Lebensmittelverschwendung - Auf den Teller statt in den Müll

                                                                                                23.04.2013

Hechingen-Boll

Mit der Lebensmittelverschwendung, die ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema ist, befasste sich der LandFrauenverband Zollernalb in der Region Hechingen bei seiner Zusammenkunft im Boller Landgasthaus „Kaiser“.

Detaillierte Zahlenangaben zu den immensen Lebensmittel-Müllbergen, die Sylvia Dieter von der ev. Landeskirche vorstellte, machten betroffen und nachdenklich. Jedes achte Lebensmittel das wir kaufen, werfen wir weg. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte aller Lebensmittel auf dem Müll, statt auf dem Teller landet. Die mangelhafte Alltagskompetenz stellt dabei ein nicht zu übersehendes Problem dar. Es sollte auf einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln und deren Wertschätzung geachtet werden. In Deutschland  beträgt die geschätzte jährliche Lebensmittelverschwendung  11 Millionen Tonnen. Davon entfallen ca. 60 Prozent auf Privathaushalte. Statistisch gesehen sind das 82 Kilogramm Lebensmittelabfälle  pro Kopf und Jahr. Davon ließen sich aber zwei Drittel (ca. 53 Kilogramm) vermeiden. Etwa 235 Euro hätte jeder jährlich mehr in seiner Geldtasche, wenn er achtsamer mit den wertvollen Lebensmitteln umginge. Gesamt gesehen landen 22 Milliarden Euro in der Tonne. Sylvia Dieter informierte auch über  die Auswirkungen der Verschwendung,  die sich durch den globalen Lebensmittelmarkt, die verschwendeten Ressourcen und die belastete Umwelt zeigen. Dem Ganzen gegenüber steht eine weltweite Hungersnot von einer Milliarde Menschen. Eine Verringerung der Lebensmittelverschwendung so die Referentin, kann durch eine bewusstere Lebensmittelnutzung geschehen, die bereits beim Einkauf beginnt. Weil vielfach zu viel eingekauft wird, empfiehlt sich ein Einkaufszettel. Auf Packungsgrößen sollte geachtet werden, denn nicht selten landen große Reste von „Schnäppchen-Angeboten“  in der Abfalltonne. Die richtige Lagerung und Kühlung von Lebensmitteln, sowie die Weiterverwertung von Essensresten helfen bei der Reduzierung von Abfall. Sylvia Dieter verwies abschließend auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), das kein Wergwerfdatum ist. Auch nach dem Ablaufdatum kann es noch genießbar sein. Hackfleisch, roher Fisch und Frischgeflügel die mit einem Verbrauchsdatum gekennzeichnet sind, dürfen nur bis zum angegebenen Datum verzehrt werden.

Bei der Wahl zur stellvertretenden  Vertrauensfrau der Region Hechingen wurde Brunhilde Wildfang einstimmig gewählt. Sie ist Nachfolgerin von Heidrun Wannenmacher, die demnächst der Region Rangendingen vorsteht.  Die Wahl leitete Katharina Stauß, Vorsitzende des LandFrauenverband Zollernalb.

 


Die Apotheke Gottes - Kräuter und ihre Heilwirkungen

                                                                                            22.04.2013

Hechingen

Was früher schon Paracelsus, der mittelalterliche Arzt und Philosoph, oder Pfarrer Sebastian Kneipp, Maria Treben und viele weitere Kräuterheilkundige feststellten und in Schriften festhielten, erlebt heute eine Renaissance. Die Kräuterheilkunde hat Konjunktur.

Welches Kräutlein sich zur Gesundung eignet und die Wertschätzung christlichen Glaubens gegenüber aller Pflanzen, die Geschöpfe Gottes sind, stellte Pfarrerin und Kräuterexpertin Bärbel Danner aus Bitz unter dem Thema „Die Apotheke Gottes“  beim Treffen des Bezirksarbeitskreis Frauen des ev. Kirchenbezirks in Zusammenarbeit mit den Landfrauen aus Hechingen vor. Im ev. Gemeindehaus am Schlossberg wurde sie und viele Zuhörerinnen von Bärbel Haußer und Brigitte Steger begrüßt.

Im dreigegliederten Vortrag informierte die Pfarrerin über christliche Traditionen in der Pflanzenwelt, präsentierte verschiedene Kräuter, gab Tipps für die Anwendungsmöglichkeiten und stellte Kräuterheilige vor. Für vielerlei gesundheitliche Beschwerden ist ein Kraut gewachsen, man benötigt nur Kenntnisse darüber und muss mit offenen Augen durch die Natur gehen. Sie hält für jeden Menschen kostenlose und doch wirksame, hilfreiche, heilende Kräuter parat. Bärbel Danner gab einen geschichtlichen Überblick, wie sich die pflanzliche Heilkunst entwickelte. Mönche und Nonnen waren im Mittelalter die Ersten, die Kräutergärten anlegten. In Hospitälern wurden die gewonnen Extrakte der sanften Helfer als Klostermedizin verwendet. Das vorgestellte Pflanzenportrait  befasste sich mit der Brennnessel, dem Giersch, Gundermann, Löwenzahn und dem Odermenning. Tipps und Anregungen der Referentin, wie sich die natürliche Medizin aus der Apotheke Gottes im Alltag zur Linderung und Vorbeugung einsetzen lässt, rundeten einen informativen Nachmittag ab.
 


