Tafeln & Mehr - Ein fröhliches Mittagsmahl

                                                                                                   24.02.2014

Hechingen

Den „Schmotzigen Dauschtig“ einmal anders zu erleben, war für die ev. Kirchengemeinde Hechingen der Anlass zur Veranstaltung „Tafeln & Mehr“. Das Mittagsmahl fand im ev. Gemeindehaus am Schlossberg  in Zusammenarbeit mit dem LandFrauenverband Zollernalb statt und verband genussvolle Stunden mit guter Unterhaltung. Kostümieren brauchte man sich nicht. An festlich gedeckten Tischen servierte das Team vom Förderkreis Johanneskirche ein mehrgängiges Menü. Die Gaumenfreuden bereiteten sie selber zu und legten dabei den Schwerpunkt auf heimische Produkte. Begrüßt wurden die Gäste von Brigitte Steger, die auch durch den Programmverlauf führte. Zwischen den einzelnen Menü-Gängen regten verschieden kurze Tischreden mit Impulsen zum Thema „Fasten mit Leib und Seele“ zur Bewusstmachung an, was wir sind und was wir wollen. Die Aspekte des Fastens wurden dabei näher betrachtet. Damit Körper und Geist in Einklang kommen - oder bleiben - müsste manchmal auch der Verzicht geübt werden. Beim Fasten begegne man sich selber und erkenne besser, was einen gefangen hält. Das Nachspüren nach dem Sinn des Lebens böte auch die Gelegenheit, sich an Gott zu erinnern. Und ganz nebenbei befreie man durch das Fasten den „Wohlstandsspeck der Seele“. In den Kurzbeiträgen wurden auch die Ernährungsansätze für einen fitteren, gesünderen und energiereicheren Lebensstil angesprochen. Die Rednerinnen waren: Helga Pooch (Hechinger Weltladen),  Schwester Gabriele Maria Sorg (Vincenz-von Paul-Hospital Rottweil) , Nicole Riechmann (Ernährungsberatung). Ein zu Beginn gemeinsam gesprochenes Tischgebet war der Start in den Verwöhn- und Wohlfühlnachmittag. Dazu beigetragen hatte auch Hillu Stoll von „Hillus Herzdropfa“ aus Schelklingen/Justingen. Sie wusste vor und nach jedem Essensgang viel Amüsantes als „Lena von dr Alb ra“ zu erzählen. Mit ihrer Comedy vom Feinsten in schwäbischer Sprache, die niemals unter die Gürtellinie zielte, erheiterte sie die Besucher. Gelacht wurde viel und zum Abschluss bei Kaffee und Kuchen noch gesungen.

 


 

Osteoporose - Knochenschwund vorbeugen und behandeln

                                                                                                    25.02.2014

 

Hechingen-Boll

Mehr als 7 Millionen Deutsche leiden an Osteoporose. Der schleichende „Knochendiebstahl“ stand im Mittelpunkt eines Gesundheitsvortrags, den Dr. med. Wilfried Gfrörer aus Hechingen beim LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthaus „Kaiser“ hielt. Nach der Begrüßung durch Hechingens LFV-Vorsitzende Brigitte Steger erklärte er dem sehr großen Zuhörerkreis, warum diese Krankheit nicht nur ältere Menschen angeht. Die ersten deutlichen Anzeichen für eine beginnende  Osteoporose sind Rückenschmerzen und eine verminderte Knochendichte. Im weiteren Verlauf kann es zu Knochenbrüchen und einer Größenabnahme kommen. Der „Witwenbuckel“ ist ein eindeutiges Indiz für diese Erkrankung. Dr. Gfrörer vermittelte an Schaubildern, welche Auswirkungen der fortschreitende Knochensubstanz-Abbau am gesamten Skelett haben kann. Die Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes führt zu Knochenfakturen. Bis zum 40. Lebensjahr erfolgt die Zunahme der Knochenmasse, danach nimmt sie ab. Als Risikofaktoren für die Erkrankung nannte der Orthopäde: Bewegungsmangel, Lebensstil, Vererbung, Schilddrüsenprobleme und das Alter. Vielfach ließe sich hierbei ein vermehrter Kalzium-  und Vitamin D-Mangel diagnostizieren. Dass Frauen ein deutliches höheres Risiko haben, an Osteoporose zu erkranken als Männer, zeigte eine Übersichtstabelle. Weltweit sind etwa 200 Millionen Frauen davon betroffen. Dr. Gfrörer stellte die Beurteilung der Knochendichte mittels Messung vor. Die Kosten dafür werden aber von der Krankenkasse nicht übernommen. Als vorbeugende Maßnahmen empfahl er die regelmäßige, tägliche Bewegung. Dabei sollte man auch ins Schwitzen kommen. Sporadische Übungen, auch über Jahre ausgeführt, würde ebenso nichts bringen, wie das Spaziergehen mit Stöcken.  Ausschlaggebend wäre die richtige Belastung. Das Trainieren der Muskelkoordination minimiere das Sturzrisiko. Dazu bat er die Zuhörer „ Durchforsten sie mal ihre Wohnung und entfernen sie die Stolperfallen“, denn Teppiche und Bettumrandungen stehen weit oben bei der Unfallstatistik im Haushalt. Auch ein Reaktionstraining zu Hause (Stehen auf einem Bein, Hüpfen wie ein Kind, Ballzuwerfen usw.) wäre dazu eine hilfreiche Maßnahme. Schlecht wäre es, die demnächst anfallenden Gartenarbeiten an einem einzigen Tag erledigen zu wollen. „Nehmen sie sich die nötige Zeit dafür“ und dosieren sie die tägliche Bewegung.

