Von der Müllbeseitigung zur Abfallwirtschaft     26.04.2017

                                                                                                 von Manfred Steger
Friedrich Scholte-Reh war bei den Landfrauen zu Gast. Der Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft im Zollernalbkreis berichtete engagiert und kenntnisreich über seine Arbeit. Er leitet ein Amt mit 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresetat von 12 Millionen Euro.

Früher kamen die Abfälle einfach in den Mülleimer, wurden abgefahren und auf einer Deponie gelagert. Heute ist daraus eine „Abfallwirtschaft“ entstanden. Immer noch wird der Abfall abgefahren, dann aber nicht mehr nur einfach deponiert. Es werden vermehrt Rohstoffe aus dem Abfall „erzeugt“. So wird aus dem Klärschlamm ein Großteil der Phosphate, die in Waschmitteln enthalten sind, wieder zurückgewonnen. Das bei der Verrottung des Abfalls entstehende Gas (entspricht Biogas) wird in Hechingen in Brunnen gesammelt und, per Rohrleitung, zur Firma Baxter transportiert. Dort wird es verbrannt und die entstehende Wärme genutzt.

Zu den Aufgaben der Abfallwirtschaft gehört es, auch die, längst geschlossenen Deponien zu überwachen. So muss z.B. die Rohrbrücke über die Eisenbahn in Stetten abgebrochen und neu gebaut werden. In dieser Brücke führt ein Abwasserrohr die gesammelten Abwässer, der früheren Deponie in Stetten, in die Abwasserleitung und damit in die Kläranlage. Von den Deponien, die noch in Betrieb sind, werden ständig sehr viele Daten, wie entstehendes Abwasser, Gas oder Erdbewegungen, erhoben und mit Computern verarbeitet. Die Hechinger Deponie ist kameraüberwacht, einmal wegen Vandalismus zum anderen aber auch um Diebstähle von Wertstoffen zu verhindern.

Eigentlich ist es in Hechingen gar keine Deponie mehr, sondern ein Umschlagplatz für Wertstoffe aller Art. Der nicht weiter verwertbare Restmüll wird nach Stuttgart und nach Zürich (dort ist es preiswerter) zur Verbrennung gefahren. Zurzeit wird er aber zu Ballen mit jeweils zwei Tonnen gepresst und zwischengelagert. Der Grund ist der zeitweilige Ausfall der Verbrennungsanlage in Stuttgart.

Die Hechinger Deponie ist schon darauf hin untersucht worden, z.B. mit Probebohrungen, ob sich beim Rückbau nicht Sekundärrohstoffe gewinnen lassen könnten. Man rechnet gerade mit einer Rückbauzeit von 20 Jahren. In dieser Zeit sollten etwa 54 % der gelagerten Rohstoffe wieder zurückgewonnen werden können – Die Deponie als Rohstofflager!

Friedrich Scholte-Reh erwähnte auch die Probleme mit den angelieferten Wertstoffen. So besteht Altholz von Billigmöbeln oft, zum großen Teil, aus Pressspan und Kunststoffe sind nicht so leicht sortenrein zu trennen.

Die Ortsvorsitzende, Brigitte Steger, bedankte sich, nach der Fragerunde, beim Referenten.

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Lissabon, die Stadt der sieben Hügel                                   06. - 10.04.2017

 

