KreislandFrauentag 2014

"Nein sagen und Grenzen setzen"                                               22.10.2014

 

 

Balingen-Roßwangen

Rückblicke auf ein prall gefülltes Veranstaltungsjahr, Grußworte von Ehrengästen, Dank an zwei sehr engagierte Vereinsmitglieder und ein informatives Referat zum Thema „Nein sagen und Grenzen ziehen“  kennzeichneten den diesjährigen KreislandFrauentag des LandFrauenverband Zollernalb.

Im Roßwanger Bürgerhaus begrüßte Katharina Stauß (LFV-Kreisvorsitzende und LFV-Vizepräsidentin aus Bisingen-Steinhofen) zahlreiche Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet. Renate Benne (LFV-Vizepräsidentin aus Frittlingen) berichtete über die Aktivitäten im Landesverband. Das vielfältige LFV-Programm - 2700 Veranstaltungen im Bereich Württemberg-Hohenzollern -  besuchten im letzten Jahr über 60 000 Frauen. Besonders angesprochen hatten sie dabei die Bildungsangebote. „2014 wird über den positiven Zahlen liegen“, so die Vizepräsidentin. Sie sprach dazu, die erfolgreiche Kreisverbandsarbeit im Zollernalb-Kreis an. Neben dem Engagement in verschiedensten Projekten, mischen sich die Landfrauen auch politisch ein. Als Beispiel nannte Renate Benne die Änderung des Mütterrente-Gesetzes. 75000 Unterschriften allein vom LFV, kann als großartige Initiative verbucht werden.  Weil der Lernort Familie vielfach verloren gegangen ist, bemüht sich der LFV auch, die Alltagskompetenz für Kinder als eigenständiges Unterrichtsfach voran zu bringen. Es soll sich aber nicht nur auf Kochen, Backen und Putzen beschränken, sondern als „Alltags- und Lebensökonomie“ vermittelt werden. Bisher wurden dafür 155000 Unterschriften gesammelt. Das große Netzwerk der Landfrauen setzt sich für Familien, Beruf und Ehrenamt ein und macht sich unter dem neuen Leitthema: Gemeinsam vielseitige Wege gehen, dafür stark.

Einen kurzen Umriss über die aktuelle Lage im Kreisbauernverband vermittelte Kreisobmann Alexander Schäfer. Die Zukunftsaussichten wären nicht rosig. Dazu würde auch die Preisrückgang-Spirale beitragen, die sich immer schneller drehe. Verbraucher hierzulande wären nicht bereit, die Erzeugnisse aus der Landwirtschaft mit einem ordentlichen Preis zu honorieren. Es würde vermehrt  Billigprodukten (Milch und Billigfleisch) der Vorzug gegeben. Die Kosten in der Landwirtschaft stiegen schneller, als die Erlöse. Verärgerung und Unsicherheit bei den Bauern würde die jetzige baden-württembergische Regierung mit dem Eingriff in das Eigentum bringen. „Diesen ungerechtfertigten Eingriff lehnt der Bauernverband absolut ab“ so der Kreisobmann.

Es folgten ein Bilder-Jahresrückblick (Annette Riehle) und der Dank an die ehrenamtlich, sehr  engagierten Landfrauen Birgit Lang (Balingen) und  Marlies Freudemann (Stetten u.H.).

Dem anschließenden Referat von Brigitte Schäfer, Dipl. Psychologin und Dipl. Theologin, hörten die Zuhörer aufmerksam zu, und erkannten sich hier und da in ihrer Verhaltensweise wieder. „Nein sagen und Grenzen ziehen“ will gelernt sein. Wenn man eigentlich nein sagen möchte, aber dann doch lieber Konflikten aus dem Weg gehen möchte und ja sagt, bewirkt das einiges. Körper, Geist und Seele sind bei einer Entscheidung die man zusagte, aber eigentlich doch nicht wollte, sehr gefordert. Brigitte Schäfer stellte zuerst das „Ja“ und dann das nur aus vier Buchstaben bestehende „Nein“  in vielen Beispielen vor. Es ließ sich erkennen, dass mehr Frauen als Männer das Wörtchen „Nein“ sehr ungern aussprechen. Und mit zunehmendem Alter würden es die Frauen auch vergessen. Um die von Kindesbeinen angelegte Verhaltensweise, es allen recht zu machen, zu verlassen, bedürfe es, auf sein Inneres zu hören. Die eigenen Bedürfnisse dürften klar definiert werden, so die Referentin. Persönliche Grenzen müssten wahrgenommen und  gesetzt werden. Wer sie selber nicht achte, respektiere auch die Grenzen des Anderen nicht. Sich nicht ausnutzen lassen, zu sich selber stehen, nicht in die Manipulationsfalle (JA) fallen und beharrlich bleiben. Brigitte Schäfer verwies in ihrem Schlusswort darauf, dass man authentisch auftretend, sowohl ein Ja als auch ein Nein seinem Gegenüber jederzeit  mitteilen dürfte. Wie es nicht sein sollte, zeigte das von der Referentin vorgetragene Gedicht „Der Unentschlossene“ von Eugen Roth.

Nach dem Vortrag genossen die Gäste das Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Auch  Landrat Günther-Martin Pauli schaute bei den Landfrauen vorbei und richtete Gruß- und Dankesworte an die Verantwortlichen des LFV. Mit dem „Landfrauen-Lied“ endete die Veranstaltung.


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