Tafeln und Vorträge am Mittag                                                 26.02.2015

                                                                                                   von Manfred Steger

„Nehmt einander an…“, der erste Teil der Jahreslosung für dieses Jahr, war das Thema für „Tafeln am Mittag“ des Förderkreises Johanneskirche und der Landfrauen. Die Tische im evangelischen Gemeindehaus in Hechingen waren festlich gedeckt und die zahlreichen Gäste gespannt auf die Tischreden und das Essen, das von einem Team frisch zubereitet worden war.

Nach der Vorspeise trat Friedel Kehrer aus Bronnweiler ans Mikrofon. Nach einer kurzen Einführung sang sie ihre Tischrede mit Gitarrenbegleitung. Wirklich originell und passend.

Dann wurde die Suppe serviert. Grete Dimster aus Wannweil berichtete über positive und negative Erfahrungen, die sie, als Banater Schwäbin, beim Angenommen werden in Deutschland machen musste. Durch das erste Buch, das sie in Deutschland gekauft hat, „Deutschland deine Schwaben“ von Thaddäus Troll, wurden ihr die Menschen hier immer vertrauter.

Nach dem Salatteller, sprach Sandra Schmid-Lorch aus Hechingen, als dritte Tischrednerin. Wir sollen einander in unseren Unterschiedlichkeiten annehmen, dann  kann etwas wachsen. Jesus Christus, der die Sünder angenommen hat, soll unser Vorbild sein.

Schließlich konnten sich die Gäste am Büffet das Hauptgericht aussuchen.

Die letzte Tischrede war von Gabriele Lang aus Lonsingen. Sie berichtete von einem Wortgefecht eines Ehepaares. Jeder will den Anderen überzeugen und es gelingt nicht. Bis einer sagt: „Lass mich einfach stehen.“  Dies ist sicher nicht das, was unser Herz bewegt. Jeder Mensch sehnt sich nach Annahme, nicht zuletzt auch alte Menschen. Jesus wählte frei und oft das, was übersehen wird.

Rudis Geheimnis, ein wunderbares Dessert, bildete den Abschluss des Essens.

Die Zeit bis Kaffee und Kuchen wurde ausgefüllt durch Gespräche über die Tischreden und Geschichten die Rose Schenk und Helga Pooch vortrugen.

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Demenz – was kommt auf uns zu?                                          24.02.2015

                                                                                                     von Annette Riehle
Bei der regionalen Mitgliederversammlung in Winterlingen konnte Monika Griener viele interessierte Frauen im vollbesetzten Gasthaus Krone begrüßen.

Zuerst fanden die von Barbara Konzelmann vom Kreisvorstand der Landfrauen geleitete Wahl der Ortsvorsitzenden und ihrer Stellvertreterin statt. Dabei wurde Rosa Stauß zur Ortsvorsitzenden und Monika Griener zu Ihrer Stellvertreterin einstimmig wiedergewählt.

Anschließend berichtete die Referentin Frau Dr. med. Elisabeth Ettel, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutin, über Ursachen und Verläufe einer Demenzerkrankung vor. Sie erläuterte die verschiedenen Erscheinungsbilder und stellte weitergehenden Überlegungen, die die Frage nach der Lebensqualität im höheren Alter ebenso berührten wie die Möglichkeiten und Grenzen des therapeutischen Handelns an.

An den interessanten und lebensnahen Vortrag schloss sich eine Fragerunde an.

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Seelsorge zwischen Riesenrad und Tigerkäfig –                  24.02.2015
ein Schaustellerpfarrer berichtet

                                                                                                          von Manfred Steger

Bei den Landfrauen zu Gast war der langjährige Schausteller- und Zirkuspfarrer der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) Horst Heinrich aus Balingen. Er erzählte bildreich und packend von seinem Berufsalltag zwischen Flensburg und Mittenwald. - 200 Tage im Jahr unterwegs und dabei ca. 65.000 km zurücklegend.

„Die ganze Welt ist unser Feld“ ist das Motto der Schausteller, Komödianten und Zirkusleute. Sie sind überall und nirgends zu Hause. Im Gegensatz zu den „Bauern“, den Sesshaften, die an ihre Scholle gebunden sind.
Für die Schausteller, sind nicht nur ihre Fahrgeschäfte oder Buden wichtig, sondern vor allem der Platz, an dem das Geschäft aufgebaut und betrieben werden kann.

