Heute schon an Morgen denken:

Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung          

                                                                                                     25.06.2013

Hechingen-Boll

In der Notlage werden sie schmerzlich vermisst, wenn man sie nicht hat. Die Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Welche Auswirkungen das mit sich bringen kann und wie sinnvoll solche Regelungen sind, erläuterten Wilfried Neusch, Geschäftsführer des SKM - Zollern und  Alexandra Unger, Rechtsanwältin aus Bisingen beim LandFrauenverband Zollernalb in Hechingen-Boll.

Diese Infoveranstaltung übertraf alle Erwartungen an Besuchern. Brigitte Steger, Hechinger LFV-Ortsvorsitzende konnte hierzu 93 Personen im Landgasthaus „Kaiser“ begrüßen. Wilfried Neusch stellte zu Beginn den Betreuungsverein mit seinen vielfältigen Aufgabenbereichen vor, der der Caritas angegliedert ist. Danach ging er auf die möglichen Lebenssituationen ein, „wenn man nichts geregelt hätte“; dann kommt es zur rechtlichen Betreuung.  Man sollte heute schon an Morgen denken, denn ein Unglücksfall könne jederzeit eintreten. Auch junge Menschen könne dies treffen. Die Patientenverfügung ist eine Vorsorgemöglichkeit, bei der man bestimmt, wie man medizinisch versorgt werden möchte, wenn man selber nicht mehr einwilligen kann. Das Schriftstück regelt den Willen - auch von jungen Menschen, ab der Volljährigkeit -  für Untersuchungen, Heilbehandlungen und ärztliche Eingriffe. Wilfried Neusch erklärte, dass Patientenverfügungen nur dann wirksam sind, wenn sie schriftlich verfasst und vom Aussteller eigenhändig unterschrieben sind. Eine notarielle Beurkundung ist nicht vorgeschrieben.

Zum Themenbereich Vorsorgevollmacht und Generalvollmacht sprach anschließend Alexandra Unger. In der Vorsorgevollmacht bevollmächtigt man eine Person des Vertrauens, alle oder bestimmte Aufgaben für ihn zu erledigen. Die Tätigkeit des Bevollmächtigten unterliegt keinerlei Kontrolle von außen. Eine Vorsorgevollmacht kann notariell beurkundet werden, zumindest aber sollte die Unterschrift  beglaubigt werden.

Für alle Lebensbereiche ist die Generalvollmacht gedacht. Ob privat, geschäftlich oder finanziell. Auch hier wählt der Betroffene eine Person seines absoluten Vertrauens aus, ihn in allen rechtlichen Fragen ohne weitere Differenzierungen  zu vertreten. Die Generalvollmacht kann notariell beurkundet werden, zumindest aber sollte die Unterschrift  beglaubigt werden.

Wilfried Neusch empfahl den Besuchern zunächst mit einer Betreuungsverfügung in das Vorsorge-thema einzusteigen. In der Betreuungsverfügung legt man fest, wer im Falle, dass man seine Angele-genheiten aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Unfall auf Dauer selber nicht mehr regeln kann, die Betreuung übernehmen soll und wer auf keinen Fall zum Betreuer bestellt werden darf.

Brigitte Steger bedankte sich bei beiden Referenten, die abschließend noch recht zahlreiche Fragen beantworteten.

 


LandFrauenfrühstück auf dem Riedhof

                                                                                                     22.06.2013

 

Zollernalbkreis

Als einen Volltreffer kann der LandFrauenverband Zollernalb sein „LandFrauenfrühstück auf dem Riedhof“  in Bisingen-Steinhofen verzeichnen. Fast 100 Frauen waren der Einladung gefolgt. Sie  genossen ein leckeres Frühstücksbüfett, das die Bisinger Landfrauen mit Frauen aus der Umgebung unter der Teamleitung von Käthe Kostanzer auf dem Hof der Familie Katharina und Kurt Stauß vorbereitet hatten. Schönes Wetter, liebevoll eingedeckte Tische und  Dekos, kulinarische Genüsse, Gespräche mit den Nachbarinnen und das Referat von Annette Widmann-Mauz MdB, über „Frauen im ländlichen Raum“ waren der Rahmen für einen kurzweiligen Vormittag.