                                                                              von Carola Gsell-Hodler
Von Frankfurt aus, ging es mit einem Linienflug nach Lissabon. Dort wurden die Landfrauen aus dem Zollernalbkreis von ihrem portugisischen Reiseführer Paulo begrüßt, der alles über Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten erzählen konnte. Eine viertägige Studienreise wartete auf die unternehmungslustigen Frauen. Über die zwölf Kilometer lange Brücke Vasco de Gama, die den Fluß Tejo überspannt, ging es in eine Aelejo Manufaktur, in der nach alter Tradition Kacheln hergestellt und bemalt werden. Von der Christo de Rei Statue hatte man eine überwältigende Aussicht auf Lissabon und die Hängebrücke Ponte 25de Abril. Die Kathedrale Se, die älteste Kirche der Stadt, wurde besucht. Zuerst mit dem Aufzug und danach zu Fuß, ging es zur Festung Castelo de SaJorge. Der anschließende Spaziergang durch die Altstadt mit ihren bunt bemalten oder traditionellen blau- weißen Kacheln begeisterte. Das prunkvolle Hieronymiten Kloster, das Torre de Belem, sowie das Seefahrer Denkmal standen ebenfalls auf dem Programm. Das "Portugisische Versaille" in Quelez, sowie der Palacio National de Sintra, die königliche Sommerresidenz wurden bewundert. Am Capo de Roca waren die Landfrauen am westlichsten Teil Europas und konnten Atlantikluft und Meer schnuppern. Über die Küstenstrasse ging es zurück ins Hotel. Immer wieder gab es Möglichkeiten, sich in Cafes zu sonnen und das berühmte Pasteis de Nata, ein Vanillegebäck zu genießen. Es wurde im Atlantik gebadet, die Markthalle besucht und Meeresfrüchte gegessen. Mit der alten Straßenbahn ging es durch verwinkelte Gassen und es gab einen Abend mit traditionellem Fado Gesang. Ein Spaziergang durch das Expo Viertel und die Besichtigung des Azulejomuseums waren der krönende Abschluß der Reise. Waltraud Straubinger bekam für ihre perfekt organisierte Reiseleitung ein Geschenk.

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Trendige Nähideen – Nähen für Ostern                                     06.04.2017

                    

                                                                                                 von Annette Riehle
Hase, Huhn und Osternest - Viel Zuspruch fand der Abend für trendige Nähideen bei den Landfrauen Zollernalb, als in gemütlicher Runde unter der fachkundigen Anleitung von Simone Hald Tischsets, kleine Häschen, Eierwärmer und Nester aus Filz genäht wurden. In bunten Farben und Mustern konnten die teilnehmenden Frauen schöne Dekoideen fürs Osterfrühstück und kleine Geschenke fertigen und nach Hause nehmen.

 

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Alarm im Darm- Prävention und Behandlung                   06.04.2017

                                                                                                                    von Inge Lorch
Mit Dr. Uwe Markert, Chefarzt der chirurgischen Klinik Albstadt und Facharzt für Viszeral- und Gefäßchirurgie, hatte Irmgard Beck, die Ortsvorsitzende der Landfrauen für die Region Haigerloch, einen absoluten Fachmann für diesen Vortrag gewonnen. Sie konnte zahlreiche Frauen und sogar einige Männer, die der Einladung gefolgt waren, im Gasthaus Waldhorn in Haigerloch-Hart begrüßen.

Zu Begin erläuterte Herr Markert die Aufgaben des Darmes im menschlichen Körper. Vorab die des Dünndarmes, der die Nahrung in ihre Bausteine zerlegt damit sie vom Körper aufgenommen werden können. Der anschließende Dickdarm ist hauptsächlich für die Entwässerung verantwortlich und kann auch den Darminhalt eine gewisse Zeit speichern. Außerdem erläuterte Herr Markert, dass eine normale Darmfunktion sehr individuell sein kann.

Damit der Darm optimal funktioniert ist ein guter Umgang mit ihm wichtig. In der Praxis heißt das viel Bewegung, eine ballaststoffreiche Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und möglichst wenig Abführmittel und vor allem auf die Signale seines Darms zu hören.

Erkrankungen im Darm können durch Entzündungen wie z. B. die Divertikulose ausgelöst werden oder durch Infektionen wie z. B. beim Noro Virus oder es können bösartige Tumore der sogenannte Darmkrebs entstehen.

Hierzu zeigte er verschiedene Behandlungsmöglichkeiten auf, allein im Krankenhaus in Albstadt werden jährlich 4000 Operationen durchgeführt.

Weil inzwischen jeder 17. Deutsche im Laufe seines Lebens von Darmkrebs betroffen ist riet er dringend dazu die Darmkrebsvorsorge wahrzunehmen und zur Darmspiegelung zu gehen

Daneben kann man mit einer Gewichtsreduktion, viel Bewegung, Verzicht auf Rauchen und Alkohol selbst einiges dazu beitragen um Darmkrebs vorzubeugen.

Nach einer angeregten Fragerunde bedankte sich Irmgard Beck bei Herrn Markert für seinen interessanten Vortrag.


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