Gönniger Tulpenblüte                                                                 23.04.2018

                                                                                       von Carola Gsell Hodler
Zur Tulpenblüte nach Gönningen reisten die Landfrauen aus dem Zollernalbkreis.
"Ihr habt euch einen guten Tag ausgesucht, die Tulpen stehen in voller Blüte",
so Andreas Fetzer, der mit seinem Bruder Markus und ihrem Vater, in sechster Generation das Familienunternehmen führt. Die Landfrauen bekamen einen Einblick in die große Vielfalt der Sämereien und Blumenzwiebeln. Dazu gab es viel Information rund ums pflanzen.

Danach ging es ins Museum. " Die Gönninger Samenhändlerinnen handelten schon vor
250 Jahren mit wertvollem Samen, sprachen teilweise französisch und hatten ihr eigenes Vermögen ", so Rainer Ganzer, der das Samenhandelsmuseum im Bezirksrathaus mitbetreut. Hier gibt es Dokumente und Zeugnisse über wohlgehütete Familiengeheimnisse, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Die Samenhändler reisten zu Fuß oder mit dem Pferd von Marokko, quer durch Europa, bis zum Zarenhof nach St. Petersburg.
Die historische Packstube mit ihren Abwiegeinstrumenten, gewährten einen Einblick in die Blütezeit des Ortes.

Nach dem Mittagessen im Tulpenknackerzelt konnte noch das Probe-Tulpenfeld mit seinen 24000 Tulpen angeschaut werden. Markus Fetzer erzählte über Herkunft, Vermehrung, Schädlingen und Sorten. Als Pflegetipp gab er weiter, man solle Tulpen nicht zu viel gießen.

Viele machten noch einen Spaziergang über den Friedhof, auch dort blühen im Frühjahr überall Tulpen.

Als Abschluss dieses lehrreichen Tages gab es noch Kaffee und Kuchen.

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Frühstückstreff: Mit heimischen Kräutern fit in den Frühling   09.04.2018

                                                                                    Von Carola Gsell-Hodler
Bewährtes Team macht weiter, Wahlen und Vortrag über Kräuter bei den Landfrauen

Bisingen/ Grosselfingen. "Auf Nahrungsergänzungsmittel kann man im Frühling komplett verzichten, nutzt man die kostenlosen Wildkräuter, die jetzt überall im Garten wachsen,"
so die Ansicht von Ingrid Herr, Heilpraktikerin und Kräutersammlerin aus Bisingen,
bei ihrem Vortrag beim Frühstückstreff der Landfrauen in Bisingen.
Mit einem Märchen über den Kräuter Engel Herbario, begann die Referentin, bevor sie
über die Wirkstoffe der Wildkräuter informierte.
Das Kraut Nummer 1 im Frühling sei der Bärlauch, ideal im Quark, Pesto oder Salat. Wiesenlabkraut mit seinem nussigen Geschmack, Schafgarbe bei Wechseljahrbeschwerden, Brennessel als Waschmaschine des Blutes, Schlüsselblumen bei Husten, Girsch als Spinatersatz und Löwenzahn, Gänseblümchen und Veilchen kommen in den Salat. Deren Bitterstoffe sind wichtig für den Stoffwechsel. Ohnehin sei eine Handvoll Kräuter mehr wert, als eine Schüssel voll mit grünem Salat. Zum richtigen Zeitpunkt geerntet, könne man Tees zubereiten, Tinkturen und Kräutersalz herstellen oder konservieren in Öl. Von der Expertin mitgebrachte Kräuter wurden bestimmt und probiert.
Käthe Kostanzer bedankte sich bei Frau Herr für den lehrreichen Vortrag.

Anschließend führte Waltraud Kostanzer, Vorsitzende der Kreislandfrauen, die Wahl zur Ortsvorsitzenden und deren Stellvertreterin der Region Bisingen/Grosselfingen durch. Für die nächsten 3 Jahre im Amt bestätigt wurden Käthe Kostanzer als Ortsvorsitzende und Katharina Stauss zur Stellvertreterin. Als Dankeschön für Engagement überreichte Carola Gsell-Hodler ein Blumengeschenk. Man freue sich, dass die beiden weiterhin für die 88 Bisinger und Grosselfinger Landfrauen da sind.

Der nächste Frühstückstreff ist am Montag den 7. Mai, Geschichte - Möglichkeiten des Erinnerns, mit Besuch des Heimatmuseums.