Dr. Gfrörer beantwortete nach dem aufschlussreichen Referat anschließend noch zahlreiche Fragen.


 


 

Pflegetipps: Rosen im Garten

                                                                                                    25.02.2014

Winterlingen

Wer einen Garten besitzt und Rosen zu seinen Favoriten auserwählt hat, war bei der Infoveranstaltung des LandFrauenverband Zollernalb im Gasthaus „Krone“  zum Thema „Pflegetipps: Rosen im Garten“ genau richtig. Markus Zehnder, Obstbaufachberater des Landratsamts Balingen stellte die „Königin unserer Gärten“ in einem großen Bildvortrag vor. Beet-, Bodendecker-, Strauch-, Kletter-  und Hochstammrosen präsentierten sich dabei  in leuchtenden Farben und enormer Blütenpracht in Hausgärten, extra angelegten Rosengärten (Haigerloch, Baden-Baden usw.) und im Zollernalbkreis im öffentlichen Grün. Sein Referat beinhaltete auch einen Rückblick auf den vergangenen Winter, der ja eigentlich keiner war und ihm ein mulmiges Gefühl bereitete. Wenn jetzt noch ein schneller Barfrost einsetzen würde, könnte das für die Pflanzen enorme Probleme bringen.
Es folgten Erläuterungen zur Pflege der feinsten und nobelsten Blumenart und er wies darauf hin,dass auch robuste Rosensorten in Hochlagen gedeihen. Für alle Gartenrosen gilt: der Standort muss passen. Außerdem benötigen die Tiefwurzler tiefgründigen Boden und Sonne. Von einer Anpflanzung unter Bäumen ist ebenso abzuraten, wie vor einer weißen Wand. Einen Hitzestau mögen die anspruchsvollen und sensiblen Schönheiten nicht. Markus Zehnder gab des weiteren Tipps für die richtige Pflanzzeit, die im Herbst erfolgen sollte. Dagegen sollten bestehende Rosen nicht in dieser Jahreszeit geschnitten werden. Man entfernt lediglich die Fruchtstände. Der Rückschnitt erfolgt, so Markus Zehnder, spätestens dann wenn die Forsythien blühen. Wer Rosen auf den gleichen Standort setzten möchte, sollte darauf achten, dass der alte Boden mindestens 40 Zentimeter ausgehoben und neuer Boden eingefügt wird. Ebenso muss die Veredlungsstelle 5 Zentimeter in der Erde stecken. Rosen kommen gut durch den Winter, wenn sie mit Herbstlaub angehäufelt und locker mit Reisig bedeckt sind. Die Triebe sollten beschattet bleiben. Die Düngung, häufige Krankheiten (Sternrußtau) , Ausbringung der Spritzmittel und die Vorstellung bei uns gut blühender Rosen rundeten den Vortrag ab.

Für das informative Referat überreichte Monika Griener, LFV-Vertrauensfrau der Region Winterlingen, Markus Zehnder ein Präsent.

 


 

Führung im Schloss Lautlingen und der Gedenkstätte der Familie Stauffenberg

                                                                                                 24.02.2014

Albstadt-Lautlingen

Die Vertrauensfrauen des LandFrauenverband Zollernalb in der Region Messstetten - Gerda Huber und Angela Mauch - hatten Interessierte zu einer Führung ins Lautlinger Schloss eingeladen.