Katharina Strauß, Vorsitzende des Landfrauenverband Zollernalb begrüßte im Namen ihrer Familie alle Anwesenden. Der Vortrag von Annette Widmann Mauz MdB, bei dem es unter anderem  um die Mütterrente ging  (gleiche Rentenpunkte für Frauen, die Kinder vor 1992 geboren haben),  - die der LandFrauenverband mit einer Unterschriftenaktion unterstützt - , sowie die Kleinkindbetreuung, Erhaltung der Grundschule im Dorf, Flächenerhaltung, Nahrungsmittelproduktion und die Lebensmittelverschwendung, wurde sehr aufmerksam verfolgt. Die anschließende rege Diskussion, die von Annette Riehle (LFV-Vorstandsmitglied) geleitet wurde, zeigte wo den Frauen der „Schuh drückt“.  Das fehlende Unterrichtsfach: „Alltags- und Lebensökonomie“ in den Schulen, Lehrer-Entlassungen, der Ausbau des DSL- Breitband im Dorf und weitere kommunalpolitische Themen waren Gesprächspunkte, die an die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit gerichtet wurden. Nach den anregenden Gesprächen begeisterten Marlies Freudemann (Burladingen-Stetten) und Elsbeth Bosch (Albstadt-Truchtelfingen) als Marie & Sophie mit einem Sketch. Hier lebte der Dorfklatsch auf. Adelheid Kalbacher (LFV-Vorstandsmitglied) bedankte sich abschließend bei der Referentin und den beiden komödiantischen Darstellerinnen.

 


Landfrauen-Fahrradtour:

Sehenswürdigkeiten am Bodensee entdecken                              06. - 08.06.2013

 

 

Zollernalbkreis

Mit einer ersten, großen Fahrradtour unter dem Motto „Sehenswürdigkeiten am Bodensee entdecken“ hatte der LandFrauenverband Zollernalb zu einem dreitägigen Radurlaub eingeladen. Unter der Leitung der ehemaligen Vorsitzenden des Kreisverbandes, Inge Eberhart aus Geislingen-Binsdorf, die hierzu schöne Tagestouren zusammengestellt hatte, wurden die 220 Kilometer Fahrradstrecke zu einem tollen Raderlebnis.

Die erste Tagesetappe begann gleich nach der Autoankunft in Konstanz. Von der Konzilstadt aus ging es am Gnadensee entlang in die alte Reichsstadt Radolfzell. Nach einer Stärkung radelten die Frauen über die Halbinsel Höri nach Stein am Rhein. Neben einer Kaffeepause war auch reichlich Zeit für einen Bummel durch den Altstadtkern mit seinen bemalten Häuserfassaden und Fachwerkhäusern, sowie einen Besuch des Museum „Lindwurm“ (Bürgerliche Wohnkultur und Landwirtschaft im 19. Jahrhundert). Gestärkt ließen sich die restlichen 31 Kilometer nach Konstanz bewältigen. Ein gemütlicher Abend im Konstanzer Hafen schloss diesen ersten Tag ab.

Am zweiten Tag setzten die Teilnehmerinnen nach dem Hotel-Frühstück mit der Autofähre nach Meersburg über und genossen die Landschaft entlang des Bodensee-Radwegs nach Friedrichshafen. Hier fand die erste größere Pause statt. Lindau war danach das nächste Etappenziel. Die bayerische Inselstadt lud zu einer Besichtigung und einer Kaffeepause ein. Nur noch 10 Kilometer waren es anschließend, vorbei an der großen Festspielbühne, bis zur Hotelankunft in Bregenz.

Der dritte Tag führte durch das Rheindelta nach Rorschach. Einen Abstecher wert war in Rheineck die Markthalle Altenrhein von Friedensreich Hundertwasser. Am See entlang radelten die Frauen dann noch durch Arbon und Romanshorn zurück nach Konstanz.

Alle Teilnehmerinnen waren von den unterschiedlichen Landschaftseindrücken bei bestem Wetter und der Organisation begeistert und freuen sich schon auf weitere Touren.


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