Ungewöhnliches erlebt man als Schaustellerpfarrer:
Bei einer Beerdigung am Heiligabend auf dem Friedhof einer deutschen Stadt, mit 1000 Trauergästen, wird, auf Wunsch der Familie, das Lied „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ gespielt.
Bei einer Predigt über Vertrauen wurde Pfarrer Heinrich unterbrochen mit den Worten „Pfarrer hast Du auch Vertrauen?“ Zum Beweis musste er sich an ein Brett stellen und mit 10 Messern bewerfen lassen.
Bei einer Hochzeit spielte ein Trompeter, der keine Noten lesen kann, zum ersten Mal in seinem  Leben, auf einer Orgel, die ihm vorgesungenen Lieder, fehlerfrei und begleitete so den Gottesdienst.

Was Pfarrer Heinrich gelernt hat:
Die Welt ist bunt. Überall gibt es schwarze Schafe. Folge deinem Gespür und lass’ dich auf Neues ein. Trau dich – sei ab und zu richtig unvernünftig. Heute wird gelebt!

Die Ortsvorsitzende Brigitte Steger bedankte sich bei Pfarrer Heinrich, für den spannenden und lebendigen Vortrag bei den Landfrauen, mit eine kleinen Geschenk.

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Führung im Tafelladen - Einkaufen was andere aussortieren    24.02.2015

                                                                                                  von Inge Lorch

Reger Betrieb herrschte an diesem Vormittag im Balinger Tafelladen als Marktleiter Thomas Hölzel zahlreiche Landfrauen, die sich zur Besichtigung eingefunden hatten, begrüßte.

Für den Verkauf am Nachmittag wurden von ehrenamtlichen Mitarbeitern die Ware in Rollis angeliefert und in die Regale eingeräumt.
Es werden Obst, Gemüse, Brot und Backwaren, Molkereiprodukte, Wurstwaren, Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen und einwandfreie Ware aus Überschussproduktion kostengünstig verkauft.  Alkoholische Getränke und Haushaltswaren werden nicht angeboten.
Die Tafel erhält die Waren als Spende, die Verwaltung organisiert die Abholung. Die Mitarbeiter der Tafel holen die Lebensmittel ab, sie sortieren, säubern und zeichnen die Ware aus.

Einkaufen können Personen mit geringem Einkommen, Bezieher(innen) von Arbeitslosengeld 2, kinderreiche Familien und Rentner mit einer kleinen Rente. Hierzu benötigt man einen Kundenausweis und kann dann jeweils Dienstag und Freitag von 14.00-17.00 Uhr einkaufen. Allerdings zu einer genau festgelegten Zeit, die wechselt, damit die Kunden einmal die volle Auswahl haben und ein anderes Mal sich damit begnügen müssen, was um die Uhrzeit noch vorhanden ist.

Seit dem Jahr 2008 besteht der Tafelladen in Balingen, z. Zt. sind rund 70 ehrenamtliche  Mitarbeiter im Einsatz.
Träger sind  die evangelische Gesamtkichengemeinde Balingen, die katholische Kirchengemeinde Heilig Geist Balingen und der Förderverein Balinger Tafel e.V.

Für die zahlreichen Fragen der Landfrauen standen Herr Hölzel und seine Mitarbeiter Rede und Antwort. Betroffen zeigten sich die Frauen angesichts der Tatsache, dass in einem reichen Land wie Deutschland Menschen darauf angewiesen sind im Tafelladen einzukaufen.

Birgit Lang bedankte sich bei Herrn Hölzel und seinem Team für die sehr interessante Besichtigung mit einer Spende.

 

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Hilfe leisten von Haus zu Haus                                                   22.02.2015                           

Das Zertifikat haben erhalten: Priska Beiter, Starzach; Ewa Ben Aissa (Böttingen), Heidi Bosch (Tuttlingen), Heidi Frauenfeld (Schömberg), Angelika Gorny (Killer), Silvia Haile (Mengen), Bettina Klingler-Speidel (Starzach), Margarethe Laur (Ergenzingen), Sabine Lohner (Balingen), Heidelinde Mattes (Egesheim), Daniela Merz (Nehren), Ingrid Sauer (Burladingen), Lieselotte Sautter (Täbingen), Sybille Scherer (Hirrlingen), Johanna Schlagenhauf (Hechingen), Gabi Schneider (Haigerloch), Waltraud Schneider (Gruol) und Andrea Wessner (Rottenburg).

