Schon wieder Adventszeit?                                                           01.12.2015

                                                                                                                von Manfred Steger
Bei den Landfrauen war Diakon i. R. Dr. Karl-Heinz Schäfer zu Gast. Er näherte sich dem Thema über die unterschiedliche Bedeutung, die der Satz, je nach Betonung kriegt. Zum Beispiel betont man „schon“, wird man sich bewusst, dass schon wieder ein Jahr vorüber ist. Der erste Advent ist der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Jetzt machen besonders die großen kirchlichen Hilfswerke, „Adveniat“ auf katholischer Seite und „Brot für die Welt“ auf evangelischer Seite, auf sich und ihre Arbeit aufmerksam. Aber auch viele kleine, nicht immer seriöse Hilfswerke, bitten in dieser Zeit um Unterstützung.

Diakon Schäfer fragte die Anwesenden, was ihnen zu Adventszeit spontan einfallen würde. „Kerzen, Dunkelheit, Stress, besinnliche Zeit, Adventskranz und Kindheitserinnerungen“ waren einige der Stichworte. Eigentlich ist der Advent eine christliche „Erfindung“. Heute wird diese Zeit oft kommerzialisiert und in die Länge gezogen.

Adventus bedeutet Ankunft, früher auch adventus domini, Ankunft des Herrn. Die Adventszeit war, bis vor etwa hundert Jahren, in der katholischen Kirche, eine strenge Fastenzeit. Seither wird mehr die freudige Erwartung, auf Weihnachten hin, betont. In beiden Kirchen stehen in den Gottesdiensten Themen wie „Einzug in Jerusalem“, „Johannes der Täufer“, und so weiter, im Mittelpunkt. Auch volkstümliche Feste fallen in diese Zeit: Barbaratag am 4. Dezember und Nikolaus am 6. Dezember.

Dr. Schäfer ging auf die Symbolik des Adventskranzes ein. Vor cirka 150 Jahren wurde er, damals noch mit 24 Kerzen, darunter, für die Sonntage, vier rote, in einen Hamburger Waisenhaus, von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern, eingeführt. Erst etwa 100 Jahre später, hing in einer katholischen Kirche in Köln, der erste Adventskranz. Der Adventskranz ist voller Symbolik: Grün steht für die Hoffnung auf Leben, trotz Schnee, Eis und Kälte. Das Rot  der Kerzen steht für die Liebe und die Viererzahl für die vier Himmelsrichtungen und damit für die ganze Welt.

Der Vortrag wurde unterbrochen und verbunden mit Singen von Adventsliedern, die wunderbar von der „Ofterdinger Gitarrengruppe 60 Plus“ mit Hackbrett, Zitter und Gitarren begleitet wurden. Mit instrumentalen Stücken unterhielt die Gruppe die Landfrauen beim anschließenden Kaffeetrinken.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger, bedankte sich bei Dr. Schäfer und den Musikern mit kleinen Geschenken.


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