Mit Kräutern fit und gesund in den Frühling

                                                                                                      27.03.2013

Haigerloch-Trillfingen

Während der Frühling mit wärmeren Temperaturen und Sonnenschein weiterhin auf sich warten lässt, sprießen unter den letzten Schneeresten bereits schon die ersten zarten Kräuter und Wildkräuter.  Welche Verwendungs-Möglichkeiten die Pflänzchen für die Gesundheit bieten, erklärte Elke Beiter vom Obst- und Gartenbauverein aus Owingen zum Thema „Mit Kräutern fit und gesund in den Frühling“ beim LandFrauenverband Zollernalb in der Region Haigerloch.

Im Trillfinger Vereinsheim konnten zu Beginn ihres Referates alle Anwesenden bei einer Tasse Tee die Geschmacksnote einer Kräuter-Hausteemischung testen, die sie eigens für die Veranstaltung zusammenstellte. Die Kurzportraits von einigen Wild- und Frühjahrskräutern (Bärlauch, Birke, Brennnessel, Gänseblümchen, Giersch, Gundelrebe, Löwenzahn, Quecke, Sauerampfer, Schafgarbe, Schlüsselblumen) zeigten, dass diese Bitterkräuter wirksame Mittel  gegen Müdigkeit und Co. sind. Außerdem, so die Kräuterfachfrau, würden sich die vitamin- und mineralstoffhaltigen Schätze der Natur  zur Entschlackung, Kräftigung, Blutreinigung und Stoffwechsel- und Appetitanregung eignen. Sie könnten entweder pur, frisch gepflückt aus der Hand genossen werden oder in Suppen und Salaten verwendet werden. Ebenso schmackhaft ließen sich aus ihnen Kräutergemüse und Pestos herstellen. Neben der vielseitigen Verwendbarkeit würden die Kräuter auch wegen ihrer heilenden und lindernden Eigenschaften geschätzt.

Elke Beiter informierte abschließend, wie Kräuter - Tinkturen, Sirups, Liköre, Essige, Öle und Salze hergestellt werden, bei denen die Wirksamkeit der „Powerpakete“ zum Tragen kommt. Nachdem sich Irmgard Beck, LFV-Vertrauensfrau der Region Haigerloch, bei der Referentin bedankte, luden selbsthergestellte Kräuterliköre und Kräutersirups zur Probe ein.

 


Kreative Brotrezepte - genial - regional und gar nicht altbacken

                                                                                             20./21.03.2013

 

Die Landfrauenbegegnungsstätte am Balinger Heuberg verwandelte sich dieser Tage in eine wohlriechende Backstube. Brotbacken für Einsteiger und Fortgeschrittene kombiniert mit Informationen, Rezepten und Kostproben unter dem LFV-Titel „Kreative Brotrezepte – genial – regional und gar nicht altbacken“ fand an zwei Tagen statt und hätte der großen Nachfrage wegen, auf das Doppelte verlängert werden können.

Dass Brot weit mehr als nur ein Lebensmittel ist, das den Magen füllt, stellte Ingeborg Weckenmann vom Landwirtschaftsamt Balingen beim LandFrauenverband Zollernalb  vor. Sie verwies darauf, dass Brotbacken Spaß macht und dabei auch die Seele satt wird. Der Duft von frisch gebackenem Brot vermittelt ein Wohl- und Heimatgefühl. Dies ist selbst bei den Discountern an den Brotbackstationen wahrzunehmen. Selber Brot backen ist nicht schwierig, denn die Zutatenliste besteht nur aus Mehl, Hefe, Wasser, Salz. Für ein gutes Backergebnis sind eher das Backumfeld, die Geräte von Wichtigkeit.