                                                                                                                                                                                                                                                 ks/HZ, vom 22.02.2015

Auszeichnung für 18 neue qualifizierte hauswirtschaftliche Familienbetreuerinnen

Das Lernen hat sich für 18 Frauen aus dem Landfrauenverband Württemberg/Hohenzollern gelohnt. Gestern wurden sie in Rangendingen als „qualifizierte hauswirtschaftliche Familienbetreuerin“ zertifiziert.
Vom 18. September letzten Jahres bis zum 3. Februar dieses Jahres wurden 18 Frauen vom Bildungs- und Sozialwerk der Landfrauen zur „qualifizierten hauswirtschaftlichen Familienbetreuerin“ ausgebildet. Ministerialrätin Edelgard Fieß-Heizmann übergab gestern im „Rössle“ in Rangendingen die Zertifikate.
Die Freude über den erfolgreichen Abschluss zur qualifizierten hauswirtschaftlichen Betreuerin war den Frauen im Gesicht abzulesen. Dazu gratulierte viel Prominenz: Ministerialrätin Edelgard Fieß-Heizmann vom Referat „Frauen, Familie und Beruf“ Baden-Württemberg, Landrat Günther-Martin Pauli und Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier.

Katharina Stauß, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Zollernalb eröffnete die Feierstunde im „Rössle“. „Hand in Hand in die Zukunft“ – so lautete das Motto der Weiterbildungsmaßnahme, die überwiegend im Mehrgenerationenhaus Rangendingen stattfand. „Hier geht es um Hilfe von Haus zu Haus“, stellte Stauß in ihrem Grußwort fest. Das Erlernte setzten die 18 Teilnehmerinnen nun in Familien, bei der Grundpflege bei älteren und hilfsbedürftigen Menschen ein. Den 98 Stunden Theorieunterricht folgte ein 60 Stunden umfassendes Praktikum. Vermittelt wurden Kenntnisse und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft, im familiären und sozialen Umfeld, in der Grundpflege und im Arbeitsrecht. Laut Katharina Stauß bietet dieser Qualifizierungslehrgang diverse Möglichkeiten, um sich für neue berufliche Herausforderungen fit zu machen, um in ein solzialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu kommen. Ihr Dank ging insbesondere an Kursleiterin Waltraud Schneider und an Heidrun Wannenmacher vom Ortsverband Rangendingen für die Organisation des Lehrgangs.

Edelgard Fieß-Heizmann hob in ihrem Grußwort hervor, dass das Land Baden-Württemberg den Qualifizierungslehrgang mit Fördergeldern bezuschusst hat. „Das ist uns sehr wichtig“, betonte der Gast aus Stuttgart. Mit der Erlangung des Zertifikates zur qualifizierten hauswirtschaftlichen Betreuerin hätten die Frauen in Wohnortsnähe nun neue Einkommensmöglichkeiten. Eine fünfjährige praktische Tätigkeit im eigenen Haushalt hat ausgereicht, um überhaupt an diesem Zertifizierungslehrgang teilnehmen zu können. Sie betonte aber, dass mit der Erlangung dieser Qualifizierung kein staatlich geprüfter Abschuss verbunden sei.

Fieß-Heizmann betrachtete dieses Zertifikat jedoch als ideales Sprungbrett für ein weiteres berufliches Vorwärtskommen – beispielsweise zur geprüften Dorfhelferin, Pflegerin oder Erzieherin. Das Zertifikat berechtigt dazu, „einfache Hilfeleistungen“ im pflegerischen Bereich auszuüben oder als Mitarbeiterin in der Nachbarschaftshilfe tätig zu werden. Die Teilnehmerinnen würden einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität leisten.
Glückwünsche kamen auch von Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier. Diese Qualifikation komme auch älteren Menschen zugute, die in ihrer heimischen Umgebung älter werden möchten. „Dieser Wunsch kann mit Ihrer Hilfe vielen Menschen erfüllt werden.“


Rangendingen als familienfreundliche Kommune geht mit gutem Beispiel voran. Gerade im neu geschaffenen Rangendinger Netzwerk „Gegenseitig helfen“ würden engagierte und geschulte Helferinnen und Helfer ständig gesucht. Landrat Günther-Martin Pauli dankte dem Landfrauenverband für die Weiterbildungsangebote. Gerade in Zeiten des demographischen Wandels seien solche Lehrgänge von Bedeutung.

