Krippen und Sterne – Lehrfahrt der Landfrauen                                       27.01.2015

 

                                                                                                   von Manfred Steger

Das Krippenmuseum in Oberstadion war das erste Ziel der Lehrfahrt der Hechinger Land­frauen in diesem Jahr. Hier werden über das ganze Jahr Krippen aller Art gezeigt. In einer interessanten Führung wurden die Krippen erklärt. Eine typisch neapolitanische Krippe enthält, neben dem Heilsgeschehen, auch Alltagsszenen, die bis ins Detail sehr liebevoll ausgearbeitet sind. Blockkrippen sind aus einem einzigen Holzstück heraus geschnitzt. Nicht nur das Weihnachtsgeschehen ist Thema für eine Krippe, auch andere biblische Ge­schichten werden dargestellt. In Simultankrippen sind diese Geschichten in einer einzigen Krippe vereinigt.

Neben der Dauerausstellung bietet das Krippenmuseum eine jährlich wechselnde Son­derausstellung. Dieses Jahr sind es Krippen aus Afrika. Bewundernswert, mit welchem handwerklichem Geschick und mit wie vielfältigen Materialien hier gearbeitet wurde. Zum Beispiel bei einer Blockkrippe aus Ebenholz zeigen sich die drei Schichten, braune Rinde, helles Splintholz und das eigentliche schwarze Ebenholz.

Nach dem Mittagessen in Moosbeuren ging die Fahrt weiter nach Laupheim. Im dortigen Planetarium wurde zuerst der Sternenhimmel gezeigt, wie er zur Zeit am nächtlichen Him­mel zu sehen ist. Dann wurde der Frage nachgegangen, was es mit dem, in der Bibel er­wähnten, „Stern von Bethlehem“ auf sich hat. Es war die dreimalige, enge Begegnung der Planeten Jupiter und Saturn im Sternbild Fische. Nach den Vorstellungen der Magier oder Sterndeuter im Zweistromland stand Jupiter für einen König, Saturn für die Juden und die Fische für Palästina. Damit war das Ziel der Magier klar. Dass es drei Personen gewesen sein sollen, wurde aus den Geschenken (Gold, Weihrauch und Myrrhe) geschlossen.

Nach der Planetariumsvorstellung ging es, zum Abschluss, zu Kaffee und Kuchen auf den Ernsthof in Ehingen-Berg. Nach dem Einkauf im Hofladen wurden alle gut und sicher im Bus durch das winterliche Wetter gefahren und kamen wieder wohlbehalten in Hechingen an.

 

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Natursteine „Unikate zur Gestaltung von Haus und Garten"         21.01.2015     

                                                                                                              von Inge Lorch

Zur Betriebsbesichtigung der Firma Jerger in Rosenfeld-Bickelsberg waren über zwanzig Frauen gekommen.

Die Firma Jerger ist ein reines Familienunternehmen, denn neben dem Seniorchef Wilhelm Jerger arbeiten seine vier Söhne im Unternehmen. Granit und Marmor wird von ihnen direkt importiert hauptsächlich aus Italien und die Natursteinprodukte sowohl an gewerbliche wie auch an private Kunden verkauft.

Firmengründer Wilhelm Jerger  begann  seine Führung mit der Besichtigung des leicht verschneiten Außengeländes, wo Steine, Skulpturen usw. für Garten, Terrasse lagern. Anschließend im Keller staunten die Frauen über die immense Menge an Fliesen, die  auf Paletten gestapelt, auf Käufer warten, daneben lagern Steinfiguren und Holz, das versteinert ist.

Höhepunkt war ein von Wilhelm Jerger selbst behauener Grabstein, den er mit sechzehn Jahren hergestellt hat. Dazu erklärte er, dass Steinmetze heute nur noch an Kirchen und Domen in dieser Weise arbeiten.

Riesige Platten in allen Farben und aus allen Herren Ländern stehen in der großen Halle, diese werden mit Hilfe eines Krans bewegt. Sie werden für Küchen, Bäder, Duschen, Toiletten, Fliesen, Treppenstufen, Innen- und Außenfensterbänken verwendet und sind sowohl naturbelassen, geschliffen, geflammt , geledert oder poliert zu haben.

Zum Schluss wurde erläutert wie an computergesteuerten Maschinen mit Zugabe von Wasser die Platten auf das gewünschte Maß und die entsprechende Form zugesägt  werden.