Im praktischen Teil arbeiteten Ingeborg Weckenmann und Silke Schwenk Hand in Hand zusammen und zeigten „Step by Step“ wie sich verschiedene Brote und Brötchen herstellen lassen. Einfach und schnell z. B. entsteht ein „Drei-Minuten-Brot“. Alle Zutaten zusammenrühren, dann den Teig in eine Form geben (ohne Gehen lassen!) und ab in den kalten Backofen. Nicht viel aufwändiger waren die Seelen. Hier allerdings muss der Teig über Nacht abgedeckt im Kühlschrank gehen. Er lässt sich auch ohne weiteres ohne Kühlunterbrechung zwei Tage lagern. Vor dem Backen sollten die Teiglinge mit warmem Wasser besprüht werden, damit der Teig nicht abtrocknet. Die Fachfrauen stellten einen Brotauflauf mit Spinat und Parmesan, herzhafte Scones (englisch/irisches Gebäck), einen pikanten Apfelflammkuchen (Äpfel, Zwiebeln, Champignons, Camembert) und Mini-Naans  (Fladenbrot mit bestreutem Sesam) her. Auch süße Brotvarianten wie kleine Hefezöpfe, Mohnschleifen und kleine Hefe-Osterhäschen aus einem  Quark-Hefeteig, gehörten zur Backvorführung. Wer noch zum Osterfest ein kleines Geschenk benötig, kann mit einem leckeren, selbstgemachten „Hefe-Häsle“ viel Freude bereiten.

Bevor alle Backwaren gekostet werden konnte, erläuterte Ingeborg Weckenmann  die Kulturgeschichte, Warenkunde und Bedeutung des Brotes  in der Ernährung.

 


Führung im St. Josefsheim in Haigerloch

"Richtiges Essen im Alter"                                                       20.03.2013

 

Hauswirtschaft – unser Können für Ihre Lebensqualität

Unter diesem Motto stellt sich zurzeit die Hauswirtschaft, eine Einrichtung der Caritas, der Öffentlichkeit vor. Auch die Landfrauen aus Hechingen hatten daran Interesse und fuhren ins Pflegeheim St. Josef nach Haigerloch. Andrea Braitmaier, die Hausleiterin, begrüßte die Landfrauen und übergab dann an die Leiterin der Hauswirtschaft, Maria Saile. Sie führte durchs Haus und erklärte dabei die besonderen Aufgaben der Hauswirtschaft in einem Pflegeheim.

In der Küche von St. Josef berichtete Frau Saile, dass die Essenszubereitungen im Hause das Frühstück, Nachmittagskaffe, Abendessen und das Dessert zum Mittagessen betreffen würden. Dies wären im Jahr rund 20.000 Mahlzeiten. Das Mittagessen erhalten sie von der Schwestereinrichtung St. Elisabeth aus Hechingen. Es wird warm angeliefert, dort auf Mindesttemperatur geprüft und gegebenenfalls, im Konvektomat, nacherhitzt. Das Essen wird, nach dem Schöpfprinzip, für jeden einzeln, am Tisch, auf dem Teller angerichtet. Dadurch wird der enge Kontakt zwischen Bewohner und Pflegekraft gestärkt. Zur Aktivierung werden die Bewohner in einfache Tätigkeiten der Essenzubereitung mit eingebunden.

Im Bereich Reinigung wurde der Reinigungswagen mit den unterschiedlichen Eimern und Tüchern erklärt und vorgeführt. Auch wurde auf den Reinigungsplan hingewiesen, der dafür garantiert, dass alles, in regelmäßigen Abständen, immer wieder gereinigt wird. Es sind immerhin rund 2000 m² pro Tag.

Für den Bereich Wäschepflege wurde berichtet, dass die 850 kg Wäsche pro Woche (das sind 172 Ladungen einer Haushaltswaschmaschine!) durch eine Reinigung durchgeführt wird. Die saubere Wäsche wird auf Wagen sortiert und in die Schränke der Bewohner eingeräumt.

Frau Saile berichtete auch über die jährlichen Schulungen in Hygiene, Infektionsschutz und Brandschutz. Auch die Kontrolle der ausgegebenen Essen kam zur Sprache.

