Wissenswertes über verschiedene Vollmachten                        20.01.2017

                                                                                  von Carola Gsell-Hodler
In allen schwierigen Situationen will man das Heft in der Hand behalten.
Doch was passiert wenn man krank wird, einen Unfall hat oder altershalber nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen selbst zu äußern, oder wichtige Entscheidungen zu treffen?
Dann wird es schon der Ehepartner oder die Kinder richten! Doch leider ist dies ein weitverbreiteter Irrglauben, ohne entsprechende Vollmacht, so erklärte Rechtsanwalt Harald Schwabenthan aus Bisingen, geht gar nichts. Liegt kein Vorsorgedokument vor,
entscheidet ein Richter wer und in welchem Umfang, für eine betreuungsbedürftige Person,
in Zukunft die Betreuung übernimmt. Dies kann unter Umständen eine Person sein, die der Betreute überhaupt nicht kennt. Schwabenthan erklärte den interessierten Anwesenden, die verschiedenen Arten der Vollmachten. General-, Vorsorge-, Betreuungsvollmachten sowie die Patientenverfügung. Was kann man selbst schriftlich festlegen, wann braucht man den Notar,
wie z.Bsp.bei der Generalvollmacht. Alle diese Themen wurden erklärt und viele Fragen beantwortet. Angehörige, die man zur Betreuung eingesetzt hat, haben oft eine große Verantwortung übernommen, wird es zur Bürde kann man Sie auch zurückgeben oder gar nicht erst annehmen. Dass man Vollmachten auch widerrufen kann und Patientenverfügungen,
die man in gesunden Tagen geschrieben hat, im Krankheitsfall vielleicht ganz anderst aussehen, gaben Anlass zur Diskussion. Keiner möchte ein jahrelanger Pflegefall sein und deßhalb sollte jeder für sich die richtige Lösung finden. Darin waren sich die Besucher des Vortrages,
der von den Landfrauen des Zollernalbkreises angeboten wurde einig.

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Pflanzenöl – mehr als Kalorien                                       18.01.2017

                                                                                               von Manfred Steger
Helmut Spohn und Patrick Schuler, von der Firma Brändle (Ölmühle und Speiseölgroßhandel)
aus Empfingen, waren zu Gast bei den Landfrauen in Hechingen.
Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsitzende, stellte der Vertriebsleiter Helmut Spohn kurz
die Firma Brändle vor. Sie wird nun in der fünften Generation betrieben, hat etwa 50 Mitarbeiter und macht pro Jahr 20 Millionen Abfüllungen von der 100 ml-Flasche bis zum Tankzug.

Der Fachmann für Qualitätssicherung, Patrick Schuler erklärte zunächst den Begriff „Kalorie“ und den grundlegenden Aufbau von Fetten aus Glycerin und drei Fettsäuren. Fette und Öle haben im Körper unterschiedlichste Funktionen. Vom Energielieferant über den Baustein von Zellwänden und Hormonen zum Träger der fettlöslichen Vitamine. Nicht zuletzt ist Fett ein Geschmacksträger in Nahrungsmitteln.

Ein wichtiger Unterschied  bei den Fettsäuren sind die gesättigten, die einfach ungesättigten und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Darunter sind die essentiellen Fettsäuren. Das sind Fettsäuren, die für den Menschen lebensnotwendig sind und die er nicht selbst, aus anderen Nährstoffen, herstellen kann. Dazu zählen die Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) und die Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure). Insbesondere die Omega-3-Fettsäuren sollten bei der Ernährung vermehrt zu sich genommen werden. Sie sind besonders in Leinöl, Walnussöl und Rapsöl enthalten.

Es gab auch Informationen über die Lagerung der Öle: kühl und dunkel. Öl kann nicht schimmeln aber verderben. Das ist ein natürlicher Vorgang. Wenn Öl schlecht riecht, sollte man es nicht mehr verwenden.

Wichtige Größen bei Fetten sind der Schmelzpunkt und der Rauchpunkt, bei dem das erhitzte Fett in der Pfanne zu rauchen beginnt. Dieser sollte nicht erreicht werden, weil sich dann das Öl zersetzt und sich sogar entzünden kann. Schuler ging auch auf den Unterschied der kaltgepressten und der raffinierten Pflanzenöle ein. Bei den raffinierten Ölen wird das Öl, mit Hilfe eines Lösungsmittels, aus der Frucht herausgelöst. Das Lösungsmittel wird dann wieder entfernt, so dass nur das reine Öl zurückbleibt. Raffinierte Öle kann man stärker erhitzen. Sie sind deshalb besonders als Bratfett geeignet. Die kaltgepressten Öle sind für kalte Speisen,  z. B. für Salate, sehr gut geeignet.

Schließlich stellte der Referent die reichhaltige Produktpalette der Firma Brändle vor und überreichte den Teilnehmern/innen des Nachmittags eine kleine Produktprobe.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger, bedankte sich für den informativen Vortrag, bei den beiden Referenten, mit einem Geschenk.

 


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