Zur Überraschung aller, bekam jede Frau zur Erinnerung einen marmorierten Kelch aus Stein.

Inge Lorch bedankte sich bei Wilhelm Jerger für die überaus interessante Führung mit einem Geschenk danach ging es ins Gasthaus Lamm zu Kaffee und Kuchen.

Für die Region Rosenfeld- Balingen standen die Wahlen zur Ortsvorsitzenden und ihrer Stellvertreterin an. Inge Lorch als Vorsitzende und Birgit Lang als Stellvertreterin wurden einstimmig für weitere drei Jahre gewählt.

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Wenn Kinder für ihre Eltern verantwortlich sorgen (müssen). -
                                                       Wie steht es um den Elternunterhalt?

                                                                                                          13.01.2015

Alexandra Unger referiert vor Landfrauen.                                                   von Bernd Ullrich

Hechingen-Boll. An die 70 Personen waren der Einladung der Ortsgruppe Hechingen im KreislandFrauenverband Zollernalb e.V. zu einem Vortrag der Rechtsanwältin Alexandra Unger in den Kaiser in Boll gefolgt. Die Juristin referierte über das Thema „Elternunterhalt durch Kinder“

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Ortsgruppe, Brigitte Steger, ergriff die Fachfrau für Familienrecht das Wort. Das Thema Elternunterhalt werde vermehrt angefragt, meinte Alexandra Unger. Jung und alt lebten heute häufig nicht mehr unter einem Dach Die Menschen würden älter, aber nicht gesünder. Oft seien die Eltern allein und ihre Einkünfte und ihr Vermögen deckten dann nicht die mittlerweile deutlich gestiegenen Pflegekosten. Wer hilft dann?

Nun, die gesetzliche Grundlage schafft der  §1601 BGB. Der erklärt, dass Verwandte in gerader Linie verpflichtet sind, einander Unterhalt zugewähren. Im Bereich der Sozialhilfe greift der Sozialhilfeträger aber nur auf die Ehegatten und Kinder, nicht auf die Enkelkinder zurück. Entscheidend für einen Unterhalt sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Eltern. So sind diese nur dann bedürftig, wenn ihr eigenes Einkommen und ihr Vermögen für den Lebensunterhalt oder für anfallende Heimkosten nicht ausreichen. „Das bedeutet, dass das eigene Häuschen dann schon mal veräußert werden muss“, erklärte die Anwältin. Und eine Schenkung würde bei auftretender Bedürftigkeit innerhalb von zehn Jahren wieder rückgängig gemacht werden. Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kinder berechne sich nach Einkommen, und Vermögen und berücksichtige Selbstbehalte. Bei letzteren gebe es klare Sätze, wobei das Familieneinkommen und damit der Ehegatte mit ins Spiel komme.  „Das trifft aber nicht jeden“, meinte Alexandra Unger und verhehlte nicht, dass das Familienrecht komplex, nicht ganz einfach und fachliche Beratung durchaus nützlich sei.

Wenn auch Geschwister nach ihren jeweiligen Einkommens- und Vermögensverhältnissen hafteten, gebe es in begründeten Fällen einen Ausschluss des Anspruchs. Wenn Eltern ihr Vermögen verschwendet, ungenügende eigene Altersvorsorge betrieben oder die Kinder grob vernachlässigt hätten. „Diesem Verwirkungsgrad sind allerdings ziemlich hohe Hürden gesetzt“, wusste die Fachfrau anhand von Beispielen zu berichten. Wie weit nun ein Anspruch auf finanzielle Hilfe besteht, entscheidet in der Regel das Sozialamt. Deren Berechnung empfiehlt die Rechtsanwältin zu überprüfen.

Für die Altersversorgung der Eltern und auch für die eigene empfiehlt sich eine rechtzeitige Überprüfung der Verhältnisse. Die Frage „Was kann getan werden, um eventuelle Lücken zu schließen“ sollte schon im eigenen Interesse gestellt und auch beantwortet werden.

Während des bebilderten und mit Beispielen aus der Praxis versehenen Vortrags, der ein sehr komplexes Thema verständlich machte, nahm die Referentin gleich Stellung zu zahlreich auftauchenden Fragen.

Damit die „süße“ Anwältin auch weiterhin an den Landfrauen „kleben“ bleibe, überreichte Brigitte Steger der Referentin als Dankeschön ein Glas Honig.


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