Nach Kaffee und Kuchen stellte Nanda Woelk, die Küchenleiterin von St. Elisabeth, in einem Vortrag die besonderen Bedingungen vor, die bei der Essenzubereitung in Pflegeheimen zu beachten sind. Durch die Veränderungen körperlicher und geistiger Art bei pflegbedürftigen Menschen, müssen hier ganz spezielle Dinge beachtet werden.

Die Ortsvorsitzende der Hechinger Landfrauen, Brigitte Steger, bedankte sich beim Team von St. Josef/St. Elisabeth für den sehr informativen Nachmittag.

 


Notfallnachsorge

Der Notarzt geht - wir kommen                                                19.03.2013

Hechingen-Boll

Den  Notfallnachsorgedienst (NND) mit seinen Hilfeleistungen und Aufgabenbereichen stellte Heike Rau aus Weilstetten, Leiterin des NND, beim LandFrauenverband Zollernalb in der Region Hechingen vor.

Das Einsatzgebiet von 29 ehrenamtlichen Helfern (Männer und Frauen)  mit vollständiger Ausbildung umfasst die Regionen Balingen, Hechingen und Albstadt. Sie stehen Menschen in Notsituationen bei, trösten sie, hören zu und bleiben bei ihnen, auch wenn der Notarzt schon gegangen ist. Wenn Todesfälle eintreten, bleiben Angehörige zurück, die oft mit der Situation nicht klarkommen. Die Notfallnachsorge hilft dabei, das soziale Netz aufrecht zu erhalten. Verstirbt z. B. von einem älteren Ehepaar der Partner und  Kinder oder Verwandte sind nicht vor Ort, bleiben die Helfer so lange, wie es gewünscht wird oder ein Familienangehöriger eintrifft. Ebenso bietet der NND  nach einem Verkehrsunfall auch Unverletzten seine Hilfe an, denn vielfach beschäftigt das Erlebte die Menschen und die Problematik löst sich nur durch Betreuung. Bei der Überbringung einer Todesnachricht durch die Polizei sind immer zwei Helfer des NND dabei. Sie bleiben länger und sind, so die Referentin „Mittelsmänner zwischen der Polizei und Angehörigen“. Nicht außer Acht gelassen werden darf auch die Einsatzkräftenachsorge, die zum Verarbeiten der Fälle notwendig ist, weil die psychische Belastung bei Rettungskräften hoch ist. Der NND kann von allen Hilfsorganisationen angefordert werden. Dies war für den DRK-Kreisverband auch beim Großschadensereignis, dem Hochwasser in Hechingen und dem Amoklauf von Winnenden der Fall. Für Akut-Notfälle kann ein Arzt die Anweisung für das Kommen des NND anordnen. Über die Rettungsleitstelle beim DRK in Balingen unter der Rufnummer 112 wird dann der Einsatz koordiniert. Das vielseitige Aufgabengebiet beinhaltet auch die zeitweilige Kinderbetreuung bei Notsituationen. Auch mit der Kriminalpolizei und verschiedenen Seelsorgern im Kreisgebiet steht der NND in Kontakt.

Heike Rau stellte abschließend die neue blaue Jacke der NND-Helfer zur besseren Erkennbarkeit vor, die demnächst zur Ausstattung gehört. Bisher trugen die Helfer gelbe Jacken. Irmgard May, langjährige Aktive aus dem Raum Hechingen, stellte sie den Zuhörern vor.

Brigitte Steger, LFV-Ortsvorsitzende von Hechingen, überreichte ein Geschenk.

 


Schlaganfall

Risikofaktoren, Diagnostik, Therapie                                              12.03.2013

Hechingen-Boll

Über den Schlaganfall -  eine Erkrankung die nicht nur ältere Menschen betreffen kann und in Deutschland die dritthäufigste Todesursache ist, referierte Dr. Dimitrios Vasilakis, Facharzt für Innere Medizin am Zollernalb Klinikum in Albstadt, beim LandFrauenverband Zollernalb in der Region Hechingen. Der große Zuspruch bei der Abendveranstaltung im Landgasthaus „Kaiser“ verdeutlichte, dass zum Thema Hirninfarkt starker Informationsbedarf besteht.