Im jetzigen Konzertsaal des 1846 erbauten Gebäudes, informierte Ursula Eppler-Jehle über die Familiengeschichte Stauffenberg. Bis 1944 erlebten Graf Alfred von Stauffenberg, seine Ehefrau Caroline -  geborene Üxküll-Gyllenband -  und die 3 Söhne Berthold, Alexander und Claus glückliche Tage auf ihrem Ferien-Landsitz in Lautlingen. Jäh endeten diese am 20. Juli 1944. Das Hitler-Attentat durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg misslang. Noch am selben Tag wurde er  verhaftet und in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1944 im Hof des Bendler-Blocks in Berlin erschossen. Er wurde nur 36 Jahre alt. Seine Familienangehörigen kamen in Gefängnisse und Konzentrationslager. Heute sind das Stauffenberg-Schloss und die Stauffenberg-Gedenkstätte öffentlich zugänglich und erfahren große Wertschätzung. Ursula Eppler-Jehle führte nach der Präsentation der Stauffenberg-Chronik  durch die Ausstellungsräume, in denen früher die Familie lebte. Familienfotos zeigten die Söhne in unbeschwerten Kindheits- und Jugendjahren. Viele Dokumente machten die Biografie von Claus von Stauffenberg sichtbar. Auch persönliche Gegenstände von ihm und seiner Frau Nina waren zu sehen.

Im zweiten Stock beherbergt das Schloss die“ Musikhistorische Sammlung Jehle“. Hier erfuhren die Frauen von Ursula Eppler-Jehle ebenfalls viel Interessantes über die Familienlegende Stauffenberg und den dazugehörigen Bezug zu Martin Friedrich Jehle, der ihr Vater war. Die  älteste Tochter des Klavierbaumeisters betreut seit über 30 Jahre die Sammlung, die aus Streich- Blas- und Tasteninstrumenten aus vergangenen Jahrhunderten besteht. Eine besondere Rarität stellt dabei ein Hammerklavier aus dem 17. Jahrhundert dar. Gebaut wurde es sehr wahrscheinlich von Mozarts Klavierbauer Johann Andreas Stein. Auch ein Eichen-Schrankflügel (um 1780), in dessen Türen sich schöne Malereien auf Tapete befinden, wurde bestaunt. Daneben präsentierten sich in den Vitrinen viele Notenhandschriften in Erst- und Frühdrucken. Im Dachgeschoss konnten voll eingerichtete Werkstätten für den Geigen- und Klavierbau in  Augenschein genommen werden. Der Rundgang endete im Erdgeschoss, wo sich außer dem gelben Salon, dem ehemaligen Wohnzimmer der Gräfin Caroline von Stauffenberg auch  das Gedächtniszimmer für die Stauffenberg Brüder Claus und Berthold befinden,  die ihr Leben für den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus ließen.

 


 

Strickkurs - Stricktechnik: Babyschuhe stricken

                                                                                                  20.02.2014

Burladingen

Beim monatlichen Stricktreff des LandFrauenverband Zollernalb standen diesmal Babyschuhe im Mittelpunkt. Viele Frauen, junge Mütter und Omas, trafen sich  im Bahnhofsgebäude und ließen sich die Strick-Arbeitsschritte für wollig-warme Schuhbekleidung erklären, damit es kleine Füßchen nicht kalt haben. Unter Anleitung von Marlies Freudemann aus Stetten u. H. (LFV-Vertrauensfrau der Region Burladingen) wurden im Nu Bündchen, Schaft, Blatt, Fußteil und die Sohle gestrickt. Die Hobbystrickerinnen genossen auch wieder das gemütliche Beisammensein bei Kaffee/Tee und süßen „Stückle“, den Austausch von Handarbeits-Mustern, die zum Ausprobieren anregten und freuten sich über den Besuch von Bürgermeister Harry Ebert.
 



