Workshop: „Frühlingsfrische, blumige Hingucker“                     29.03.2017

                                                                                        von Annette Riehle
Volles Haus hatten die Landfrauen der Region Burladingen bei ihrem kreativen Abend mit neuen Ideen für den Frühling.
Unter fachkundiger Anleitung von Christiane Heinzelmann, die den Workshop leitete, hatte man Aludrahtgestelle auf einem Betonsockel vorbereitet, welche von den teilnehmenden Frauen mit verschiedenen Zweigen, Moos, Rinden und Gräsern sowie mit Frühlingsblumen, Federn und Ostereiern zu blumigen Füllhörner und -schalen dekoriert wurden.

Die teilnehmenden Landfrauen waren mit großer Freude dabei Ihre österlichen Dekoideen umzusetzen.

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Demenz: Was nicht zu sehen ist, ist gestohlen - was sagt man dazu                                                                                                       28.03.2017

                                                                                                  von Inge Lorch
Zum Vortrag von Gabriele Marquardt im Gasthaus Plettenberg in Schömberg konnte die Vorsitzende der Landfrauen Zollernalb Waltraud Kostanzer einige interessierte Frauen begrüßen.

Zuerst erläuterte Frau Marquardt, dass Demenz ein Oberbegriff sei und Alzheimer eine Art der Demenz ist, denn es gibt mindestens fünfzig verschiedene Erkrankungsbilder.

Demenz bedeutet ein Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern und sich orientieren. Außerdem treten Sprachstörungen und eine Veränderung von Stimmung, Verhalten und Persönlichkeit durch die Zerstörung von Nervenzellen auf. Später kommt eine erhöhte Unruhe auf und es kann auch Aggressivität dazukommen bis der Mensch zuletzt gar nichts mehr kann unter Umständen nicht einmal mehr sitzen.

Das Verhalten dementer Menschen kann man besser verstehen, wenn man sich klar macht, dass demente Menschen Angst haben. Sie verbergen Schwierigkeiten und gebrauchen Ausreden oder klammern sehr stark und suchen einen Lotsen. Denn die Krankheit bedeutet ein Scheitern im Alltag in dem sich die Menschen nicht mehr zurechtfinden.

Demenzkranke nehmen sehr stark die Gefühle der anderen Menschen wahr vor allem deren Körpersprache. Deshalb ist Demenz auch eine Krankheit der Angehörigen. Demente Menschen leben im Augenblick und sind keinen Argumenten zugänglich, deshalb sollte man sie auch nicht kritisieren.

Dem Alltag sollte mit einem gleichförmigen Tagesablauf und gewohnten Ritualen Struktur gegeben werden. Wichtiges sollte am Vormittag erledigt werden, denn am Nachmittag nimmt die Gedächtnisleistung ab.

Für pflegende Angehörige gilt, dass sie sich Freiräume schaffen müssen z. B. Freunde treffen, Hobbies pflegen und Sport treiben oder sich selbst täglich eine Rose schenken.

Die zahlreichen Fragen der Zuhörerinnen beantwortete Frau Marquardt sehr kompetent und nannte auch Beispiele aus der Praxis z.B. wenn man dem Kranken zuprostet ist dies ein Schlüsselreiz und funktioniert besser als ihn nur mit Worten zum Trinken aufzufordern.

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Zollernalbklinikum in der Diskussion - Landfrauen im Gespräch mit
Landrat Günther-Martin Pauli                                                         22.03.2017

                                                                                              von Inge Lorch
Die Vorsitzende der Landfrauen Zollernalb, Waltraud Kostanzer, konnte im Sitzungssaal des Landratsamtes in Balingen zahlreiche interessierte Landfrauen und einige Männer begrüßen, die zu dieser Veranstaltung gekommen waren.

Zu Beginn stellte Landrat Pauli die Ergebnisse der beiden Gutachten vor, die vom Kreistag und der Stadt Albstadt in Auftrag gegeben worden waren und die zum gleichen Ergebnis gekommen waren.
Weder die derzeitige Zwei-Häuser-Struktur mit Balingen und  Albstadt noch die Zentralisierung an einem Standort wird auf Dauer betrachtet wirtschaftlich sein.

Nur die Lösung mit einem Neubau eines Zentralklinikums wird in der Wirtschaftlichkeitsrechnung annähernd kostendeckend sein.
Hinzu kommt, dass Zuschüsse vom Landessozialministerium nur für eine Neubaulösung gewährt werden und nicht für einen Umbau. Ein Umbau müsste alleine vom Kreis finanziert werden.

Ein Zentralklinikum soll außerdem eine bessere Spezialisierung ermöglichen und somit für Ärzte und medizinisches Personal einen attraktiver Arbeitsplatz bieten.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem gefragt ob sich das Krankenhaus Balingen amortisiert hat bis das Zentralklinikum gebaut wird. Herr Pauli antwortete darauf, dass bis das Zentralklinikums gebaut werden wird, das Krankenhaus in Balingen noch einige Zeit  in Betrieb sein wird.
Auf die Frage ob Patienten in andere Krankenhäuser abwandern könnten gab er die Antwort, dass es bereits heute Konkurrenz unter den Kliniken gibt und dass sich die Patienten, die Klinik aussuchen, wo sie ihrer Meinung nach am besten medizinisch versorgt werden.

Außerdem wurde der kinderärztliche Notdienst, der am Krankenhaus in Albstadt an einem Tag in der Woche eingerichtet werden soll, angesprochen.

Zum Schluss wies Herr Pauli darauf hin, dass ein Klinikneubau solide finanziert sein wird und die Entscheidung vom Kreistag getroffen wird.