Im Mittelpunkt der Erläuterungen des Arztes standen die Vorbeugung, Risikofaktoren, Diagnostik, Untersuchungsmethoden, sowie Therapie-Möglichkeiten. Wenn die typischen Schlaganfallsymptome, wie Sprach- Seh- und Bewegungsstörungen, hängende Mundwinkel, sehr starke Kopfschmerzen, Schwindel im Kopf und halbseitige Lähmungserscheinungen auftreten, muss sofort der Notarzt unter der Rufnummer 112 verständigt werden. Schnelle Hilfe ist vonnöten, denn jede Minute zählt. „Alle drei Minuten, so Dr. Vasilakis, erleidet in der BRD ein Mensch einen Schlaganfall, im Zollernalbkreis ist es täglich einer, der mit dieser Diagnose ins Klinikum kommt“. Die plötzliche Erkrankung im Gehirn kann vorübergehend oder mit Dauerbeschwerden behaftet sein. Auslöser für die Störung im Gehirn ist die Blutversorgung.

Es gibt zwei Ursachenvarianten. Am häufigsten tritt der Ischämische Schlaganfall (Mangeldurchblutung) auf, bei dem ein Blutgefäß entweder stark verengt oder durch ein Gerinnsel verstopft ist und dadurch Ausfälle auftreten. Auch eine  Arteriosklerose   (Arterienverkalkung) kann für die Pfropfentwicklung verantwortlich sein.  Ebenso ungünstig ist ein Vorhofflimmern, bei dem das Blut ungleichmäßig fließt und einen Schlaganfall begünstig. Gehirnblutungen, die zum Schlaganfall führen, sind weniger oft zu verzeichnen. Sie entstehen durch ein gerissenes oder geplatztes Blutgefäß. Erhöhter Blutdruck und Kopfverletzungen z. B.  nach Stürzen  und nicht gut durchblutetes Hirngewebe sind hierbei die Ursachen. Dr. Vasilakis ging anschließend auf die Schlaganfall-Risikofaktoren ein, zu denen der Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Gefäßverkalkungen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Zuckerkrankheit, Rauchen, hohe Blutfettwerte, genetische Veranlagung und Stress gezählt werden. Diabetes und Rauchen erhöhen das Schlaganfall-Risiko um das 2-3fache, ein hoher Blutdruck bis zum 12-fachen und mehrere Faktoren zusammen  können eine 20-fache Erhöhung erreichen. Vorbeugend sollte auf einen gesunden Lebensstil mit entsprechender Ernährung geachtet werden. Wer einen Schlaganfall erleidet, sollte sich unverzüglich in ärztliche Hilfe begeben, denn nur viereinhalb Stunden stehen für die Auflösung eines Blut-Pfropf zur Verfügung. Der Schaden wird größer, wenn man zu spät zum Arzt oder ins Krankenhaus geht. Es kann während dieser Zeit zu Gefäßbrüchen kommen. Im Krankenhaus wird versucht, das umgebende Gebiet medizinisch zu retten. Dr. Vasilakis sprach abschließend über die Akutbehandlung und stellte die Schlaganfalleinheit – Stroke-unit – am Zollernalb Klinikum in Albstadt vor.

Nach dem Vortrag beantwortete der Facharzt noch zahlreiche Fragen. Brigitte Steger, LFV-Ortsvorsitzende von Hechingen, überreichte Dr. Vasilakis ein Geschenk und bedankte sich für sein informatives und aufklärendes Referat.

 


Wohlfühlen für die Seele mit Feng Shui

                                                                                                          06.03.2013

Schömberg

Der LandFrauenverband Zollernalb lud in Zusammenarbeit mit der Kath. LandFrauenbewegung zu einem Info- und Begegnungsnachmittag  ein, bei dem die die über 3500 Jahre alte chinesische Wissenschaft Feng Shui im Mittelpunkt stand. Zum Referat „Wohlfühlen für die Seele mit Feng Shui“ konnte Margrit Kipp, LFV-Vertrauensfrau der Region Schömberg,  Elfi G. Pliester aus Reutlingen im Cafe Baier begrüßen.