Milchproduktion und Verarbeitung

                                                                                                   18.02.2014

Hechingen-Boll

Wie heutige Milchproduktion und Verarbeitung nach Biolandrichtlinien stattfindet, berichtete Thomas Schäfer vom Bodelshausener Birkenhof beim LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthaus „Kaiser“. Der gelernte Bauer stellte seinen Betrieb mit über 70 Kühen vor und ließ anklingen, dass sich seit seiner Ausbildung vor 25 Jahren viel verändert hat. Der Familienbetrieb der „Milchmanns“, hat 1996 auf Biolandwirtschaft umgestellt. Regionale, gesunde und hochwertige Bio-Produkt-Herstellung war für sie ausschlaggebend. Diese Landwirtschaftsform vermitteln sie jährlich bis zu zweimal an Schul- und Kindergartenkinder bei einem Hofbesuch. Weil aber immer mehr genossenschaftliche Molkereien schlossen und die Zukunft auf keine Besserung hoffen ließ, entschied sich Familie Schäfer vor drei Jahren, zusammen mit fünf Bio-Landwirten aus dem Kreis Tübingen zur Gründung der Tübinger Bio-Bauernmilch GmbH. Die Milch der Landwirte muss nun keine langen Transportwege mehr auf sich nehmen und steht den hiesigen Verbrauchern direkt zur Verfügung. Früher gelangte die Milch in Orte und Länder, die keinen Bezug zur Region aufwiesen. Heute kann die frische Tübinger Bioland-Vollmilch in Makrolon-Pfandflaschen direkt vom Hof oder Lieferservice erworben werden. Thomas Schäfer stellte die Arbeitsschritte vom Melkstand über den Pasteur mit kurzer Erhitzung vor. Durch dieses Verfahren verliert die Milch keine wertvollen Inhaltsstoffe. Bis die Hofmolkerei aber in Betrieb genommen werden konnte und der erste Liter Milch abgefüllt wurde, so Thomas Schäfer, war es ein langer und steiniger Weg. Auch die verloren gegangene Bindung zur Molkerei hofft er mit der regionalen Milch wieder aufzubauen. Und auf eine Änderung wies der Referent hin: „Bei Schäfers gibt es keine Glas-Mehrwegflaschen“. Grund wäre die Hygiene. Die Flaschen hundert Prozent sauber zu bekommen, wäre fast nicht machbar. Als Neuheit stellte er die Bioland-Milch vor, die in eine selbststehende Schlauchverpackung abgefüllt wird. Sie ist leichter als ein Tetra-Pack und besteht aus leicht abbaubarem Kalk.

Nach dem Vortrag bedankte sich Brigitte Steger - LFV-Ortsvorsitzende von Hechingen - bei Thomas Schäfer für seine Ausführungen und Einblicke in die Biolandwirtschaft.

 


                                                                               

Lehrfahrt nach Ulm

                                                                                                    17.02.2014

Zollernalbkreis

Mit einer Lehrfahrt in die Donaustadt Ulm, bei der Besichtigungen und Führungen durch das Museum der Brotkultur, Ulmer Münster und Stadtspaziergängen im Altstadt-Fischer-Viertel auf dem Programm standen, stieß der LandFrauenverband Zollernalb unter der Organisation der LFV-Vorsitzenden Annette Riehle (Burladingen-Hausen i. K.) und Adelheid Kalbacher (Geislingen-Binsdorf) auf sehr großes Interesse. Dem kulturellen Ausflug schlossen sich 85 Frauen aus dem gesamten Zollernalbkreis an.

Zu Beginn informierte Dr. Andrea Fadani, der Leiter des Museums, im historischen Salzstadel über die Anfänge des ehemals Deutschen Brotmuseum, das 1955 als erstes dieser Art in der Welt entstand und stellte bei seinem Referat „6000 Jahre Brot - und heute werfen wir es weg“ die Entwicklung des Grundnahrungsmittel vor. Er veranschaulichte in seinen Ausführungen eindrucksvoll, welche große Bedeutung das Brot hat. Früher gehörte es nicht zum alltäglichen Genuss. Heute ist es zu jeder Zeit in großer Vielfalt verfügbar und  erschwinglich. Aus über 300 Sorten Brot kann in Deutschland gewählt werden;  das ist weltmeisterlich. Dr. Fadani stellte das Brotregister, die ägyptische, griechische und römische Kulturgeschichte des Brotes, sowie damalige Termingebäcke zu bestimmten Jahreslauf-Festen vor und zeigte dazu im Bildbeitrag einige Kunstwerke bekannter Maler (Chagall, Picasso, Heckel, Beckmann, Kollwitz usw.), die das Lebensmittel in den Mittelpunkt stellten. Diese Exponate unter dem Titel: Kunst und Brot können im Museum im Original besichtigt werden. Salvador Dalis „Frau mit Brot“ ist dabei einen extra Blick wert. Der Künstler wählte ein Baguette-Brot als Kopfschmuck für seine surrealistische Arbeit an einer nackten Büste, die ehemals eine Schaufensterpuppe war.