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Viel mehr als nette Damen                     von Andrea Spatzal, HZ

Landfrauenverband setzt in Rangendingen Signale – Zertifikatsübergabe mit Ministerialrätin & Co.                                                                                             

Ministerialrätin, Präsidentin, Landrat und Bürgermeister: Die Zertifikatsübergabe an die neuen Familienbetreuerinnen im Landfrauenverband morgen in Rangendingen hat Signal- wirkung.

Landfrauen. Da denkt man an die netten Damen, die immer auf Dorffesten bewirten. "Aber wir können viel, viel mehr", unterstreicht Sabine Schmidt, Geschäftsführerin des Landfrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern mit Sitz in Ravensburg. Als anerkannter Träger der ländlichen Erwachsenenbildung bietet der ehrenamtlich geführte Verband über sein eigenes Bildungs- und Sozialwerk ein qualifiziertes, ganzheitliches und sehr kostengünstiges Weiterbildungsangebot auf Landes-, Kreis- und Ortsebene an. Allein an den verschiedenen Bildungsveranstaltungen des Landfrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern nehmen jährlich rund 60 000 Frauen teil.
Erst vor kurzem haben 18 Frauen ihre Qualifizierung zur Hauswirtschaftlichen Familienbetreuerin abgeschlossen. Morgen, 22. Februar, werden ihnen die Zertifikate übergeben. Die Feierstunde findet im Rangendinger Gasthof "Rössle"statt und beginnt um 14 Uhr. Die "Promidichte" ist hoch: Landrat Günther-Martin Pauli, Bürgermeister Johann Widmaier und die Präsidentin des Landfrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern, Juliane Vess, werden Grußworte sprechen. Die Zertifikate werden von Ministerialrätin Edelgard Fieß-Heizmann vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg übergeben. "Das ist ein Signal, das die hohe Wertschätzung für die Arbeit der Landfrauen zeigt", erklärt Sabine Schmidt die Anwesenheit der vier Amt- und Würdenträger/innen.
"Wir sind nett, das ist unser positives Image, aber wir sind eben nicht nur nett - unser Markenzeichen ist die Biene und die hat auch einen Stachel", stellt die Geschäftsführerin selbstbewusst fest. An Beispielen für das Engagement der Landfrauen auf politischer Ebene mangelt es nicht: Seit 2012 setzte sich der Verband für eine Änderung des Kommunalwahlrechts ein. Gefordert wird eine Parität von Männern und Frauen auf den Kandidatenlisten. Gestritten hat man für die Rentenpunkte für Mütter, deren Kinder vor 1982 geboren wurden.
Die Ärzteversorgung im ländlichen Raum ist ein großes Thema und ein Dauerbrenner ist der Erhalt der Infrastruktur in den Dörfern und Gemeinden. Unter anderem wird nach dem Motto "Kleine Füße, kurze Wege" für wohnortnahe Schulstandorte plädiert. "Wir haben für die Familien im ländlichen Raum schon einiges bewegen können", fasst Sabine Schmidt zusammen.

