Herbstkräuter - Wohltat und Genuss für alle Sinne

                                                                                                   30.08.2014

 

Burladingen-Starzeln

Einen idealen Tag zum Herbstkräuter-Sammeln erlebten viele Frauen, die sich auf Einladung des LandFrauenverband Zollernalb beim Parkplatz des Starzelner Sportplatzes trafen und sich die Vielfalt der heimischen Wildpflanzen von der Kräuterfachfrau Ingrid Herr aus Bisingen erklären ließen.

Auf einer in der Nähe gelegenen Biolandwiese der Familie Riehle konnten die „Herbstschätze“ nicht nur visuell betrachtet, sondern auch gefühlt und probiert werden. Von vielen erläuterten Kräutern wurden Stängel gesammelt, die zum Abschluss der Veranstaltung für ein frisch zusammengestelltes Kräutersalz benötigt wurden. Ingrid Herr gab hierbei zu bedenken, dass die duftenden, blühenden und ungiftigen heimischen Kräuter schon seit jeher Nahrungsgrundlage für die Menschen sind. Sie „peppten“ viele gewohnt zubereitete Speisen kostenlos auf und so nebenher profitiere auch die Gesundheit davon. Das bedeute Genuss mit allen Sinnen durch vitamin- und mineralstoffreiche Kräutlein, so die Referentin.

Vom jungen Wiesenbärenklau mit seinen großen Blättern ließe sich mit ein paar Kartoffeln eine wohlschmeckende Suppe zubereiten. Er könnte aber auch zu Gemüse und Spinat verarbeitet werden. Wer ihn einfriert, hätte im Winter immer einen Kräutergenuss parat.

Für Wechseljahrs-Probleme empfehle sich die Schafgarbe. Dazu müssten die Blüten gesammelt und ein Tee zubereitet werden. Die Blätter mit ihrem herb-würzigen Geschmack kämen  kleingeschnitten in Kräutersalzen, Kräuterquarkspeisen und in Salaten zur Geltung. Außerdem wäre dieses typische Wiesen- und Wegrandkraut mit Bitterstoffen auch eine hervorragende Heilpflanze, die sich für einen selbst hergestellten Verdauungsschnaps eigne, der nach fettem Essen Linderung bringe. Weitere Eigenschaften der Pflanze wären die antibakterielle, blutstillende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung.

Über den Rotklee berichtete die Kräuterfachfrau, dass man ihn am besten von der Wiese sammelt. Aus den Blüten, die bereits die Süße mitbringen, ließe sich ein bekömmlicher Tee mit natürlicher Heilwirkung zubereiten. Frische oder getrocknete Blüten sollten fünf bis zehn Minuten ziehen. Diese Angabe gelte auch für alle anderen Wild- und Wiesenkräutertees.

Es folgten Erläuterungen zum Spitzwegerich, der sich zu Sirup und Tee verarbeiten lässt. Husten und Insektenstiche können damit behandelt werden.

Die wilde Möhre - Vorläufer der Karotte - eigne sich bei Nervositäts-Problemen und unterstütze durch die Einnahme einer Tinktur, die aus den schwarzen Punkten der Blüten-Mitte gewonnen wird, die Psyche.

Für ein frisch zubereitetes Kräutersalz, bestehend aus neun gesammelten Kräutern (Löwenzahn, Wiesenlabkraut, Dost, Pimpinelle, Brennnessel, Giersch, Schafgarbe, Spitzwegerich, Wiesenbärenklau) legten die Frauen die Pflanzen büschelweise auf die von Annette Riehle (LFV-Vorstandsmitglied) mitgebrachten Tische und schnitten die Kräuter sehr klein. Ingrid Herr hatte noch Maggikraut, Salbei, Sauerampfer und Zwiebelstängel mitgebracht und alles mit Ur-Salz gemischt. Jede Frau konnte sich eine kleine Menge des Kräutersalzes mitnehmen.

 


 


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