Die Erläuterungen von Dr. Fadani zur Thematik, wie wir heute mit dem Brot umgehen, regten zum Nachdenken an. Die Zahlen und Fotos von Brot-Müllhalden machten betroffen. „Wer satt ist, wird nie einen Hungrigen verstehen“  und die Sozialgeschichte des Brotes kann mit „arm oder reich“ oder Krieg und Frieden“ umschrieben werden, so Dr. Fadani. Als große Herausforderungen für die Zukunft würden die Ressourcen und die Dekadenz, wie wir damit umgehen, angesehen. „Nur eine Welt frei von Hunger, wird eine friedliche Welt sein“, zitierte der Museumsleiter den Ausspruch von Hermann Eiselen, der zusammen mit seinem Vater das Museum ins Leben rief. Die Führung durch das dreistöckige Gebäude vermittelte die Brotherstellung vom Korn zum Laib und gab Einblicke zum Grundstoff des Brotes mit verschiedenen Getreidesorten, den Anbau des Getreides vom Acker in die Scheune, dem Mahlen vom Reibstein zum Walzenstuhl, der Teigzubereitung und dem Backen. Themenbezogene Erklärungen bekamen die Frauen zum Verkauf von Backwaren in früheren Zeiten, dem Leben der Bäcker und Müller in den Zünften und dem veränderten täglichen Brotverzehr in den letzten Jahrzehnten. Ausdrucksstark präsentierten sich auch die Abteilungen mit  religiösen Brot-Bildern und Anklagebildern  bekannter Künstler zum Thema „Hunger“.

 


 

Filmvortrag:

"Die Geschichte der Strickerei Maute Bisingen und Rangendingen"

                                                                                                    06.02.2014

 

Rangendingen

Am 06.02.2014 luden die Landfrauen Rangendingen zu einem Filmabend ins Gasthaus Rössle nach Rangendingen ein.

Otto Bogenschütz zeigte 2 Filme über die Firma Maute aus Bisingen, die auch noch andere Filialen in der Umgebung hatte, auch in Rangendingen war eine davon. Die Landfrauenbeauftragte von Rangendingen begrüßte die sehr zahlreichen Frauen, fast allesamt arbeiteten früher bei der Firma, darunter auch ein paar Männer. Die älteste Teilnehmerin davon war immerhin 86 Jahre („Resle Schwenk“). Immer wieder mussten von der Wirtin Stühle herbeigeschafft werden, so dass bei Beginn der Filmvorführung überhaupt kein Plätzchen mehr frei war.

Der erste Film zeigte die Produktion in den Anfängen der ersten Jahre der Firma, vom Garn bis zum Endprodukt. Hier wurde vorallem verdeutlicht wie die verschiedenen Gänge früher abliefen, im Spulsaal, in der Wirkerei, in der Stoffkontrolle, Wäscherei, Bügelei, Zuschneiderei, Nähsaal, Legerei und zuletzt bis zur Packerei. Alles war hier noch reine Handarbeit, so dass einige Frauen sogar überrascht waren, wie hart früher geschuftet wurde.

Im zweiten Film wurde dann der Arbeitsalltag geschildert. Man konnte sehen, wie frühmorgens der Unternehmer Heinrich Maute seine Villa in Bisingen verlässt und den Betrieb aufschloss. Kurz vor sieben Uhr strömten seine Mitarbeiter aus allen Richtungen herbei, manche per Fuß, manche auch schon mit Fahrrad. Auf dem Bahnhof kam indessen das Garn in den Holzkisten an, das mit dem Pferdefuhrwerk zur Fabrik gebracht und dort mit Hand abgeladen wurde. Übrigens war „Handarbeit“ früher Alltagsarbeit, wie in dem Film deutlich zu erkennen war.

Man sah auch verschiedene Frauen an ihren Nähmaschinen sitzen, die sehr flink genäht haben. Zum Schluss wurden natürlich alle Nähgänge von anderen Frauen nochmals überprüft, bevor sie dann verpackt und auf zum Verkauf fertig waren.

Die Landfrauenbeauftragte Heidrun Wannenmacher bedankte sich anschließend bei Herrn Bogenschütz mit einem kleinen Geschenk. Sie verwies noch auf das nächste Treffen am 27.03.2014, Thema wird sein: „Wie verhalte ich mich im Brandfall, wie funktioniert ein Feuerlöscher. Die Feuerwehr Rangendingen in Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Hechingen wird dies mit einem Firetrainer uns näherbringen.

 


 


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