Lehrfahrt nach Tuttlingen - Willkommen in der Welt der Endoskopie

                                                                                            16.04.2013


Hechingen

Den LandFrauenverband Zollernalb aus der Region Hechingen führte dieser Tage eine Lehrfahrt in die „Weltstadt der Medizintechnik“ nach Tuttlingen zur Firma KARL STORZ, die Endoskope und medizinische Instrumente und Geräte herstellt.

Im Besucherzentrum des Unternehmens führten Herr Boris Martin, sowie Herr Markus Spelat und Frau Katiuscia Sassu die Gäste aus dem Zollernalbkreis durch „die Welt der Endoskopie“ und informierten sie  über die Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten, sowie über die Firmengeschichte des seit 1945 in Familienbesitz befindenden Unternehmens. Seit dem Tod des Gründers  Karl Storz im Jahre 1996 leitet die Tochter Sybill Storz erfolgreich die Firma. Der Rundgang durch die Klinikwelt gewährte  Einblicke in die Produktvielfalt für 18 medizinische Fachgebiete und zeigte  voll ausgestattete Arzt- und Klinikräume. Vom Empfangsbereich über Untersuchungs- und Patientenzimmer bis zu Operationssälen konnte alles in Augenschein genommen werden.

Anschließend ging es in die Produktionsräume der Firma. Die Gästeführer zeigten und erklärten in den Abteilungen für Mechanik und Optik die Herstellungsschritte für Endoskope und medizinische Geräte, die für die Human- und Veterinärmedizin sowie Industrie gefertigt werden.

Nach der Betriebsführung  mit vielen neuen Eindrücken und Informationen rund um die Endoskopie steuerte der Bus den Ort Emmingen-Wehstetten an, wo das Mittagessen in der „Braunwurzhütte“ auf dem Biobauernhof Braun eingenommen wurde. Das Nachmittagsprogramm beinhaltete die Besichtigung  der barocken St. Anna-Kapelle in Fridingen an der Donau, ein Bummel durch das Städtchen mit historischem Stadtkern,  sowie die Einkehr im Berghaus beim Knopfmacherfelsen mit Kaffee und Kuchen.

 


Wanderung - Frühlingsboten auf der Zollernalb entdecken

                                                                                            14.04.2013

 

 

Bei bestem Frühlingswetter unternahm der LandFrauenverband Zollernalb eine Familienwanderung, bei der die ersten Frühlingsboten  entdeckt wurden. Landfrauenguide Elsbeth Bosch hatte für die dritte Wanderung des LFV „die Himmelsleiter“ in Haigerloch-Gruol und Umgebung ausgewählt. 35 Personen waren der Einladung gefolgt und machten sich mit ihr auf den Wanderweg.

Treffpunkt war der Grillplatz an der Himmelsleiter. Nachdem die 265 Naturtreppen erklommen waren, führte die weitere Wegstrecke an Haigerlochs erstem Jüdischen Friedhof (1567) und der 300 Jahre alten „Kindlestanne“ von Weildorf  vorbei bis zum Kloster Kirchberg. Nach einer Rastpause im ehemaligen Dominikanerinnenkloster (1237) ging es an den terrassenartig angelegten Fischweihern entlang zum Parkplatz zurück.
 


Digicam-Workshop  - Gute Fotos leicht gemacht

                                                                                             13.04.2013

Burladingen-Stetten u. H.

Dass ein Bild mehr als tausend Worte sagt, ist bekannt. Wie schöne, gelungene und ausdrucksstarke Aufnahmen gemacht werden, konnte beim Workshop „Digicam – gute Fotos leicht gemacht“  des LandFrauenverband Zollernalb in und bei der Festhalle erlernt werden.

Jill Carstens, Fotografin aus Sonnenbühl  wies interessierte Frauen in die Programm-Bedienung ihrer mitgebrachten kleinen Digitalkameras ein und stellte die Grundlagen der Fotografie vor. Für das Üben von effektvollen und scharfen Aufnahmen im Makromodus hatte die Kursleiterin verschiedene Objekte auf einem Tisch aufgebaut. Hier war besonders ein ruhiges Händchen gefragt. Schöne Motive boten sich anschließend für die Workshop-Teilnehmerinnen bei einem Spaziergang am Dorfanger, der Lauchert entlang und in der St. Wendelinus- Kapelle. Im kleinen Raum des „Käpelle“  mit seiner Mutter Gottes Figur vor blauem Fenster und zwei weiteren Figuren konnte das fotografische Wissen von Blitzlicht- Zoom- und Makroeinstellungen angewendet werden. Nach dem Rundgang vermittelte Jill Carstens  die Portraitfotografie, bei der es auf die richtigen Bildausschnitte und Lichtverhältnisse ankommt. Das gegenseitige Portrait-Fotografieren, das sich auf Kopf, Schulter und Brust beschränkte, erwies sich als keine leichte Aufgabe. Aber mit Hilfe der Fotografin und fleißigem Üben waren alle Frauen von den Bildergebnissen begeistert. Den Abschluss des Workshops bildete die Präsentation einiger sehr gelungener Fotos der Teilnehmerinnen, die Jill Carstens aus allen an diesem Tage gemachten Bildern aussuchte.

Für das lehrreiche Seminar bedankte sich Marlies Freudemann, LFV-Vertrauensfrau der Region Burladingen, bei der Referentin mit einem Geschenk.

Tipp:  Weitere Foto-Workshops des LFV finden in Balingen im Landjugendheim statt. Spiegelreflexkamera-Kurs am 10. und 11. Mai, Digicam-Kurs am 17. Mai. Infos und Anmeldung bei Annette Riehle, Telefon-Nummer   07475-6759.


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