Feng Shui, das übersetzt Wind und Wasser bedeutet und sich auf Naturgesetze und das Verhalten auf den Menschen stützt, ist sehr vielschichtig. Es kann, so Elfi G. Pliester,  mit einer großen Datenbank verglichen werden und gliedert sich in viele Bereiche. Wichtig bei allem ist, dass Yin und Yang in Harmonie sind. Energien müssen fließen können. Diese Divinationen wurden bereits 1895 in Maiers Lexikon festgehalten. Wohnungen und Häuser würden in Resonanz mit den Menschen stehen. Die Zusammenhänge würden nicht von ungefähr kommen, erläuterte die selbständige Feng Shui-Beraterin. Anhand einer Haus/Wohnung-Zeichnung mit einer Bagua-Einteilung  (alle Flächen und Räume besitzen neun Zonen) stellte sie die günstigsten und energiereichsten Bereiche vor, die für Erfolg, Gesundheit und Wohlstand stehen. Das  am meisten beeinflussbare Zimmer wäre das Schlafzimmer. Weil es für Fremde als Tabuzone gilt, würde vielerorts gerade hier der Raum zweckentfremdet. Auch dort sollte es aufgeräumt  und liebevoll ausgestattet sein, damit die positiven Energien zum Tragen kommen und man sich erholen kann. Ein besseres Wohlgefühl in Wohnräumen würden ausgeleuchtete Ecken, Blumen, Vasen, Bilder von der Familie und Bäumen, sowie  gut gelüftete Räume bringen. „ Das A und O für alles aber ist die Ordnung“ so die Referentin.

Margrit Kipp bedankte sich abschließend bei Elfi. G. Pliester  für ihren interessanten und fachkundigen Vortrag, der alle Besucher begeisterte und zu Anregungen für die eigenen vier Wände inspirierte.
 


Ein Leben lang begleiten - von der Geburt bis zum Tod

                                                                                                          05.03.2013

Burladingen-Stetten u. H.

Geburt und Sterben – im ersten Moment denkt man an zwei verschiedene Lebenssituationen. Wie sie sich aber trotzdem ähneln, erläuterte Pia Ebneter aus Undingen/Sonnenbühl beim LandFrauenverband Zollernalb in der Region Burladingen. Im Gasthaus „Lamm“ in Stetten u. H. wurden ihre Ausführungen zum Thema „Ein Leben lang begleiten – von der Geburt bis zum Tod“ sehr aufmerksam verfolgt. Die Parallelen der existenziellen Eckpfeiler des menschlichen Lebens zeigte sie aus ihrer 28-jährigen Arbeit als Hebamme und  10-jährigen Hospizarbeit im Hospiz Veronika in Eningen u. A.  als Palliativ-Care-Fachkraft auf, bei der sie Menschen ins Leben hinein und aus dem Leben hinaus begleitetet.

Wenn Geburten normal verlaufen, ist das ein Segen. Was aber bei einer Fehlgeburt? Tod und Trauer schließen sich auch in der Geburtshilfe nicht aus. Pia Ebneter kam als Hebamme auch mit diesen Schicksalsschlägen in Berührung. Aus dem Trösten heraus entstand ihr Wunsch, die Sterbehilfe von Grund auf zu lernen. Die Analogien von Geburt und Sterben sind dieselben. Sie stellte einige Beispiele dazu vor. Der Tod und das Leben markieren dabei unseren Lebensweg auf körperlicher und seelischer Ebene in eine unbekannte Dimension. Alles kann leicht oder schwer verlaufen, so die Referentin.  Entscheidend ist, ob wir den Prozess annehmen und Ja sagen können. Geburt und Hospizarbeit haben die Gemeinsamkeiten des Begleiten, Versorgen und Pflegen. Alle Phasen einer Geburt, wie z. B. die Eröffnungsphase usw. lassen sich ohne weiteres auf den Tod beziehen. Spirituelle und rituale Aspekte finden sich ebenfalls zwischen Anfang und Ende. Mit Gedichten, Lebensberichten und einem Lied machte Pia Ebneter den Zuhörern Mut, die ureigenen Fähigkeiten des Begleitens von Mensch zu Mensch neu zu erleben.