Ein Gewinn für das Leben im ländlichen Raum sind auch die hauswirtschaftlichen Familienbetreuerinnen, die der Verband regelmäßig ausbildet. Der Lehrgang, der von September 2014 bis Januar 2015 in Rangendingen stattfand, war mit 18 Teilnehmerinnen sehr gut besetzt. Die Frauen haben knapp 100 Unterrichtsstunden und 60 Stunden Praktikum absolviert, die im Gemeindehaus Rangendingen, in der Schule Rangendingen sowie bei der Sozialstation Balingen erfüllt wurden. Die Teilnehmerinnen kommen aus Tuttlingen, Sigmaringen, Rottenburg, Starzach, Hirrlingen, Rangendingen, Hechingen, Burladingen und Haigerloch. Die Unterrichtszeiten werden bei jedem Kurs bewusst familienfreundlich gestaltet, sprich: die Ferien sind tabu.
Das Weiterbildungsmodell "Hauswirtschaftliche Familienbetreuerin" hat der Landfrauenverband zusammen mit dem Sozialministerium und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schon vor etlichen Jahren entwickelt, um Frauen nach der Familienphase den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ebnen, und dabei das Wissen, das sie in den Bereichen Hauswirtschaft, Erziehung und Pflege bereits mitbringen, in die Qualifizierung mit einzubauen. Sabine Schmidt nennt das Modell gern: "Hauswirtschaft trifft Pflege". "Wenn man die demographische Entwicklung anschaut, waren wir der Zeit ganz weit voraus", stellt sie fest.
Ob die frisch gebackenen Familienbetreuerinnen ihre neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse jetzt in der Familie, in einem Beruf oder - wozu der Landfrauenverband immer animiert - einem Ehrenamt einbringen, ist ihnen überlassen. Gefragt sind die Absolventinnen allemal: Viele bekommen noch während des Kurses Jobangebote.
Dass die Landfrauen alles auch mit Humor nehmen können, zeigt der Abschluss des morgigen Nachmittags: Kabarettistin Dietlinde Ellsässer wird mit "Ledig in Schwaben" auftreten.

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Fingerhandschuhe stricken bei den Landfrauen                 05.02.2015

                                                                                                   von Rainer Eule

Burladingen (eb) Voll „trendy“ zeigen sich die Landfrauen mit ihrem Programm „Fingerhandschuhe selber stricken“. In Burladingen liegt seit Jahren wieder ausreichend Schnee um den Skilift zu betreiben, was liegt da näher als Handschuhe selber zu stricken und das in heimelig warmer Umgebung des Saales im alten Bahnhof. 

Zusammen mit alten Bekannten bei Kaffee und Kuchen und der Diskussion ob nun eine Masche rechts- oder linksrum gestrickt werden muss, oder ob man eine zweier, dreier oder noch eine andere Stricknadelgröße braucht, und überhaupt ob man die richtige Wolle hat.
Ein fröhlich wuseliger Haufen, so etwa 25 Teilnehmerinnen sind es in der Regel, einmal gab es Bürgermeister Harry Ebert in der Runde, damit war die männliche Beteiligung allerdings beendet. Apropos Landfrauen, damit sind nicht nur gestandene Bäuerinnen zu verstehen, sondern wie es Anette Riehle ausdrückte, alle Frauen die auf dem Lande leben, und dazu gehört auch Burladingen. Eine Mischung die zusammen gefunden hat und munter miteinander strickt, fachsimpelt und seinen Kaffee und süße Stückle geniest.
Den letzten Stricknachmittag der Saison leiteten Marlies Freudemann und Sylvia Rösler die alle Tricks und Kniffe der Technik für Fingerhandschuhe zu vermitteln suchten, Erfolge trotz allem Mühen unterschiedlich. Aber darum geht es letztendlich nicht, jeder versucht sich und tut sein Bestes, wer gar nicht klar kommt trinkt eben nur Kaffee und ist beim Plausch dabei.
Ein Miteinander das bei den Landfrauen geschätzt wird, man muss nicht Mitglied sein, jeder ist willkommen. Die Altersstruktur ist bunt gemischt und bei aller Fachsimpelei kommt auch der Humor nicht zu kurz.
Doch Stricken ist nicht alles, es gibt noch ein anderes althergebrachtes bäuerliches Handwerk, das Korbflechten, früher von „Störleuten“ ausgeübt die von Hof zu Hof zogen und die Bauern mit Weidenkörben versorgten. Heute auch wieder „trendy“, wer es selbst probieren möchte, die Landfrauen bieten im März einen zweitägigen Kurs dazu im alten Schulhaus in Hermannsdorf an. Versauern in Tradition ist aber nicht, die Zeit geht weiter und so wird im April ein Fotoworkshop für Natur- und Landschaftsaufnahmen, natürlich digital, angeboten.
Alles nach dem Motto, für Jeden etwas, eben voll „trendy“.

 


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