KreislandFrauentag 2013

                                                                                                   16.10.2013

Balingen-Roßwangen

Der KreislandFrauentag des LandFrauenverband Zollernalb hat sich zu einer festen Größe im Vereinsjahr etabliert. Auch dieses Jahr sprach das unterhaltsame Nachmittagsprogramm mit Referat im Roßwanger Gemeindehaus wieder viele Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet an.

Nach der Begrüßung durch Katharina Stauß (LFV-Kreisvorsitzende) kam in den Grußworten von Landrat Herr Günther-Martin Pauli,  LFV-Präsidentin Juliane Vees und Alexander Schäfer, Kreisobmann des Kreisbauernverband Zollernalb die Anerkennung der geleisteten Verbandsarbeit (Oktober 12 - 13) zum Ausdruck.

Kein banales Thema war das anschließende Referat „ Das täglich Brot zwischen Teller, Tank, Trog und Tonne“ mit Dr. Clemens Dirscherl, dem Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks.  Engagiert und sachkundig fesselte er mit Fakten die Zuhörer und regte dabei zum Nachdenken an. Er stellte das „täglich Brot“ auch als ethisches Thema und die Interpretation des Gebetes, des „Vaterunser“ vor. Zum Begriff Teller und Tank betonte er, dass es ein politisch hochbrisantes Thema wäre, das sich nicht einfach vom Tisch fegen ließe. Energie gleich Lebensmittel bedeute, was früher Pferde leisteten wird heute energetisch für Strom genutzt. Dr. Dirscherl ging der Frage nach, ob wir das Brot zu selbstverständlich nehmen. Vor und nach dem Krieg war das Essen nicht selbstverständlich. Hungererfahrung kennen wir heute nicht. Lebensmittel sollen erschwinglich sein. Sie erfahren aber keine Wertschätzung, weil sie entweder spottbillig oder sündhaft billig  und in Hülle und Fülle verfügbar sind. In diesem Schlaraffenland würden Schätze nicht geachtet, so der Referent. Er stellte den wirtschaftlichen Aufschwung in Schwellen- und Entwicklungsländern vor. Alle orientierten sich an der BRD und wollen diesen Standard kopieren. Dabei würde ein immer größerer Futteranbau nötig. Damit verbunden, wächst der Land-Umzugsdruck. Menschen müssen ihren Lebensraum verlassen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der gesteigerte Fleischkonsum und die Mobilität. Die Frage daher: Wenn alle Autofahren wollen, wo kommt dann der Sprit her? Der vergrößerte Flächenverbrauch/Flächenfraß nimmt erheblich drastischere Formen an. Ein Zielkonflikt ist vorhanden, weil im Spannungsfeld (Ökologie/Flächenverbrauch) umsetzbare Konzepte fehlen. Heute leben 7  Milliarden Menschen, 2050   werden es etwa 9,2 Milliarden sein. Statistisch gesehen, müsste es dann auch 2,7 Planeten Erde geben. Strategische Ansätze, umsetzbare technische Lösungen, Ersatzstoffe, Innovationen, mit denen man sich auseinander setzt und mehr Effizienz könnten zur Bewältigung der Problematik herangezogen werden. Dr. Dirscherl stellte danach die maßlosen Dimensionen der Lebensmittelverschwendung vor, bei der sich die soziale Frage der Nachhaltigkeit stellt. Die Verantwortung sollte über den eigenen Tellerrand hinausgehen. Begrenzte Wasservorräte, Flächenmanagement und Energie-Ressourcen verlangten nach einem „Management des Herzen“. Dr. Clemens Dirscherl betonte, dass Herzensbildung mit einer gesunden Balance innerlicher Gelassenheit von Nöten wäre. Für das interessante, aufschlussreiche Referat erhielt er abschließend viel Applaus.

Neben dem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, gab eine Diaschau-Rückblende (Annette Riehle) die Verbandsarbeit der letzten 12 Monate wider.  Ein lustiger Sketch (Elsbeth Bosch/Marlies Freudemann), sowie die Blumenübergabe an besonders aktive Frauen im LFV Kreisgebiet  (Brigitte Steger, Käthe Kostanzer, Heidrun Wannenmacher, Inge Eberhart, Angelika Bayer) beschlossen den diesjährigen KreislandFrauentag.


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