Brandschutz im Haushalt

                                                                                                   27.03.2014

 

Rangendingen

Immer wieder kommt es zu Haushaltsbränden. Neben den materiellen Schäden die sie verursachen, ist es tragisch, dass jährlich fast 600 Menschen dabei  ihr Leben verlieren. Oft werden mögliche Gefahrenquellen zu spät erkannt und die Bekämpfung von Entstehungsbränden mit geeigneten Löschmitteln nicht richtig angewendet. Über die korrekte Handhabung und den vorbeugenden „Brandschutz im Haushalt“ informierte sich deshalb der LandFrauenverband Zollernalb bei der Rangendinger Feuerwehr. Nach den Grußworten von Kommandant Christian Hermann erfuhren die Frauen vom Referenten Rouven Bulach, Leiter der Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hechingen, Grundsätzliches zum Verhalten im Brandfall. Als erste wichtige Maßnahme gelte es in einer Gefahrensituation, die Ruhe zu bewahren. Dann sollte man andere eventuell im Haus befindliche Personen warnen, schnellstmöglich die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 alarmieren und sich über Fluchtwege oder Notausgänge in Sicherheit begeben. Rouven Bulach wies bei der Brandmitteilung an die Rettungsleitstelle auf die genaue Beantwortung der„5 W-Fragen“ hin und betonte, dass ein Telefongespräch nicht vor der Beantwortung der letzten 5.W-Abfrage,  „Warten auf Rückfragen“, beendet werden darf. Die Notrufstelle wird es danach tun.

Es folgten Infos zu Brandklassen, Feuerlöscher-Arten und Löschmittel-Eigenschaften. Ein Anliegen des Referenten war es, den Besucherinnen die Bedienung eines Feuerlöschers nahe zu bringen um eventuelle Ängste davor abzubauen. Zu diesem Zweck hatte die Jugendfeuerwehr Hechingen ihren transportablen „Firetrainer“ mit nach Rangendingen gebracht und im Außenbereich des Feuerwehrhauses damit Brände simuliert. Auf was bei der Flammenbekämpfung geachtet werden muss und wie sie richtig ausgeführt wird,  zeigten dann die Feuerwehrleute  Andreas Weber und Matthias Freudemann. Anschließend übten alle Teilnehmerinnen das effektive Löschen mit Wasser- Schaum-  und Pulverlöschern. Nach dem Training ging Rouven Bulach im Feuerwehrhaus auf die vorbeugende  Brandprävention ein, bei der Rauchmelder an erster Stelle stehen. Sie hätten sich bewährt und wären ein wirksamer Schutz. Besonders in der Nacht, wenn der Geruchssinn schläft. In dieser Zeit wären auch die meisten Brandopfer durch die Todesursache Rauchvergiftung zu beklagen. Die lebensrettenden Helfer gegen Brand und giftige Rauchgase sollten daher in keinem Haushalt fehlen.

Heidrun Wannenmacher (LFV-Ortsvorsitzende) bedankte sich abschließend bei Rouven Bulach für das aufklärende Referat mit Tipps und Hinweisen, sowie bei beiden Feuerwehren für die Feuerlöscher-Übung.

 


 

Mit Demenz leben

                                                                                                   25.03.2014

 

Hechingen-Boll

Es wird doch hoffentlich nicht Alzheimer sein, wenn ich was vergessen habe?!  Diese Frage, die gleichzeitig mit Ängsten verbunden ist, schwebt wie ein Damokles-Schwert über vielen Situationen, in denen Menschen keine passenden Antworten und Begebenheiten widergeben können. Wie sich Demenz äußert und wie man damit umgehen kann, stellte Erwin Schäfer aus Hechingen beim LandFrauenverband Zollernalb vor. Sein Referat „Mit Demenz leben“ im Landgasthaus „Kaiser“ zeigte am sehr großen Zuhörerkreis, dass ein enormer Infobedarf über „die Krankheit des Vergessens“ besteht. Aus seinen Erfahrungen von der Pflegeberatung beim Caritasverband für das Dekanat Zollernalb e. V. konnte er Einblicke in das Seelenleben eines Demenzkranken geben und das schwere Thema auch aus der Sicht der betroffenen Angehörigen vermitteln. Er hatte zwei Kurzfilme mitgebracht die zeigten, welche Auswirkungen der schleichende, oder schnell verlaufende, Gedächtnisverlust mit sich bringt. Diese Erkrankung, die vorwiegend ältere Menschen betrifft, kann wegen ihrem rasanten Anstieg als Volkskrankheit bezeichnet werden. Aktuelle Zahlen weisen 1,1 Millionen Erkrankte in Deutschland aus. Die Dunkelzifferrate ist dabei nicht eingerechnet und liegt wohl einiges höher. Bis zum Jahr 2050 werden es bereits 2,6 Millionen Menschen sein, die versorgt werden müssen und damit die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen stellt. Erwin Schäfer berichtete, dass viele Demenzkranke zu Hause versorgt würden, dies aber die Angehörigen auch sehr stark belaste. Sie sollten eine Entlastung der „Rundum-Versorgung“ zulassen um sich nicht „wie angekettet zu fühlen“.  Viele Familienmitglieder würden die Hilfe und das Angebot z. B. der Caritas aber aus Scham nicht nutzen. Wissenswert dazu: bereits bei leichter Demenz greift die Pflegestufe 0. Für sie erhalten Betreuende ein kleines Pflegegeld (100 - 200 Euro monatlich) oder Sachleistungen.