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Das deutsche Rote Kreuz - die Arbeit unserer Helfer vor Ort       05.04.2018

                                                                                                    von Vera Bender
Der ländliche Raum kann Fluch und Segen zugleich sein. Das lernten die Landfrauen während ihres Besuchs am Donnerstagabend beim DRK Ortsverein Ringingen.

Ringingen. Es sind Frauen, die mitten im Leben stehen, sich mit Ernährung, Natur und Landwirtschaft beschäftigen. Die Frauen, die sich über den KreislandFrauenverband Zollernalb organisieren. Innerhalb ihrer vielfältigen Aktivitäten statteten sie unter anderem dem Deutschen Roten Kreuz einen Besuch ab und informierten sich beim Ortsverein Ringingen.

Bereitschaftsleiter Frank Löffler, Ausbilder Wolfgang Dieter sowie die Helferinnen Tanja Girra und Christel Unmuth öffneten die DRK-Räume für die Damen und präsentierten unter anderem den Fuhrpark. „Normalerweise kennt man das DRK vom Blutspenden oder den Altkleidersäcken“, fasste Annette Riehle, Vorsitzende der Landfrauen-Ortsgruppe Burladingen, die Erfahrungen der meisten Frauen zusammen. „Oder man hat die Rettungsleute schon einmal in einer Notsituation selbst gebraucht und war froh, dass es sie gibt“, fügte sie noch an. Und da die meisten zum Glück noch nie einen Rettungswagen von innen gesehen haben, durfte man sich gleich mal in einem solchen umsehen.

Dieser Wagen der Ringinger Ortsgruppe sei für die Erstversorgung da, erläuterte Wolfgang Dieter. Bis Notarzt und Rettungsdienst eintreffen, könne man hier schon mal den Verletzten vor fremden Blicken schützen und im Warmen auf einer Liege die Erstversorgung vornehmen. Dazu ist der Wagen unter anderem mit EKG, Sauerstoff, Verbandszeug, Notfallkoffer für den mobilen Einsatz und beispielsweise einem Tragestuhl ausgestattet. Im Währenden zeigte Frank Löffler den Einsatzwagen für die Helfer vor Ort. Er selbst habe im vergangenen Jahr über 100 solcher Einsätze selbst gefahren – ehrenamtlich in seiner Freizeit.

Denn der große Unterschied zur Feuerwehr sei eben, dass die Floriansjünger ihren Arbeitsplatz verlassen können, wenn es sprichwörtlich irgendwo brennt. Bei den Rotkreuzlern ist das anders. Dennoch wurden von den „Helfern vor Ort“ im vergangenen Jahr 530 Einsätze gefahren.

Aus den Anfangszeiten dieser Ehrenamtsgruppe berichtete Rettungssanitäter Wolfgang Dieter, der im Jahr 1995 diese Ersthelfer mit ins Leben gerufen hatte. Aus einst 17 Einsätzen im Jahr wurden schnell mehrere Hundert. Wo der Rettungswagen aus Hechingen schon mal 15 Minuten zur Anfahrt nach Burladingen braucht, da können ausgebildete Ersthelfer, von denen es etwa 15 in sämtlichen Ortsteilen Burladingens gibt, innerhalb weniger Minuten an der Unglücksstelle sein. Es sei allein schon ein beruhigendes Gefühl, wenn sofort Hilfe naht, auch wenn „nur“ die Erstversorgung durchgeführt werden kann. Alles andere übernehmen später die Rettungsleute und der Notarzt.

Diese Zeitersparnis kann tatsächlich Leben retten. Denn oft kommt es auf jede Minute an, weshalb Wolfgang Dieter den Damen auch gleich noch den Einsatz eines Defibrillators demonstrierte. Wenn man die Leute kennt, zu denen man gerufen wird, erleichtere das oft die Arbeit, merkte Bereitschaftsleiter Löffler an. Doch wenn man den Betroffenen nicht mehr wirklich helfen kann, dann werde das auch sehr schnell zur Belastung für den Ersthelfer. „Fluch und Segen zugleich“, äußerte Löffler.

Auch wenn man in Burladingen durch Zuschüsse der Stadt und Spenden, beispielsweise aus der Elisabeth-und-Wolfgang-Grupp-Stiftung, finanziell relativ gut aufgestellt sei, so finanziert sich der Verein hauptsächlich über die Einnahmen der Altkleidersammlungen, erläuterten die Mitglieder. Leider gehen jährlich auch die Blutspenden zurück, weshalb  hier ebenfalls ein dringender Aufruf gestartet wurde. Die Landfrauen waren am Ende um viele Informationen reicher und überlegten, wie man das Rote Kreuz künftig unterstützen kann.


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