Annette Riehle bedankte sich bei Herrn Pauli und überreichte ihm ein kleines Präsent. Sie betonte wie wichtig eine gute medizinische Versorgung im Zollernalbkreis ist und dass dabei dennoch die Kosten im Blick gehalten werden müssen.

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Seifensieden - das reine Vergnügen - bio und vegan       17. und 23.03.2017

                                                                                   von Carola Gsell-Hodler
Seife kaufen ist natürlich ganz einfach, aber seine eigene Seife zu sieden? Das hört sich zwar schwierig an, machte aber den Landfrauen aus dem Zollernalbkreis viel Spass. Jenny Maier, Naturkosmetikerin aus Haigerloch zeigte den Landfrauen das Handwerk mit den unendlichen Möglichkeiten und wunderbar, duftenden und pflegenden Ergebnissen. In diesem zweitägigen Workshop, erlernten die Frauen, die Grundkenntnisse der Seifenherstellung im Kaltverfahren. Das Herstellungsverfahren wurde genau besprochen, es gab eine detaillierte, schriftliche Anleitung und anschließend wurde Seife hergestellt. Aus verschiedenen Ölen, einer Seifenlauge und ätherischen Ölen, entstanden verschiedene Sorten, die im Landjugendheim in Balingen gefertigt wurden. Jetzt müssen die Frauen noch Geduld haben, denn die Seifen müßen noch 4 Wochen trocknen und reifen, bevor sie benützt werden können.

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Unser Haupt- und Landgestüt Marbach - ein 500 Jahre altes Gestüt stellt sich vor                                                                                      15.03.2017

                                                                                           von Manfred Steger
Die stellvertretende Gestütsleiterin des Haupt- und Landgestüts Marbach, Dr. Carolin Eiberger, war bei den Landfrauen in Hechingen zu Gast.

Sie berichtete, woher man weiß, wie alt das Gestüt ist: In alten Gerichtsakten, aus dem Jahr 1574, steht, dass in einem Verhör, ein des Aufruhrs verdächtigter Knecht angibt, zur fraglichen Zeit auf dem Weg zum „Gestüt seines Herren in Marbach an der Lauter“ gewesen zu sein. So hat das Haupt- und Landgestüt 2014 sein 500jähriges Bestehen gefeiert. Es ist das älteste, staatliche Gestüt Deutschlands.

In ihrem interessanten Vortrag berichtete Dr. Eiberger über die Bedeutung der Pferde über Jahrhunderte hinweg, für die Landwirtschaft, das Transportwesen, das Militär und nicht zuletzt für die Hofhaltung der Fürsten.

Der 30jährige Krieg hat der Zucht in Marbach furchtbar zugesetzt. Teile der Gestütsanlagen wurden zerstört. Pferde waren wertvolle Beute, wurden in Kämpfen getötet und aus Hunger geschlachtet. Am Ende des Krieges gab es kaum noch Pferde oder Ochsen. Die Felder mussten mit Kühen oder, ohne tierische Hilfe, von den Menschen selbst bewirtschaftet werden.

Einen Aufschwung gab es im 18. Jahrhundert durch Herzog Carl Eugen (1728-1793). Er brauchte prachtvolle Pferde als Zugtiere für Kutschen, als Reit- und Jagdpferde.

Einen weiteren Durchbruch erreichte der „Bauernkönig“, König Wilhelm I. (1781-1864). Er erließ die erste württembergische Gestütsordnung. Die Zucht wurde geregelt mit drei Klassen von Pferden: für die Landwirtschaft, Zugtiere und für repräsentative Pferde. König Wilhelm gründete, nach Hungerjahren, auch das Landwirtschaftliche Hauptfest zur Förderung der Landwirtschaft.

Nach 1945 erwartete man einen größeren Bedarf an Pferden für die Landwirtschaft. Dies führte zu einer Überproduktion. Der Einsatz von Maschinen in der Landwirtschaft machte sich schneller bemerkbar, als gedacht. Die Anzahl der Pferde ging in den 1950er bis 1960er Jahren immer weiter zurück. Die Zucht in Marbach musste völlig neu ausgerichtet werden. Das Ziel war nun, ein modernes, vielseitiges Pferd für Sport und Freizeit zu züchten. Auch erweitern sich die Aufgaben des Gestüts: Neben der eigentlichen Pferdezucht wurden die Leistungsprüfungen der Pferde, sowie die Ausbildung von Reitern, Gespannfahrern und Pferden immer wichtiger. Zwischenzeitlich wurden in Marbach auch Schweine, Rinder und Schafe gehalten. An das erinnert nur noch die Prüfstadion für Schafböcke.

Am Hauptgestüt werden in Marbach das Deutsche Sportpferd, Altwürttemberger, Araber und das Schwarzwälder Kaltblut gezüchtet. Am Landgestüt werden Hengste gezüchtet, die Stuten von privaten Haltern besamen.

Jedes Jahr werden im Gestüt mehrere junge Menschen zu Pferdewirten ausgebildet – aber nur wenige übernommen. Trotzdem hat die Ausbildung einen guten Ruf. Immer wieder gewinnen die Auszubildenden Preise.

Sehr engagiert berichtete Dr. Eiberger über die Probleme der immer notwendigen Neuausrichtung, auch im Bereich Landwirtschaft, um das Gestüt wirtschaftlich führen zu können. Eines der Probleme sind die ca. 180 denkmalgeschützten Gebäude und Gebäudeteile, die einer wirtschaftlichen Nutzung nicht immer dienlich sind.

Die Ortsvorsitzende der Hechinger Landfrauen, Brigitte Steger bedankte sich bei der Referentin unter anderem mit dem symbolischen Geschenk einiger Bündel Möhren für die Pferde.


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