerbissen empfahl Frida Baisch den Gundermann (Gundelrebe usw.) der fast überall zu finden ist. Er wäre z. B. im Schwäbischen  Oberland fester Bestandteil in jeder Gründonnerstagssuppe. Das Wildkraut wirkt schleimlösend, entzündungshemmend und stoffwechselfördernd. Außer Tee lässt sich auch ein Öl daraus gewinnen. Für Allergiker allerdings ist diese Pflanze nur bedingt empfehlenswert. Der zweistündige Rundweg mit der Kräuterexpertin zeigte die Vielfalt der heimischen Kräuter und Pflanzen  (Brennnesseln, Rotklee, Spitzwegerich, weißes Labkraut, Sauerampfer, Wirbeldost, Pimpinelle, Schafgarbe, Fingerkraut, Kratzbeere, Günsel, Ehrenpreis, Bingelkraut, Gänsekresse, Vogelmiere). Sie eignen sich zur Herstellung für Tees, Salate, Gemüse, Öle, Liköre, „Gsälz“, Honig und Gelee. Bei LFV-Mitglied Magdalena Schäfer konnten anschließend frische Kräuter und Kräutersalz  auf selbstgebackenem Brot und Kräutertee genossen werden.

Wer ein weiteres Mal - oder erstmalig - mit Frida Baisch den Kräutergarten der Natur erkunden möchte, für den bietet der LandFrauenverband Zollernalb am 05. Juli und am 12. September zwei jahreszeitlich entsprechende Veranstaltungen an.
 


Fotoworkshops - Gute Fotos leicht gemacht

Digitale Spiegelreflexkamera - Digicam   

                                                                              10./11. 05.  und 17.05.2013

Balingen

Mit drei Foto-Workshops bot der LandFrauenverband Zollernalb Fotofreunden die Möglichkeit, ihre Fotokünste zu verbessern. Zwei davon fanden im Balinger Landjugendheim am Heuberg statt. Als erstes konnten sich die Besitzer von Digitalen Spiegelreflexkameras  von der Fotografin Jill Carstens aus Sonnenbühl über die richtige Handhabung ihrer Kameras unterrichten lassen. Die Kursleiterin stellte im Theorieteil die Programmfunktionen, das Objektiv, die Belichtungszeit, Blende, Schärfentiefe und die ISO-Empfindlichkeit vor. Im Praxisteil, der sowohl in geschlossenem Raum und im Freien stattfand, bat die Fotografin den Automatikmodus völlig außer Acht zu lassen. So lernten die Teilnehmer, wie sich manuell fokussierte Fotoaufnahmen machen lassen. Dazu gehörten neben Portraitfotos auch Landschaftsbilder.

Im „Digicam-Workshop“ ging Jill Carstens zuerst auf die Grundlagen der Fotografie ein. Es folgten auch hier die Kamera-Programmfunktionen. Etwas Fingerspitzgefühl verlangten die anschließenden Nahaufnahmen im Makromodus. Kleine Motive  effektvoll und scharf in Szene zu setzen, erforderte mehrmaliges Üben. Dasselbe galt auch bei Portraitaufnahmen. Aber mit Hilfe der Fotografin wurden auch diese Hürden  genommen. Weil sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, gab es nur wenige Möglichkeiten, im Freien Fotoaufnahmen zu machen. Am Schluss jedes Fotokurses fand eine Bildbesprechung statt. Die Tipps der Fotografin zur Digitalfotografie konnten abschließend „schwarz/weiß“- notiert als Erinnerung an lehrreiche Stunden mitgenommen werden.


 


Familien-Fahrradtour 2013

                                                                                             09.05.2013

 

Zollernalbkreis

An Christi Himmelfahrt hatte der LandFrauenverband Zollernalb zu einer ersten Landfrauen-Familien-Fahrradtour eingeladen und die Resonanz war groß. Los ging es in Burladingen beim Trigema-Testgeschäft. Vom Ortseingang führte die Strecke nach Ringingen. Nur hier hieß es kräftig in die Pedale zu treten. Als der stetige Anstieg gemeistert war, konnte die abwärts führende Fahrt durch die schöne Frühlingslandschaft  genossen werden. Gelegentliche Foto-Stopps wurden eingelegt. Bei Marlies Freudemann in Stetten unter Holstein fand die erste größere Pause statt. Die LFV-Vertrauensfrau der Region Burladingen lud die Fahrradfahrer zu Kaffee, Kuchen und Getränken ein. Danach radelten die Teilnehmer weiter durch das schöne Laucherttal, vorbei am Mägerkinger See bis Bronnen, wo eine kleiner Halt gemacht wurde. Die weitere Tour führte über Gammertingen bis Hettingen. Nach einer letzten Rast ging es zurück durchs Fehlatal nach Burladingen. Für alle Fahrer war es ein rundum gelungener Tag und die fast 50 Kilometer Fahrtstrecke bei gutem Wetter nicht (zu) anstrengend.

 


Besichtigung und Führung im Albstollengebäude Burladingen

                                                                                             07.05.2013

Burladingen

Der LandFrauenverband Zollernalb besuchte den Albstollen in Burladingen und informierte sich über die Entstehung der Bodensee-Wasserversorgung. Mit Herrn Willy Gastel, der bereits als junger Mann beim Bau des Stollens dabei war und viel über die Geschichte des Albstollens wusste, ging es in den 105 Meter tiefen Schacht hinab in die Kaverne. Hier ließ sich erahnen, wie viel Arbeitseinsatz es von den Erbauern des Druckstollens erforderte, bis  das Lebensmittel Wasser heutzutage „ganz selbstverständlich“ in jedem Haushalt ankommt. Willy Gastel berichtete auch, wie zum ersten Mal, als Neuheit, eine amerikanische Robbins-Stollenbohrmaschine zum Einsatz kam und auch die nötigen Bohrungen mit Laser durgeführt wurden. GPS war zu jener Zeit noch nicht vorhanden. Nach der Besichtigung erläuterte er die Trinkwasser-Fernleitung, die vom Bodensee  bis in den Raum Stuttgart verläuft. Das 1700 Kilometer lange Rohrnetz im Untergrund würde einem Spinnennetz ähneln und vier Millionen Menschen mit dem lebensnotwendigen Wasser versorgen. Auf der Schwäbischen Alb fließt das Wasser aus Europas größtem Trinkwasserspeicher, das in 60 Metern Tiefe entnommen und auf dem Sipplinger Berg aufbereitet wird,  auf einer Länge von 24 Kilometern durch die Wasserrohre. Zwei Hauptleitungen liefern täglich über 7500 Liter Wasser pro Sekunde.

Der Zusammenschluss zur BWV im Jahre 1954 war für die wasserarmen Albgegenden ein Segen. Brunnen, Zisternen usw. gehörten seit dem Bau der Bodensee-Wasserversorgung und dem Erstbetrieb des Albstollens am 5. April 1971  der  Vergangenheit an. Wie gut das aufbereitete Wasser von Büttnau/Bodensee schmeckt, konnte abschließend getestet werden. Annette Riehle, LFV-Vorstandsmitglied,  bedankte sich bei Herrn Fritz Hammer, Leiter der Betriebsstelle des Albstollens, der die Besichtigung ermöglichte und bei Herrn Willy Gastel für die informativen Ausführungen und die Filmpräsentation (Albstollen-Bau und 30 Jahre BWV) im Gasthaus „Kleineschle“.


Aktuell   Kontakt   Sitemap   Impressum   Datenschutzerklärung  
(c) 2013 - 2018 KreislandFrauenverband Zollernalb e.V. - Alle Rechte vorbehalten .