Da die Krankheitsveränderungen individuell ablaufen, sollte dies medizinisch abgeklärt werden. Nicht immer ist es eine Demenz, wenn einem die Worte nicht mehr einfallen. Es kann abgeklärt werden, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist und vielleicht wäre es nur eine Verengung (Druck) eines Gefäßes. Bei organischer Problematik wäre eine Heilung möglich. Altersvergesslichkeit und Demenz dagegen zeigten sich ganz anders und die Prognose mit zunehmendem Alter daran zu erkranken, steigt. Aggressionen würden sich einstellen, weil der der Erkrankte sich überfordert fühlt. Er kann die alltäglichen Handgriffe nicht mehr ausführen, findet Dinge des Haushalts in seinen Verstecken nicht mehr und hat Angst. Erwin Schäfer erklärte dazu die leichten, mittelschweren und schweren Demenz-Verlaufsformen. Zeitliche, örtliche und situative Orientierung gingen verloren und der Verlust ließe sich am besten mit einem Bücherregal darstellen, aus dem nach und nach Bücher fallen. Man sollte den Betroffenen nicht mit „W“-Fragen (warum, weshalb, wozu …) löchern. Sie sind kontraproduktiv. Mit gutem Zureden, Fragen nach seinen Gefühlen und würdevollem Umgang   erreiche man viel mehr bei den persönlichkeitsveränderten Menschen.

Nach dem Vortrag beantwortete Erwin Schäfer zahlreich gestellte Fragen und Brigitte Steger (LFV-Ortsvorsitzende) überreichte für das aufschlussreiche Referat ein Geschenk.

 


 

Inkontinenz ist kein "Schicksal"

                                                                                                    19.03.2014

 

Balingen

Wer unter Inkontinenz leidet, wird das meist nur hinter vorgehaltener Hand preisgeben. Statistiken weisen die hohe Zahl von über 7 Millionen betroffenen Frauen in Deutschland aus. Bei den Männern finden sich noch höhere Angaben, die aber verschwiegen werden. Der LandFrauenverband Zollernalb in der Region Balingen-Rosenfeld befasste sich mit dem Tabuthema und hatte dazu Hannah Roller ins Landjugendheim am Heuberg  eingeladen, die in Balingen-Heselwangen eine Krankengymnastik- und Physiotherapie-Praxis führt. Ihr Referat Inkontinenz ist kein „Schicksal“ verdeutlichte sehr anschaulich und ohne falsche Scham, wie dieser Problematik entgegen getreten werden kann. Anhand von Bildern, mit einem Skelett der Wirbelsäule und mit einem Luftballon zeigte sie den  Aufbau des Unterleibes und erläuterte die Funktion der Harnblase bei Frauen und Männern. Dann erfuhren die Zuhörer, welche schädliche Auswirkungen ein zu viel oder zu wenig an Trinkmengen mit sich bringt und wie ein Teufelskreis entstehen kann, wenn der Harn zu konzentriert (scharf) ist. Es kommt zu vermehrtem Harndrang, daraus resultierend trinkt man weniger, der Muskel erschlafft und man muss öfters auf die Toilette und trinkt noch weniger. Überhaupt wären die Toilettengänge zur Vorsorge auch Gewöhnungssache, die man sich schnellstens wieder abgewöhnen sollte. Hannah Roller sagte, die größte Ursache der Inkontinenz wäre das Gehirn. Sie empfahl bei Harndrang, es mit gutem Zureden an die Blase - „du schaffst das noch“ -  zu versuchen. Als hilfreiche Maßnahme zur Beurteilung eines unkontrollierten Urinverlustes nannte sie die Führung eines Miktionstagebuches. Dieses sollte über mehrere Tage erfolgen. Für die Harn-Verhaltung  hatte die Referentin praktische  Ratschläge: Auf Zehen gehen und Spannung auf den Beckenboden geben, aufs Schambein drücken, ein Bonbon lutschen und die Zunge hinter die Schneidezähne drücken. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Beckenboden locker bleibt und nicht verkrampft. Der ungewollte Harnverlust bei Anstrengungen wie z. B. beim Husten, Niesen, Lachen und Heben von schweren Lasten, wäre meistens auf eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen. Mit gezielter Gymnastik ließe sie sich aber stärken. Zur Prävention gegen den ungewollten Urinaustritt würden sich auch das Radfahren, sowie verschiedene Yogaübungen anbieten. Wie ein effektives Training ausgeführt wird, zeigte Hannah Roller anschließend den Gästen. Sie hatte dazu viele unterschiedlich große Bälle und Gymnastikmatten mitgebracht.

Nach der sehr informativen Veranstaltung überreichten Birgit Lang und Inge Lorch (LFV-Bereichs-Vertrauensfrauen) der Referentin ein Geschenk.
 