Nach dem Vortrag überreichte LFV-Vorstandsmitglied Annette Riehle der Referentin ein Geschenk.

 


Wie Pflanzen und Heilkräuter unsere Lebensgeister wecken

                                                                                                          04.03.2013

 

Albstadt-Truchtelfingen / Winterlingen

Mit seinem Pflanzen- und Kräuterwissen begeisterte Albrecht W. Maier aus Winterlingen die Besucher  beim LandFrauenverband Zollernalb in Truchtelfingen und Winterlingen und regte dabei hier und da auch zum Nachdenken über die Entwicklung in der Landwirtschaft an. Schwerpunktmäßig lagen seine Ausführungen zum Vortragsthema „Wie Pflanzen und Heilkräuter unsere Lebensgeister wecken“ auf einer gesunden und vernünftigen Essensweise. Das Leitbild von Hippokrates, dem Arzt der Antike, „lasst eure Nahrungsmittel eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel“ hat heute noch Gültigkeit und ist aktueller denn je, so der Referent. Allerdings sollten die Nahrungsmittel ohne Pestizide und Co. sein. Albrecht W. Maier begann seinen Vortrag mit der Vorstellung von verschiedenen  Apfelsorten, die mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen die Gesundheit fördern. Sie schützen vor Schlaganfall, Osteoporose, Krebs, Alzheimer, Parkinson, sind natürliche Cholesterinsenker und gesund für Darm und die Haut (Alterungsprozess). Die enthaltenen Enzyme (A und E) wirken als Schlankmacher und eine Studie in England zeigte, dass apfelessende Sportler ihr Lungenvolumen vergrößern konnten. Die aromatischen, vitamin- und mineralstoffreichen Früchte sind daher vielseitige Tausendsassas. Als beste Apfelsorte nannte der Referent den Berlepsch. Die meisten Vitamine sind in rotbackigen Äpfeln enthalten. Nicht so ideal wären größere Früchte.

Zu den Zitrusfrüchten berichtete A. Maier, dass sie das Infektionsrisiko verringern und der Genuss einer Portion frischer Ananas am Tag,  das Schlaganfallrisiko um etwa 50 Prozent senken ließe. Wer seiner Haut außerdem etwas Gutes tun möchte, sollte täglich eine Handvoll Walnüsse essen.

Es folgten Erläuterungen für gesundheitsfördernde Wirkungen beim Genuss von Soja, Paprika, Kopfsalat, Artischocken, Chilischoten, Kohlgemüse, Kartoffeln, Grüner Spargel und Knoblauch.

Neben der Steigerung der Gedächtnisleistung, Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit dienen die Lebensmittel zur Blutdrucksenkung, Fettverbrennung, Freihaltung der Atemwege, Stärkung der Knochen, Senkung des Brust-Krebsrisiko, Nervenberuhigung und der Senkung des Cholesterinspiegels. Ein vorgestellter Ländervergleich zeigte auf, wie sich  Krankheitsbilder durch geeignete Lebensmittel fast gar nicht bilden. Im letzten Teil des Referates sprach A. Maier über das Wohlfühlen mit Kräutern und Gewürzen, gab Tipps für Kräuterbäder und natürliche, ohne Konservierungsstoffe selbsthergestellte Kräuter- Cremes und Salben.

Für den informativen und interessanten Vortrag überreichten die Vertrauensfrauen der Region Albstadt und Winterlingen dem Pflanzen- und Kräuterspezialisten mit eigenem Naturheilkräutergarten ein kleines Geschenk.


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