 

Wenn der Rücken streikt

                                                                                                     12.03.2014

 

Haigerloch-Hart

Rückenschmerzen hat wohl jeder schon mal erlebt. Das Beschwerdebild ist nicht nur bei älteren Menschen, sondern zunehmend bei jungen Leuten zu finden. Wie es dazu kommt und wie dem Ganzen entgegen getreten kann, erklärte Dr. Peter Rojek von Berg  beim LandFrauenverband Zollernalb im Gasthaus „Waldhorn“ in Haigerloch-Hart. Der Facharzt für physikalische Therapie und Rehabilitionsmaßnahmen von der Sana Klinik Zollernalb machte die Anwesenden zu Beginn seines Referates „Wenn der Rücken streikt“ anhand von verschiedenem Bildmaterial, mit der Anatomie der Wirbelsäule mit Bandscheiben, Nervenkanäle, Dornvorsätze und Facettengelenke vertraut. Als Ursache für Rückenbeschwerden ließe sich zu langes Sitzen, einseitige Belastungen, Übergewicht und mangelnde Bewegung ausmachen. Fehlhaltungen führten dann zu Muskelverspannungen. Eine Stärkung der Rumpfmuskulatur aber und die Beseitigung einer falschen Lebensweise  ließen die Problematik stagnieren. Die körperliche Aktivität sollte trotz Beschwerden nicht vernachlässigt werden. Eine gesunde Bewegungstherapie bestände immer aus Muskel-An - und Entspannung. Das rückengerechte Verhalten mit schonenden, körpernahen Hebungen würde vorausgesetzt. Weil 90 Prozent der unspezifischen Rückenschmerzen innerhalb von 6 Wochen wieder vergingen, könne man auch selber mit Wärmeauflagen und Bauchmuskeltraining viel zur Linderung beitragen. Wenn allerdings Sensibilitätsstörungen (Taubheitsgefühl) oder Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten würden, sollte man möglichst früh einen Arzt aufsuchen. Ansonsten könnten medikamentöse Behandlungen, Spritzen, Physiotherapie und Krankengymnastik hilfreiche Maßnahmen für einen schmerzfreien Bewegungsapparat darstellen. Zum Thema Operationen berichtete  Dr. Berg, dass sie für den Patienten nicht effektiv wären, wenn er den bisherigen passiven Lebensstil nicht ändere.

Nach dem Gesundheitsvortrag beantwortete Dr. Berg noch zahlreiche Fragen. Irmgard Beck und Helga Klaiber (LFV-Vertrauensfrauen der Region Haigerloch) überreichten dem Referenten ein kleines Geschenk.

 


                                                                                 

"Awaruli - alles was rumliegt" 

Kreative Rezeptideen mit Brotresten und dazu neue Brotweisheiten

                                                                                                   11./12.03.2014

 

Zollernalbkreis

Kennen Sie AWARULI? Die Abkürzung steht für „Alles was rumliegt“ und hat einen Bezug zur Resteküche. Die riesigen Lebensmittel-Verschwendungs-Berge wachsen ständig höher. Mit Kreativität und Kompetenz lässt sich aber aus den Lebensmitteln noch vieles zubereiten, das zu gut für die Tonne ist. Wie das mit Brot- Brötchen- und Biskuitresten gemacht wird, zeigte Ingeborg Weckenmann vom Amt für Landwirtschaft in Balingen beim LandFrauenverband Zollernalb. Zweimal war sie zusammen mit Julia Lenz (Theorie-Part) und Silke Schwenk (Unterstützung bei der Zubereitung) im Landjugendheim am Heuberg und vermittelte die Wertschätzung des Brotes. Der Workshop mit Genuss, bei dem es Herzhaftes wie: Brotsalat, Brotauflauf „Hawaii“, Brotknöpfle, Spinatknödel, Fladenbrot a`la Zwiebelkuchen-Art und die süße Variante der Verwertung: Biskuitknödel und Scheiterhaufen mit Streuseln gab, fand großen Zuspruch. Als Einstieg in die Vorführung, bei der an ausgeteilten Rezeptblättern alles „step by step“ nachvollzogen werden konnte, hatte die Referentin älteres Fladenbrot angeröstet und mit zweierlei Belag-Cremes serviert. Ohne Aufstrich, so Ingeborg Weckenmann, ist dies eine gesunde Alternative für Chips. Interessant war auch das Rezept „Pikanter Ofenschlupfer“. Es muss ja nicht immer die süße Variante sein. Für die Knödelzubereitung hatte Ingeborg Weckenmann folgende Tipps parat: Ältere Brotwaren sollten immer abgewogen und dementsprechend die Milchmenge beigefügt werden und für Serviettenknödel sollte man zum Einrollen der Knödelmasse kein Geschirrtuch benutzen. Bestens geeignet wären Frischhaltefolien und Mikrowellenfolien. Bis alle Köstlichkeiten fertig gekocht, gebraten und gebacken waren, testete Julia Lenz das Wissen der Anwesenden rund ums Thema Brot. Danach lud das Büfett mit vielerlei Zubereitetem zur Verkostung ein.

 


 


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